Eine Kirche, die schon einmal abgebrannt ist
Die Katharinenkirche im Hauptort zeigt, warum Brandschutz an alten Gebäuden ernst zu nehmen ist. Nach einem Großbrand im Jahr 1588 wurde das Kirchenschiff komplett neu errichtet, teils mit Spenden aus den Nachbargemeinden. Beim Umbau zur Hofkirche 1753 erhielt der Turm einen Fachwerkaufsatz, der Dachstuhl wurde als Mansarddach erneuert. 1994 legte man das Fachwerk am Turm wieder frei. Im Inneren gibt es drei Emporenreihen, die Orgel stammt von 1938.
Ähnlich sieht es an anderen Gebäuden der Gemeinde aus. Das Obergeschoss von Schloss Gerstungen ist in Fachwerk gebaut, vermutlich 1796. Den Turm der Kirche St. Hubertus in Marksuhl begannen Baumeister um 1454. Das Renaissanceschloss in Marksuhl stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Werden an solchen Bauten Dachrinnen gelötet, Bleche geschweißt oder Stahlteile getrennt, kann ein Funke tagelang unbemerkt in einem Hohlraum glimmen.
Wo in Gerstungen eine Brandwache gebraucht werden kann
Belegt sind in der Gemeinde unter anderem diese Gebäude und Anlässe:
- Katharinenkirche Gerstungen mit Fachwerkturm, Mansarddach und hölzernen Emporen
- Schloss Gerstungen mit Fachwerk-Obergeschoss und dem Werratalmuseum
- Kirche St. Hubertus und Renaissanceschloss in Marksuhl
- Schloss Wilhelmsthal mit dem Telemann-Saal von 1714, dessen Innenräume seit 2020 saniert werden
- Werkhallen in den Gewerbegebieten Im Meilesfelde, Auf der Höhe und Auf der Aue bei Instandhaltung und Umbau
- Kirmesfeuer in Lauchröden und die Weihnachtsbaumverbrennung an der Schlossparkschule Marksuhl
Telemann-Saal und Denkmalpflege
Der ovale Fest- und Konzertsaal in Wilhelmsthal wurde 1714 eingeweiht und gilt als einer der ältesten frei stehenden Konzertsäle Europas. Zwischen 1716 und 1725 wurden dort Werke von Georg Philipp Telemann uraufgeführt. Seit die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten die Anlage 2009 übernommen hat, wird sie Schritt für Schritt gesichert: 2015 bekam der südliche Teil des Neuen Schlosses ein neues Dach und neue Fenster, seit 2020 läuft die Innensanierung des Saals, dessen Stuckdecke als einsturzgefährdet galt.
Bei solchen Arbeiten ist eine Brandwache kein Formalismus. Restauratoren, Dachdecker und Metallbauer arbeiten nebeneinander, Gerüste, Abdeckplanen und Holzverkleidungen bringen zusätzliche Brandlast. Wir stimmen uns mit Bauleitung und Denkmalpflege ab, wo Heißarbeiten stattfinden, und bleiben nach Arbeitsende so lange vor Ort, wie es der Erlaubnisschein vorsieht.
Was die Brandwache konkret tut
Während der Arbeiten beobachtet die Brandwache den Bereich um die Arbeitsstelle, hält Löschmittel griffbereit und achtet darauf, dass brennbares Material abgedeckt oder entfernt ist. Nach Arbeitsende kontrolliert sie in festen Abständen Fugen, Balkenköpfe, Dämmung und Hohlräume, auch in Räumen unter oder neben der Arbeitsstelle. Jeder Kontrollgang steht mit Uhrzeit im Bericht.
In Werkhallen fällt eine Brandwache vor allem bei Umbauten und Wartung an, wenn in laufenden oder ruhenden Anlagen geschweißt und getrennt wird. Bei Brauchtumsfeuern wie dem Verbrennen der Strohpuppe zum Ende der Lauchröder Kirmes oder der Aktion Knut im Januar sorgen wir für genügend Abstand der Zuschauer, beobachten den Funkenflug und kontrollieren am Ende, ob die Glut wirklich aus ist.
Vor dem Einsatz werden unsere Kräfte vor Ort in die Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen.
Vorhabenbezogen in Thüringen
Unsere Kernregion liegt im Norden, ein Büro in Thüringen haben wir nicht. Eine Brandwache in Gerstungen übernehmen wir vorhabenbezogen, wenn wir den Zeitraum der Arbeiten verlässlich besetzen können. Bei Restaurierungen, die über Wochen laufen, planen wir feste Kräfte, die das Gebäude kennen.
Brandwachen stellen wir mit Personal, das die Sachkundeprüfung oder die Unterrichtung nach § 34a GewO abgelegt hat; unsere Organisation trägt die Zertifikate DIN 77200 und ISO 9001. Anfragen nehmen wir an jedem Tag und zu jeder Uhrzeit unter +49 4321 78 33 590 entgegen. Mehr dazu auf Brandwachen, Brandwache in Thüringen und Sicherheitsdienst Gerstungen.
Was eine Brandwache in Gerstungen kostet
Für eine Brandwache bewegt sich der Richtwert im Rahmen von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den größten Einfluss hat die Dauer der Nachkontrolle: Reicht eine Stunde nach Arbeitsende, bleibt der Aufwand gering; verlangt der Erlaubnisschein eine Wache bis in die Nacht oder über das Wochenende, steigen die Stunden mit Nachtanteil. Bei mehrwöchigen Arbeiten an einem Denkmal lohnt sich ein fester Plan statt einzelner Abrufe.


