Drei Baustellen, drei verschiedene Risiken
Am 30. September 2026 war Spatenstich für einen neuen Quartierspark auf rund 13.000 Quadratmetern, gefördert zu 85 Prozent aus dem Bundesprogramm zur Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel. Fertig sein soll er Ende 2027. Bis dahin werden Erde bewegt, Wege gebaut, Bäume gepflanzt und Ausstattung montiert, über gut ein Jahr und durch mindestens einen Winter.
Gleichzeitig ist die Untere Bahnhofstraße von Hausnummer 26 bis zur Apollo-Kreuzung vom 29. September bis 18. Dezember 2026 für den Straßenbau voll gesperrt. Zwischen Arnstedter Weg und Carl-Christian-Agthe-Straße binden die Stadtwerke bis Anfang November grüne Fernwärme in ihr Netz ein. Jede dieser Baustellen hat ihr eigenes Muster: eine große offene Fläche, ein langer schmaler Streifen im Straßenraum und offene Gräben mit Rohren in einem Wohngebiet.
Wo in Hettstedt gebaut wird
Die folgenden Vorhaben und Flächen sind öffentlich belegt. Wir führen sie zur Beschreibung der Aufgaben auf, nicht als Aufträge.
- Quartierspark mit rund 13.000 Quadratmetern, Bau von Herbst 2026 bis Ende 2027
- Straßenbau in der Unteren Bahnhofstraße bis zur Apollo-Kreuzung, Vollsperrung bis Mitte Dezember 2026
- Fernwärmeleitung zwischen Arnstedter Weg und Carl-Christian-Agthe-Straße
- Freie Industrie- und Gewerbeflächen im Gebiet Ritteröder Straße, zusammen rund 16 Hektar
- Erweiterungsflächen im Techno- und Gewerbepark Walbeck an der B 180
- Das Hadeborntal, in dem eine frühere Mülldeponie renaturiert wird
Was auf Hettstedter Baustellen über Nacht gefährdet ist
Im Straßen- und Leitungsbau bleiben Bordsteine, Pflaster, Rohre, Kabeltrommeln und Rüttelplatten oft tagelang an derselben Stelle. Kupferkabel und Messingarmaturen haben einen Metallwert, den in einer Stadt mit langer Kupfergeschichte fast jeder einschätzen kann. Hinzu kommen Diesel aus Baumaschinen und Werkzeug aus Containern.
Auf einer Parkbaustelle ist es eher das Pflanzgut, frisch gesetzte Ausstattung wie Bänke oder Spielgeräte und die Absperrung selbst. Offene Gruben und lose Bauzäune in einem Wohnquartier sind zudem ein Haftungsthema: Kinder und Jugendliche betreten solche Flächen gern am Abend. Wir kontrollieren daher nicht nur auf Diebstahl, sondern auch, ob Absperrung und Beleuchtung noch stehen.
Wie Baustellenbewachung allgemein abläuft, lesen Sie unter Baustellenbewachung.
Bewachung nach Bauphase
Zu Beginn einer Baustelle reicht oft eine Kontrolle am Abend und eine in der Nacht. Je mehr Material auf der Fläche liegt, desto dichter werden die Kontrollen. In Phasen, in denen teures Gerät oder große Mengen Kabel und Armaturen gelagert sind, kann eine feste Wache über Nacht und am Wochenende sinnvoll sein.
Bei jeder Kontrolle prüfen wir Bauzaun, Tore, Container und Maschinen, halten den Zustand mit Foto fest und vermerken Auffälligkeiten mit Uhrzeit. Bei einem Diebstahl informieren wir Polizei und Bauleitung nach Ihrer Anweisung. So haben Sie gegenüber Versicherung und Auftraggeber einen belastbaren Nachweis.
Vorhabenbezogen aus dem Norden geplant
Ein Büro in Hettstedt oder im Mansfelder Land haben wir nicht; Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord. Baustellen übernehmen wir dort vorhabenbezogen. Wir fragen nach Bauzeit, Arbeitszeiten und Umfang und prüfen dann, ob wir die Bewachung über die ganze Laufzeit sicher besetzen können. Bei längeren Bauzeiten wie beim Quartierspark ist das eher machbar als bei einem einzelnen Wochenende.
Sie erhalten eine feste Ansprechperson, eine Begehung zu Beginn und einen schriftlichen Kontrollplan. Das Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft. Den Landesüberblick finden Sie unter Baustellenbewachung in Sachsen-Anhalt, weitere Leistungen vor Ort unter Sicherheitsdienst Hettstedt. Baustellen in Sangerhausen planen wir auf dieselbe Weise.
Kosten nach Bauzeit und Material
Der Richtwert für Baustellenbewachung liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend sind die Zahl der Kontrollen oder die Länge der festen Wache, der Anteil an Wochenenden und Feiertagen und die Laufzeit des Auftrags.
Über mehrere Monate laufende Baustellen mit planbaren Kontrollzeiten sind günstiger je Stunde als kurzfristige Einzeleinsätze. Wir passen den Umfang an die Bauphase an, damit Sie nicht in der Erdbauphase schon den Aufwand einer Ausbauphase bezahlen.


