Bauen in einer Stadt mit Welterbe und Werft
Seit 1990 wird die Stralsunder Altstadt Haus für Haus saniert; bis November 2010 waren 588 der über 1.000 Altstadtgebäude vollständig erneuert. Die Arbeit an der übrigen Substanz geht weiter, dazu kommen neue Quartiere am Rand der Altstadt und in den äußeren Stadtgebieten.
Auf der anderen Seite stehen industrielle Vorhaben am Wasser. Das Werftgelände gehört seit 2022 der Stadt, und dort sollen nun Flächen für neue Nutzer vorbereitet werden. Solche Baustellen haben wenig gemeinsam mit einem Einfamilienhaus: große offene Flächen, schweres Gerät, Spundwände, Stahl und Kabel, oft direkt an der Kaikante.
Aktuelle Vorhaben und Bauflächen
Die Liste nennt reale, öffentlich angekündigte Vorhaben und Planverfahren in Stralsund. Es handelt sich nicht um Auftraggeber.
- Entwicklungsfläche auf dem Volkswerft-Gelände: Im September 2026 sagte das Land Fördermittel zu, um Boden mit Altlasten zu sichern und die Kaikante zu erneuern.
- Das frühere Verwaltungshochhaus An der Werft 5, das die Stadt über mehrere Jahre sanieren will.
- Wohnbebauung am Deviner Weg und am Haltepunkt Süd in Andershof, beide als Bebauungsplan in Aufstellung.
- Quartier am Kühlhaus am Neuen Schwedenkai und Wohnbebauung an der Jakobikirche.
- Wirtschafts- und Wissenschaftscampus in Knieper Nord sowie Technologiepark Hufelandstraße.
- Solarpark Freienlande in Grünhufe als vorhabenbezogener Bebauungsplan.
Was auf Stralsunder Baustellen gefährdet ist
Am Wasser liegen Spundbohlen, Baustahl, Kabeltrommeln und Kraftstoff oft tagelang offen. Ein Gelände wie die Volkswerft ist zwar umzäunt, wird aber von vielen Firmen genutzt; zwischen Mietern, Baufirmen und Besuchern verwischen die Grenzen schnell. Auf Solarbaustellen am Stadtrand geht es um Module, Wechselrichter und Kupferkabel auf weiter Fläche.
In der Altstadt sind Baustellen klein, aber dicht an Wohnungen, Läden und Gehwegen. Gerüste werden nachts zum Einstieg in Nachbarhäuser, Container stehen auf öffentlicher Fläche, und Baumaterial lagert mangels Platz direkt vor dem Haus. Hier zählt vor allem, dass Absperrungen stehen und Gerüstzugänge verschlossen bleiben.
Neue Wohngebiete wie am Deviner Weg oder in Andershof bringen eine dritte Lage mit sich. Dort stehen in der Rohbauphase Fenster, Heizkessel, Sanitärteile und Elektromaterial in halbfertigen Häusern, bevor die ersten Türen abschließbar sind. Gerade zwischen Anlieferung und Einbau verschwindet hier am meisten. Eine Kontrolle kurz nach Feierabend und eine zweite in der Nacht sind in dieser Phase oft wirksamer als ein Posten über die ganze Bauzeit.
So bewachen wir Ihre Baustelle
Vor Beginn gehen wir das Baufeld mit der Bauleitung ab und legen fest, welche Bereiche, Container und Maschinen geprüft werden. Je nach Größe stellen wir einen festen Posten über die Nacht, eine Streife mit mehreren Kontrollen oder eine Kombination aus beidem für Wochenenden und Feiertage.
Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Feststellung festgehalten. Beschädigte Zäune, offene Container oder fehlendes Material melden wir noch vor Arbeitsbeginn an die Bauleitung, damit morgens niemand vor einer Überraschung steht.
- Nacht- und Wochenendbewachung als Posten
- Streife mit wechselnden Zeiten
- Kontrolle von Bauzaun, Gerüst und Containern
- Schließen und Öffnen der Baustellenzufahrt
- Morgendliche Meldung an die Bauleitung
Planung aus der Kernregion
Stralsund liegt in unserer Kernregion Nord, ein Büro vor Ort gibt es nicht. Wir planen aus unserem Personalstamm, gesteuert vom Hauptsitz in Neumünster. Baufirmen mit Projekten auch in Rostock oder Wolgast haben bei uns einen Ansprechpartner für alle Baustellen.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung lesen Sie unter Baustellenbewachung, zur Stadt unter Sicherheitsdienst Stralsund.
Kosten der Baustellenbewachung
Baustellen werden fast immer außerhalb der Arbeitszeit bewacht, also nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde; der Betrag hängt davon ab, ob ein Posten durchgehend bleibt oder eine Streife mehrere Kontrollen fährt, und wie groß das Baufeld ist.
Für kleine Altstadtbaustellen reicht oft eine Streife mit Gerüstkontrolle. Bei großen Flächen am Wasser lohnt sich eher ein Posten. Wir rechnen Ihnen beide Wege vor.


