Eine Stadtgeschichte mit mehreren Bränden
1506 brannte das damalige Rathaus nieder, am 25. März 1651 das Saigertor. 1697 traf ein Stadtbrand Hettstedt so schwer, dass nur 27 Häuser verschont blieben; auch die St.-Jakobi-Kirche brannte aus und wurde danach wiederhergestellt. Das Saigertor, 1535 errichtet, wurde 1721/22 neu aufgebaut.
Werden solche Bauten saniert und instand gesetzt, wird an Dächern gelötet, an Blechen geschweißt und an alten Anstrichen mit Hitze gearbeitet. Genau dort, wo trockenes Holz in Dachstühlen, Glockenstühlen und Turmhelmen sitzt, verlangen Versicherer und Arbeitsschutz eine Brandwache während und nach den Arbeiten.
Gebäude und Anlagen mit Brandwache-Bedarf
Die folgenden Bauten und Betriebe sind belegt. Wir nennen sie, um die Aufgaben zu beschreiben, nicht als Auftraggeber.
- St.-Jakobi-Kirche, Bau ab 1418, Turmspitze von 1475, nach dem Stadtbrand von 1697 bis 1706 wiederhergestellt
- Die Stadttore Saigertor, Molmecktor und Brückentor sowie der Zuckerhut von 1434 mit dem Kunstzuckerhut
- St. Gangolf auf dem Kupferberg, um 1400 gotisch umgebaut
- Humboldt-Schloss in Burgörner, Rest einer spätgotischen Wasserburg mit Bergfried, heute Mansfeld-Museum
- Die Gießerei des Aluminium-Strangpresswerks HMT, ausgelegt auf bis zu 30 Tonnen Pressbolzen am Tag
- Walz- und Ziehanlagen der Kupferverarbeitung im Südwesten der Stadt
Heißarbeiten an Denkmälern
Bei Kirchen und Toren liegen die Gefahren oft verdeckt: Glut, die in eine Fuge zwischen Balken fällt, Staub und Vogelnester unter der Dachhaut, Spinnweben und alte Isolierungen. Ein Brand kann noch Stunden nach Arbeitsende entstehen. Wir stellen deshalb nicht nur einen Posten neben die Arbeitsstelle, sondern gehen nach Feierabend die Umgebung ab, auch die Bereiche über und unter der Arbeitsstelle.
Vor dem ersten Einsatz lassen wir uns von Bauleitung oder Kirchengemeinde Zugänge, Steigleitungen, Löschmittel und Fluchtwege zeigen. Unsere Kräfte werden vor Ort in die Löschmittel eingewiesen. Feuerlöscher stellen wir bereit, wenn sie nicht schon vorhanden sind. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht. Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen.
Brandposten in Gießerei und Halle
In den Metallbetrieben Hettstedts fallen Heißarbeiten vor allem bei Instandsetzungen an: an Öfen, Pressen, Walzgerüsten, Rohrleitungen und Hallendächern. Dort sitzen Hydrauliköl, Schmierstoffe, Kabeltrassen und Staub oft nah an der Arbeitsstelle, und ein Brand kann eine ganze Linie für lange Zeit stilllegen.
Bei solchen Arbeiten übernehmen wir die Aufsicht nach Ihrer Heißarbeitserlaubnis. Wir prüfen vor Beginn, ob brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind, bleiben während der Arbeiten an der Stelle und kontrollieren danach im vereinbarten Takt. Eine Wärmebildkamera nutzen wir, wenn Sie eine bereitstellen. Fällt eine Brandmeldeanlage zeitweise aus, etwa während eines Umbaus, können wir die betroffenen Bereiche bis zur Wiederinbetriebnahme abgehen.
Auch Versammlungsstätten gehören dazu. Im Klubhaus in Burgörner-Neudorf, im Kulturhaus Walbeck oder bei Abendveranstaltungen in St. Gangolf kann eine Brandsicherheitswache verlangt sein, wenn Bühnentechnik, Pyrotechnik oder offenes Feuer im Spiel sind. Was die Genehmigung im Einzelfall fordert, klären Sie mit der Behörde; wir stellen das Personal dafür und halten Notausgänge während der Veranstaltung frei.
Vorhabenbezogene Planung ohne Büro im Land
Sachsen-Anhalt gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, in Hettstedt haben wir kein Büro. Brandwachen übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Wir fragen nach Art und Dauer der Arbeiten, nach der vorgeschriebenen Nachkontrollzeit und nach den Schichten. Danach prüfen wir, ob wir den Posten über den ganzen Zeitraum sicher besetzen können, und geben Ihnen eine klare Antwort.
Sie erhalten eine feste Ansprechperson und schriftliche Postenanweisungen. Das Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft. Den Landesüberblick gibt Brandwache in Sachsen-Anhalt, weitere Leistungen vor Ort zeigt Sicherheitsdienst Hettstedt. Für Arbeiten in Lutherstadt Eisleben gilt dasselbe Vorgehen.
Was eine Brandwache kostet
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Preis bestimmen vor allem die Länge der Nachkontrolle nach Arbeitsende, der Anteil an Nacht-, Wochenend- und Feiertagsstunden und ob ein Posten oder mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig zu betreuen sind.
Wird an einem Kirchendach über Wochen gearbeitet, lohnt sich ein fester Plan mit gleichbleibenden Kräften. Bei einem einzelnen Stillstandstag in einer Halle rechnen wir den Einsatz mit Anfahrt gesondert aus, damit Sie beide Varianten vergleichen können.


