Wo im Ortsteil gebaut wird
Seit Mitte der 1980er Jahre wurden in Prenzlauer Berg viele Baulücken geschlossen. Größere freie Flächen sind selten, gebaut wird trotzdem: auf früheren Sport- und Brauereigeländen, am Rand des Mauerparks und im Bestand, wo Altbauten saniert und umgebaut werden. Viele dieser Arbeiten laufen über Jahre und in Abschnitten.
Für die Baustellenbewachung sind folgende Vorhaben im Ortsteil typisch. Sie stehen beispielhaft für die Art der Baustellen, nicht für Aufträge:
- Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark an der Cantianstraße – Abriss des Stadions seit Oktober 2024, Neubau mit Mehrzweckhalle und Besucherzentrum, Bauzeit bis 2027 geplant
- Fläche nördlich des Gleimtunnels am Mauerpark – Baurecht für rund 700 Wohnungen
- Bötzow-Campus an der Prenzlauer Allee – Neubauten neben denkmalgeschützten Brauereibauten, Tiefgarage geplant
- Grundstück der früheren Puhlmann-Lichtspiele, Schönhauser Allee 148 – Bebauungsplan für Wohnungen, Ateliers und eine Kulturnutzung in Vorbereitung
- Entwicklungsgebiet Alter Schlachthof an der Landsberger Allee – Wohn- und Gewerbebau auf dem früheren Schlachthofgelände
Enge Baustellen, viele Augen
Eine Innenstadtbaustelle in Prenzlauer Berg hat oft nur eine schmale Zufahrt von der Straße und grenzt mit dem Bauzaun direkt an einen Hof voller Fahrräder oder einen Gehweg mit Kinderwagen. Container, Gerüste und Baustoffe stehen auf engem Raum. Was nachts fehlt, fällt oft erst am Morgen beim Arbeitsbeginn auf.
Gestohlen werden vor allem Kabel, Kupfer, Werkzeug, Kleingeräte und Kraftstoff. Hinzu kommen Graffiti auf Bauzäunen und Personen, die über Gerüste in leere Rohbauten steigen. Bei Sanierungen im bewohnten Haus muss zusätzlich sichergestellt sein, dass das Gerüst nicht zum Einstieg in die Wohnungen der Mieter wird.
Was wir auf der Baustelle tun
Je nach Größe der Baustelle stellen wir eine feste Wache für die Nacht oder fahren die Baustelle in mehreren Kontrollen an. Bei jeder Kontrolle prüfen wir Bauzaun und Tor, schauen in Container und Rohbau, leuchten Gerüstlagen ab und sehen nach Maschinen und Tanks. Offene Stellen sichern wir provisorisch und melden sie der Bauleitung.
Tagsüber können unsere Kräfte die Zufahrt übernehmen: Lieferscheine prüfen, Fremdfirmen anmelden, Lkw einweisen und Fußgänger an der Ausfahrt sichern. Gerade am Jahn-Sportpark, wo der Mauerpark nebenan an Sonntagen zehntausende Besucher hat, braucht der Baustellenverkehr eine klare Regel.
Jeder Rundgang wird mit Uhrzeit, Feststellungen und Fotos dokumentiert. So kann die Bauleitung nachvollziehen, wann ein Schaden entstanden ist, und gegenüber Versicherung und Auftraggeber belegen, was geschah.
Bei Baustellen auf Denkmalgeländen wie dem Bötzow-Areal oder neben dem Pfefferberg kommt ein weiterer Punkt hinzu: Historische Mauern, Tore und Fassadenteile dürfen nicht beschädigt werden, und Material darf nicht an Stellen gelagert werden, die der Denkmalschutz ausschließt. Solche Vorgaben nehmen wir in die Dienstanweisung auf. Unsere Kräfte achten im Rundgang darauf, dass Zäune und Container nicht an geschützte Bauteile gestellt werden, und melden Verstöße an die Bauleitung, bevor ein Schaden entsteht.
Abstimmung mit Anwohnern und Ordnungsamt
In einem Wohnquartier ist eine Baustellenwache auch für die Nachbarschaft sichtbar. Unsere Kräfte treten ruhig auf, leuchten nicht in Wohnungen und halten Fahrzeuge nachts nicht mit laufendem Motor vor der Tür. Fragen von Anwohnern beantworten sie freundlich und verweisen bei Beschwerden über Lärm oder Arbeitszeiten an die Bauleitung.
Ist eine Sondernutzung des Gehwegs oder eine Verkehrsführung angeordnet, achten wir darauf, dass Absperrungen und Schilder nachts an ihrem Platz bleiben. Fehlende oder umgefallene Teile stellen wir zurück und vermerken das.
Planung und Kosten
Die Bewachung von Baustellen in Prenzlauer Berg planen wir in unserer Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Ein Büro im Ortsteil haben wir nicht. Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert.
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Baustelle, die nur an Wochenenden und in Feiertagsphasen bewacht wird, kommt mit weniger Stunden aus als eine Großbaustelle mit Nachtwache und Torbesetzung am Tag. Wechselt der Bauabschnitt, passen wir den Umfang an, statt einen festen Plan bis zum Bauende laufen zu lassen. Mehr zur Lage in der ganzen Stadt steht unter Baustellenbewachung Berlin, Einsätze im Umfeld beschreibt Sicherheitsdienst Prenzlauer Berg.


