Wo in Bitterfeld-Wolfen gebaut wird
Die Stadt baut an mehreren Fronten zugleich. In Bitterfeld wird der Innenstadtring erneuert, im Chemiepark entstehen auf freien Industrieflächen neue Anlagen, und in Wolfen werden Wohnblöcke zurückgebaut, die seit Jahren leer stehen. Jede dieser Baustellen hat ein anderes Risiko: In der Innenstadt stehen Geräte mitten zwischen Wohnhäusern, im Park geht es um teure Anlagenteile, beim Rückbau um Metalle und Kabel.
Die folgenden Vorhaben sind öffentlich belegt. Wir nennen sie als Beispiele für die Lage in der Stadt, nicht als eigene Aufträge.
- Innenstadtring Bitterfeld: erster Bauabschnitt seit dem 2. März 2026, geplant bis Dezember 2026, mit Loberbrücke sowie Teilen von Ratswall und Teichwall
- Bildungszentrum Mitteldeutschland direkt am Chemiepark für mehr als 250 Auszubildende in der überbetrieblichen Ausbildung
- Chemiepark Bitterfeld-Wolfen mit rund 90 Hektar Vermarktungsfläche, vorgesehen für Batteriechemie und Halbleiter-Vorprodukte
- Bauarbeiten der Deutschen Bahn am Bahnhof Bitterfeld, über die die Stadt informiert
- Wolfen-Nord mit Rückbau in einem Wohngebiet, in dem der Leerstand besonders hoch ist
Straßenbau am Innenstadtring
Bei einer innerstädtischen Straßenbaustelle bleibt abends vieles zurück, das sich leicht abtransportieren lässt: Rüttelplatten, Pflastersteine, Kabeltrommeln, Absperrgitter und Diesel in den Maschinen. Hinzu kommen Passanten, die Abkürzungen über das Baufeld nehmen, und Jugendliche, die Bauzäune als Spielgerät betrachten. Am Ring kommt die Brücke über den Lober dazu, an der Geländer und Absicherungen zeitweise fehlen.
Wir übernehmen Kontrollgänge zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn, prüfen Bauzäune, Beleuchtung und abgestellte Geräte und schreiben Auffälligkeiten mit Uhrzeit in den Bericht. Wo die Verkehrsführung umgestellt ist, achten wir darauf, dass Absperrungen nicht verschoben werden.
Industriebau im Chemiepark
Im Chemiepark wird zwischen laufenden Betrieben gebaut. Für Bauherren heißt das: Die Baustelle muss nach eigenen Regeln gesichert werden, obwohl sie Teil eines größeren Geländes mit Werksstraßen und Gleisen ist. Auf neuen Baufeldern lagern Edelstahlrohre, Armaturen, Schaltschränke und Kupferkabel, deren Wert schnell sechsstellig werden kann.
Wir stimmen uns mit Bauleitung und Betreibergesellschaft über Zufahrten und Meldewege ab, besetzen bei Bedarf einen eigenen Baustellenzugang und gehen nachts Streife über Lagerflächen und Containerdörfer. So entsteht eine Lücke weniger zwischen Werkschutz des Parks und Ihrem Baufeld.
Ähnlich verhält es sich beim Bildungszentrum Mitteldeutschland am Rand des Parks: Hier wächst ein Gebäude mit Werkstätten und Technik, die vor dem Einzug gesichert werden müssen.
Rückbau und leere Gebäude
Wolfen hat seit 1990 mehr als die Hälfte seiner Einwohner verloren, in Wolfen-Nord wurden deshalb Wohnblöcke abgerissen. Solange ein Gebäude halb entkernt dasteht, ist es für Unbefugte besonders reizvoll: Heizkörper, Kupferleitungen und Kabel lassen sich ausbauen, offene Treppenhäuser sind gefährlich. Ein Unfall auf einem nicht gesicherten Abrissgelände fällt auf den Bauherrn zurück.
Für Abrissunternehmen und Wohnungsgesellschaften bieten wir feste Wachen oder Kontrollgänge, die Zugänge geschlossen halten, Zäune prüfen und unbefugte Personen ansprechen.
Vorhabenbezogene Planung in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, in Bitterfeld-Wolfen haben wir kein Büro. Baustellen bewachen wir hier vorhabenbezogen: Wir klären Bauzeit, Wachzeiten und die Lage der Fläche, prüfen dann Anfahrt und Personal und sagen erst zu, wenn die Besetzung über die ganze Bauphase steht. Für kurze, einmalige Nächte ist das oft schwieriger als für mehrmonatige Projekte, das sagen wir offen.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet, das Unternehmen nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung unter Baustellenbewachung und auf der Landesseite Baustellenbewachung in Sachsen-Anhalt. Für die Nachbarstadt Köthen (Anhalt) gilt dasselbe Vorgehen.
Was die Bewachung einer Baustelle kostet
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Für Baustellen ist vor allem entscheidend, ob die Fläche die ganze Nacht besetzt sein muss oder ob Kontrollgänge genügen, wie viele Wochenenden und Feiertage in die Bauzeit fallen und wie groß das Gelände ist.
Eine Bewachung über mehrere Monate lässt sich besser planen und meist günstiger anbieten als einzelne Nächte. Ändert sich der Bauablauf, passen wir Wachzeiten an, etwa wenn nach dem Rohbau teure Technik angeliefert wird.


