Viel historisches Holz auf engem Raum
Das Museumsdorf Cloppenburg gehört zu den ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. Auf rund 20 Hektar stehen mehr als 50 Gebäude aus dem 16. bis frühen 20. Jahrhundert, die aus ganz Niedersachsen hierher versetzt wurden. Darunter sind die Wehlburg von 1750, der Quatmannshof von 1805, das Gulfhaus Awick von 1822, die Dorfschule aus Renslage von 1751 und mehrere Mühlen: eine Bockwindmühle um 1638, eine Holländerwindmühle von 1764, eine Kokermühle von 1879 und eine Rossmühle von 1868.
Dass ein Feuer große Verluste anrichten kann, hat das Museum selbst erfahren. Im Juli 2021 brannte ein Depotgebäude in Varrelbusch und zerstörte einen großen Teil der Sammlung zur Nachkriegszeit. Auch in der Innenstadt stehen ältere Bauten mit viel Holz im Dachwerk, etwa die barocke Hallenkirche St. Andreas von 1728 und die evangelische Kirche, die 1857 geweiht wurde.
Hinzu kommt der Wallfahrtsort Bethen in der gleichnamigen Ortschaft mit seiner Kirche von 1927, die 1977 zur Basilika erhoben wurde. In solchen Bauten sind Arbeiten an Dach, Turm oder Leitungen selten Routine und verlangen besondere Sorgfalt beim Brandschutz.
Wann eine Brandwache in Cloppenburg gebraucht wird
Eine Brandwache ist immer dann sinnvoll, wenn eine Zündquelle auf brennbares Material trifft oder der übliche Brandschutz vorübergehend fehlt. Typische Anlässe in der Stadt:
- Dach- und Zimmererarbeiten an Fachwerkgebäuden und historischen Dachstühlen, bei denen gelötet, geflämmt oder getrennt wird.
- Schweiß- und Schleifarbeiten in Metallbau, CNC-Fertigung und Instandhaltung in Emstekerfeld und im Gewerbepark West.
- Bühnenauf- und -abbau sowie Veranstaltungen in der Münsterlandhalle, die um 1929/30 entstand und 1959 erweitert wurde.
- Arbeiten in Kirchen wie St. Andreas, St. Augustinus oder der Wallfahrtskirche in Bethen, etwa an Orgel, Elektrik oder Dachstuhl.
- Ausfall oder Abschaltung der Brandmeldeanlage während Umbau oder Wartung.
Brandwache bei Heißarbeiten
Bei Schweiß-, Schneid-, Löt- und Trennarbeiten fliegen Funken weiter, als man denkt, und Glutnester können in Holzbalken, Dämmung oder Dachdeckung stundenlang unbemerkt bleiben. Deshalb verlangen Erlaubnisscheine für feuergefährliche Arbeiten in der Regel eine Brandwache während der Arbeiten und eine Nachkontrolle danach. Viele Versicherer schreiben das ebenfalls vor.
Unsere Kraft prüft vor Beginn, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist und ob geeignete Feuerlöscher bereitstehen. Während der Arbeiten beobachtet sie den Funkenflug, auch in angrenzenden Räumen und auf der Rückseite von Wänden. Nach Ende der Heißarbeit bleibt sie für die vereinbarte Nachkontrollzeit vor Ort und sucht Decken, Fugen und Hohlräume gezielt nach Glutnestern ab.
Brandwache bei Veranstaltungen und technischen Ausfällen
In Versammlungsstätten kann die Feuerwehr oder die Bauaufsicht eine Brandsicherheitswache verlangen. Wo dies durch die Feuerwehr selbst geschehen muss, ersetzen wir sie nicht. Für Veranstalter übernehmen wir aber ergänzende Aufgaben: Rettungswege freihalten, Notausgänge kontrollieren, Dekoration auf Abstand zu Scheinwerfern prüfen und beim Abbau auf Glimmbrände achten.
Fällt in einem Gebäude die Brandmeldeanlage aus, etwa während eines Umbaus, sichert eine Brandwache mit regelmäßigen Rundgängen die Zeit bis zur Wiederinbetriebnahme. Jeder Rundgang wird mit Uhrzeit protokolliert, damit Sie gegenüber Versicherung und Behörde einen Nachweis haben.
Personal, Ausrüstung und Planung
Unsere Brandwachen haben die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor jedem Einsatz in Objekt, Löschmittel und Meldewege eingewiesen. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Geplant werden Einsätze in Cloppenburg aus unserer Niederlassung Bremen; ein eigenes Büro in der Stadt haben wir nicht.
Mehr zum Leistungsumfang lesen Sie auf der Seite Brandwachen. Für Arbeiten an mehreren Standorten im Oldenburger Münsterland, zum Beispiel auch in Vechta, stimmen wir die Einsätze gemeinsam ab.
Kosten einer Brandwache
Eine Brandwache wird meist nur für einige Stunden oder Tage gebraucht. Als Richtwert gilt ein Rahmen von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den größten Einfluss haben die Uhrzeiten: Heißarbeiten am Abend mit anschließender Nachkontrolle in die Nacht hinein oder eine Wache am Wochenende liegen höher als ein kurzer Einsatz werktags.
Bei längerem Ausfall einer Brandmeldeanlage sprechen wir einen Tages- oder Wochenplan ab. Das Angebot erhalten Sie, sobald Art, Dauer und Ort der Arbeiten feststehen.


