Eine Stadt mit Brandgeschichte
Oldenburg hat erlebt, was ein Feuer anrichtet. Im Juli 1676 vernichtete ein Stadtbrand große Teile der Altstadt; das Degodehaus gehört zu den wenigen Bauten, die damals stehen blieben. Im November 1891 brannte das Theater am Theaterwall vollständig nieder, vermutlich ausgelöst durch ein Feuerwerk im Zuschauerraum. Der heutige neubarocke Bau wurde 1893 eröffnet und steht unter Denkmalschutz.
Solche Häuser werden heute laufend instand gehalten. Dabei entstehen genau die Situationen, für die eine Brandwache gedacht ist: Arbeiten mit Flamme und Funken in Gebäuden mit viel Holz, Textil und schwer zugänglichen Hohlräumen.
Wann in Oldenburg eine Brandwache gebraucht wird
Die folgenden Orte zeigen, wo Brandwachen typischerweise anfallen. Genannt sind Gebäude und Anlässe, keine Auftraggeber:
- Oldenburgisches Staatstheater: Großes Haus mit bis zu 577 Sitzplätzen, Kleines Haus und die Exerzierhalle am Pferdemarkt. Für Brandschutzumbauten musste das Ensemble 2017/18 in ein Zelt am Theaterhafen ausweichen.
- Lambertikirche am Markt: klassizistische Rotunde hinter neugotischer Fassade, Hauptturm 86 Meter, zuletzt 2007 bis 2009 saniert.
- Schloss Oldenburg: Sitz des Landesmuseums mit historischen Räumen wie dem Idyllenzimmer und dem Schlosssaal.
- Weser-Ems-Hallen: Messe- und Konzertbetrieb in Donnerschwee mit Kapazität für mehr als 23.000 Besucher, dazu derzeit Abriss und Neubau des Kongressteils.
- Osthafen und Hafen Dalbenstraße: Umschlaggeräte und Hallen, an denen bei Wartung geschweißt und getrennt wird.
Brandwache bei Heißarbeiten
Schweißen, Trennschleifen, Löten oder Abflammen von Dachbahnen sind Heißarbeiten. In Holzdachstühlen und hinter Verkleidungen können Funken unbemerkt weiterglimmen und erst Stunden später ein Feuer auslösen. Deshalb verlangen Versicherer und Betreiber häufig eine Brandwache während der Arbeiten und eine Nachkontrolle danach.
Unsere Kraft steht dabei nicht neben dem Schweißer, um zuzusehen, sondern übernimmt klare Aufgaben:
- Prüfen, ob brennbare Stoffe im Umkreis entfernt oder abgedeckt sind
- Beobachten von Funkenflug, auch in Nachbarräume und Hohlräume
- Bereithalten der vom Auftraggeber gestellten Löschmittel
- Nachkontrolle nach Ende der Arbeiten in der vereinbarten Dauer
- Eintrag in den Erlaubnisschein und Bericht an die Bauleitung
Besonders aufmerksam sind wir in Bauten mit wenigen Zugängen und großen Raumhöhen. In der Rotunde der Lambertikirche oder unter der Kuppel des Theaters steigt Rauch zuerst nach oben und wird vom Boden aus spät bemerkt. Deshalb legen wir vor Beginn fest, von welchen Punkten aus der Arbeitsbereich und die darüberliegenden Ebenen einsehbar sind, wo die nächste Treppe nach oben führt und wer im Haus über Schlüssel zu Dachboden und Technikräumen verfügt.
Im Hafen gilt anderes: Dort wird im Freien an Stahl gearbeitet, Wind trägt Funken weit, und in der Nähe lagern Getreide, Futtermittel oder Schrott. Unsere Kraft achtet auf die Windrichtung und darauf, dass Schüttgut außerhalb der Reichweite bleibt.
Brandwache bei Veranstaltungen und Ausfällen
Auch ohne Baustelle kann eine Brandwache nötig sein. Fällt in einem Saal die Brandmeldeanlage aus oder wird sie für einen Umbau abgeschaltet, muss das Gebäude bis zur Wiederinbetriebnahme anders überwacht werden. Gleiches gilt bei Bühnenaufbauten mit Pyrotechnik, offenen Flammen oder viel Dekoration, etwa in Hallen der Weser-Ems-Hallen oder bei Inszenierungen im Theater.
Hier begehen unsere Kräfte das Gebäude in festen Abständen, halten Notausgänge und Rettungswege frei und alarmieren im Ernstfall nach dem Alarmplan des Hauses. Beim Kramermarkt im Herbst und beim Stadtfest Ende August kommen Fahrgeschäfte, Stände und Stromverteiler hinzu, die ebenfalls im Blick bleiben.
Personal und Planung
Oldenburg liegt in unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro in der Stadt haben wir nicht. Planung und Vertretung laufen über die Niederlassung Bremen. Unsere Brandwachen haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor jedem Einsatz in Objekt, Alarmplan und Löschmittel eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Grundlagen und Abgrenzungen finden Sie unter Brandwachen, weitere Orte im Land unter Brandwache in Niedersachsen und alle Leistungen für die Stadt unter Sicherheitsdienst Oldenburg.
Was eine Brandwache kostet
Brandwachen sind oft kurzfristig und reichen in den Abend oder die Nacht hinein, wenn Heißarbeiten außerhalb der Öffnungszeiten eines Museums oder Theaters stattfinden. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Höher liegt der Preis bei Nacht-, Sonn- und Feiertagseinsätzen sowie bei sehr kurzer Vorlaufzeit.
Die Dauer der Nachkontrolle legen wir vorher fest, damit Sie den Aufwand genau einplanen können.


