Kirchen, die mehrfach neu aufgebaut wurden
Die Baugeschichte von Grünstadt zeigt, wie viel Holz in ihren Kirchen steckt. Die Martinskirche geht auf einen spätgotischen Bau von 1493 bis 1520 zurück, wurde 1689 fast vollständig zerstört, erhielt 1726 bis 1736 ein neues Langhaus und 1743 einen erhöhten Turm. 1942 brannte sie aus; der Wiederaufbau begann 1951, der Turmhelm folgte 1963. Mit 60 Metern ist der Turm heute das höchste Bauwerk der Stadt.
Ähnlich alt sind andere Gebäude im Zentrum. Bei Dach-, Fassaden- und Installationsarbeiten an ihnen gehört eine Brandwache oft zur Auflage. Zu den Bauten mit hohem Holzanteil oder Denkmalschutz zählen:
- die evangelische Martinskirche mit Gruft der Grafen von Leiningen-Westerburg
- die katholische Pfarrkirche St. Peter, die frühere Kapuzinerkirche, geweiht 1717
- die reformierte Friedenskirche in der Neugasse von 1740
- die erhaltene barocke Synagoge
- Schloss Oberhof, heute Stadtbücherei, und der Leininger Unterhof
- die Alte Lateinschule und die frühere Gesangbuchfabrik im Jugendstil
Heißarbeiten an Kirchendach und Turm
Löten an Kupferdächern, Schweißen an Glockenstühlen oder Trennen von Stahlteilen im Dachstuhl sind die typischen Fälle. Funken fallen in Fugen, Glut kann in Balken, Dämmung oder alten Staubschichten weiterglimmen und erst Stunden später sichtbar werden. Deshalb verlangt der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten in der Regel eine Brandwache während der Arbeit und eine Nachkontrolle danach.
Unsere Kraft steht neben dem Arbeitsplatz, hält Löschmittel bereit, deckt brennbare Teile ab oder lässt sie entfernen und achtet auf Funkenflug in angrenzende Räume. Nach Ende der Arbeiten bleibt sie für die festgelegte Zeit, prüft Bauteile von Hand und mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, und meldet erst dann frei. Vor dem Einsatz wird sie in die Löschmittel vor Ort eingewiesen.
Gewerbe, Kellerei und Halle
Im Gewerbegebiet an der A 6 arbeiten Handwerksbetriebe, Hersteller und Großmärkte, deren Hallen regelmäßig umgebaut, erweitert oder repariert werden. Schweißarbeiten an Regalen, Toren oder Dachkonstruktionen finden oft am Wochenende statt, wenn der Betrieb ruht und niemand sonst in der Halle ist. Gerade dann braucht es jemanden, der hinsieht.
In Weingütern und Kellereien lagern Holzfässer, Kartonagen, Paletten und Etiketten auf engem Raum. Werden Edelstahltanks angeschweißt, Rohrleitungen umgebaut oder Kelterhäuser saniert, liegt brennbares Material oft nur wenige Meter vom Arbeitsplatz entfernt. Wir stimmen die Brandwache mit dem Betrieb und der Firma ab, die die Arbeiten macht, damit Lese und Abfüllung möglichst wenig gestört werden.
Auch Neubauten können eine Brandwache brauchen. Im Baugebiet „In der Bitz“ entstehen neben Wohnhäusern Gewerbebauten, an denen Dachdecker Bitumenbahnen mit offener Flamme verschweißen. Holzschalung, Dämmplatten und Verpackungsfolie liegen dabei oft direkt neben dem Brenner. Unsere Kraft bleibt auf dem Dach oder am Gerüstfuß, bis die letzte Bahn verlegt und die Nachkontrolle erledigt ist.
Säle und Feste
Im Weinstraßen Center am Luitpoldplatz finden Konzerte, Tagungen und Feiern mit Bühnentechnik statt. Je nach Veranstaltung und Auflage kann dort eine Brandsicherheitswache verlangt werden; ob sie von der Feuerwehr gestellt werden muss oder von einem Dienstleister übernommen werden darf, legt die zuständige Stelle fest. Wo das zulässig ist, übernehmen wir Kontrolle der Notausgänge, Freihalten der Fluchtwege und die Begehung nach Veranstaltungsende.
Beim Weinfest auf dem Luitpoldplatz, bei den Kerwen in Asselheim und Sausenheim und beim Weihnachtsmarkt am Alten Rathaus stehen Gasgrills, Heizstrahler und Stromverteiler dicht bei Holzständen. Eine Kraft, die abends Feuerlöscher, Kabelwege und abgeschaltete Geräte prüft, verringert das Risiko über Nacht.
Vorhabenbezogen geplant, sauber dokumentiert
Brandwachen in Rheinland-Pfalz stellen wir vorhabenbezogen, ohne eigenes Büro im Land. Nach Ihrer Anfrage klären wir, ob wir den Termin und mögliche Verschiebungen mit eigenen Kräften abdecken können, und bestätigen dann verbindlich.
Vor Ort gibt es eine Einweisung durch Sie oder den Verantwortlichen der Arbeiten. Wir halten Beginn, Ende, Nachkontrolle und Auffälligkeiten schriftlich fest und übergeben das Protokoll. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Was eine Brandwache in Grünstadt kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben der Nachtanteil, die Länge der Nachkontrolle und die Frage, ob an Sonn- und Feiertagen gearbeitet wird. Eine kurze Lötarbeit an einem Werktag mit einer Stunde Nachkontrolle ist anders zu rechnen als eine mehrtägige Dachsanierung mit Wache bis in den Abend.
Mehr zur Brandwache im ganzen Land steht unter Brandwache in Rheinland-Pfalz, Allgemeines zur Stadt unter Sicherheitsdienst Grünstadt.


