Bauten aus vielen Epochen
In Bitburg stehen Reste einer Stadtmauer, deren älteste Teile auf das 4. Jahrhundert zurückgehen. Der Kern der Pfarrkirche Liebfrauen am Rathausplatz stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, das Hotel Zur Post in der Hauptstraße aus dem Jahr 1802. Das Schlösschen in der Kölner Straße ist ein Dreiflügelbau von 1764, die Burgmühle westlich der Stadt wurde 1821 errichtet. In Erdorf stehen eine Mühle von 1763 und die Maria-Hilf-Kapelle von 1868.
In solchen Gebäuden sind Holzbalken, Dachstühle und Hohlräume hinter Verkleidungen häufig. Funken oder Hitze bei Bauarbeiten können dort einen Schwelbrand auslösen, der erst Stunden später sichtbar wird. Eine Brandwache achtet während und nach den Arbeiten darauf.
Wo in Bitburg Heißarbeiten anfallen
Brandwachen werden typischerweise an diesen Orten gebraucht:
- Kirchen und denkmalgeschützte Häuser wie Liebfrauen mit Erweiterungen von 1860 und 1922/23 oder das Kreisständehaus von 1905/06
- das Kreismuseum Bitburg-Prüm in der früheren Landwirtschaftsschule von 1882
- die Braustätte der Bitburger Brauerei in Bitburg-Süd mit Sudhaus, Tanks und Rohrleitungen
- Hallen in den Gewerbegebieten Auf Merlick und Flugplatz, in denen Stahlbau und Wartung anstehen
- die Eissporthalle in der Güterstraße, 1982 eröffnet, mit 1.800 Quadratmetern Eisfläche und Kältetechnik
- die Stadthalle in der Römermauer 4 bei Umbauten oder Veranstaltungsaufbauten
Auch Dacharbeiten mit Flämmgerät auf Wohn- und Geschäftshäusern, Trennarbeiten bei Abrissen wie in der Kölner Straße oder Schweißarbeiten an Leitungen gehören dazu. Im Juni 2026 wurde etwa in der Albachstraße ein Dach mit Mobilkran saniert, und in der Innenstadt werden Wohn- und Geschäftshäuser laufend umgebaut. Gerade bei Bauten mit Holzdecken zwischen den Geschossen lohnt der Blick nach oben und nach unten, nicht nur auf die Stelle, an der gearbeitet wurde.
Aufgaben vor, während und nach den Arbeiten
Grundlage ist der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, den der Auftraggeber oder die Bauleitung ausstellt. Darin steht, welche Schutzmaßnahmen zu treffen sind und wie lange die Brandwache bleibt. Vor Beginn prüfen wir, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist, ob Löschmittel bereitstehen und ob Fluchtwege frei sind.
Während der Arbeiten beobachten wir Funkenflug und Hitzeentwicklung, auch in Nachbarräumen und auf der Rückseite von Wänden und Decken. Nach Ende der Arbeiten bleibt die Brandwache für die im Erlaubnisschein festgelegte Zeit und geht die betroffenen Bereiche mehrfach ab. Wir tasten Wände, Böden und Balken ab, achten auf Geruch und Rauch und halten jede Kontrolle schriftlich fest.
Zusätzlich setzen wir eine Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, an verdeckten Stellen ein. Die Handhabung der Löschmittel vor Ort zeigen uns Ihre Fachleute bei der Einweisung.
Besonderheiten in Brauerei und Halle
In Produktionsbetrieben wie einer Brauerei laufen Heißarbeiten oft in Stillstandszeiten oder nachts, damit die Produktion nicht unterbrochen wird. Dann sind mehrere Gewerke gleichzeitig am Werk, und die Brandwache muss den Überblick behalten, wo gerade geschweißt wird. Wir stimmen uns mit der Werksfeuerwehr oder dem Brandschutzbeauftragten ab, sofern es sie gibt.
In großen Hallen können Funken weit fliegen, und Dämmstoffe in Dach und Wänden fangen leicht Feuer. Hier legen wir den Kontrollbereich großzügig fest und gehen nach Ende der Arbeiten auch das Dach von innen ab, soweit es zugänglich ist.
Wie wir aus Norddeutschland planen
Neumünster in Schleswig-Holstein ist unser Hauptsitz, Berlin und Bremen sind weitere Standorte. In Rheinland-Pfalz haben wir kein Büro. Brandwachen in Bitburg übernehmen wir vorhabenbezogen und möglichst mit einigen Tagen Vorlauf, damit wir das Personal planen und die Anreise organisieren können. Bei längeren Sanierungen mit wiederkehrenden Heißarbeiten stellen wir ein festes Team.
Für die Planung brauchen wir von Ihnen den Arbeitsplan mit den Tagen, an denen geschweißt, getrennt oder geflämmt wird, die Kontaktdaten der Bauleitung und den Hinweis, ob Brandmeldeanlagen abgeschaltet werden. Sind Melder während der Arbeiten außer Betrieb, wird die Brandwache umso wichtiger, und wir planen die Nachkontrolle entsprechend länger.
Wer die Brandwache stellt, hat bei uns die Unterrichtung nach § 34a GewO und wird vor dem Einsatz in Ihre Abläufe eingewiesen. Wir arbeiten mit zertifiziertem Qualitätsmanagement nach ISO 9001 und nach DIN 77200. Für kurzfristige Rückfragen gilt rund um die Uhr die Nummer +49 4321 78 33 590.
Mehr zur Stadt: Sicherheitsdienst Bitburg. Zum Land: Brandwache in Rheinland-Pfalz.
Kosten einer Brandwache
Der Richtwert beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Preis bestimmen vor allem die Dauer der Nachkontrolle, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden und die Frage, ob mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig zu überwachen sind.
Bei Stillstandsarbeiten in der Nacht fallen Zuschläge an. Kurzaufträge über wenige Stunden sind wegen der Anreise vergleichsweise teuer; mehrere Termine in einer Woche lassen sich günstiger bündeln.


