Ein Stadtteil mit viel Geschichte unter dem Dach
Woltmershausen und Rablinghausen sind alte Dörfer am linken Weserufer, die im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt werden. Aus dieser langen Zeit sind Bauten geblieben, die heute besonders sorgfältig behandelt werden müssen: das Storchennest, ein Renaissancebau von 1577 und einst Zollhaus, die barocke Kirche in Rablinghausen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und die Christuskirche, die 1904 bis 1906 nach einem Entwurf von Otto Blendermann entstand. Auch das Polizeirevier an der Woltmershauser Straße von 1909/10 steht unter Denkmalschutz.
Werden an solchen Gebäuden Dächer neu eingedeckt, Rinnen gelötet oder Leitungen verlegt, ist das Brandrisiko hoch. Trockenes Holz, alte Dämmung und schwer einsehbare Hohlräume lassen Glut lange unentdeckt. Eine Brandwache bleibt deshalb während der Arbeiten und danach vor Ort.
Industriedenkmale im Tabakquartier
Auf dem früheren Brinkmann-Gelände stehen Fabrik-, Kraftwerks- und Lagerbauten aus den Jahren 1937 bis 1971 unter Denkmalschutz, entworfen von Fritz und Kurt Strohecker. Beim Umbau zu Wohnungen, Ateliers, Gastronomie und Veranstaltungsräumen fallen viele Heißarbeiten an: Stahlträger werden getrennt, neue Anschlüsse geschweißt, Dachflächen abgedichtet.
Weil Teile des Quartiers schon genutzt werden, etwa der Veranstaltungsort im alten Heizwerk oder das Boulevardtheater, liegen Baustelle und Publikum oft dicht beieinander. Die Brandwache achtet dann zusätzlich darauf, dass Fluchtwege frei bleiben und Rauch nicht in genutzte Bereiche zieht.
Typische Einsätze im Stadtteil
Brandwachen in Woltmershausen und den angrenzenden Hafenflächen werden vor allem in diesen Fällen gebraucht:
- Dach- und Turmarbeiten an der Christuskirche, der Kirche Rablinghausen oder an St. Benedikt
- Umbau der denkmalgeschützten Hallen im Tabakquartier
- Schweiß- und Trennarbeiten in Hallen am Neustädter Hafen, in denen Stahlprodukte und Maschinen umgeschlagen werden
- Instandhaltung auf dem früheren Gaswerksgelände, auf dem heute die swb und weitere Betriebe sitzen
- Veranstaltungen in Sälen, wenn Behörde oder Betreiber eine Brandsicherheitswache verlangen
So arbeitet unser Brandposten
Vor Beginn sehen wir uns gemeinsam mit Ihnen den Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten an, den Ihr Betrieb oder die Bauleitung ausstellt. Darin stehen Arbeitsbereich, Schutzmaßnahmen und die Dauer der Nachbeobachtung. Unser Brandposten prüft, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist und ob Löschmittel griffbereit sind.
Während der Arbeit beobachtet er Funkenflug, auch hinter Wänden und in darunterliegenden Geschossen. Nach Arbeitsende kontrolliert er Fugen, Balkenköpfe, Kabelkanäle und Dämmung. Die Zeiten von Beginn, Ende und Nachkontrolle werden schriftlich festgehalten und Ihnen übergeben.
Wird in Hallen mit laufendem Betrieb gearbeitet, sprechen wir vorher mit der Schichtleitung ab, welche Bereiche gesperrt werden und wer im Notfall die Feuerwehr alarmiert. Bei Rauchmeldern, die für die Dauer der Arbeiten abgeschaltet werden, notiert der Brandposten Uhrzeit und Bereich und achtet darauf, dass sie anschließend wieder in Betrieb gehen.
Entdeckt er Glut oder Rauch, löscht er mit den bereitstehenden Mitteln, setzt den Notruf ab und weist die Feuerwehr am Zugang ein. Kleinere Ereignisse, etwa ein angesengter Balken, werden ebenfalls festgehalten, damit Sie für Versicherung und Bauakte einen Nachweis haben.
Personal und Planung
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Brandwachen in Woltmershausen planen wir aus der Niederlassung Bremen, kurzfristige Einsätze bei verschobenen Arbeiten sind nach Absprache möglich. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden in den Umgang mit Feuerlöschern eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr zu Brandwachen im ganzen Land finden Sie auf der Seite Brandwache in Bremen. Für Hallen gegenüber in Gröpelingen planen wir genauso.
Was eine Brandwache kostet
Brandwachen werden nach Stunden abgerechnet, einschließlich der Nachbeobachtung nach Ende der Heißarbeiten. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Höher liegt der Betrag, wenn Arbeiten nachts oder am Wochenende stattfinden, etwa um den Betrieb einer Halle nicht zu unterbrechen; niedriger, wenn ein Brandposten tagsüber über mehrere Tage am selben Ort bleibt.
Allgemeines zum Stadtteil steht auf der Seite Sicherheitsdienst Bremen-Woltmershausen.


