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Brandwache in Eppendorf:Wo alte Balken Funken fürchten

Eppendorf hat Kirchen aus dem Mittelalter, Bauten von Fritz Schumacher und viele Holzbalkendecken. Wer dort schweißt, trennt oder lötet, braucht jemanden, der nur auf das Feuer achtet.

Hamburg · ISO 9001 · DIN 77200

Ein Stadtteil mit empfindlicher Bausubstanz

Kaum ein Hamburger Stadtteil hat eine so lange Geschichte wie Eppendorf, das schon 1140 als Eppenthorp erwähnt wird. Die Kirche St. Johannis an der Alster geht auf das Jahr 1267 zurück. St. Anschar wurde 1889 gebaut und steht unter Denkmalschutz, ebenso die Grundschule St. Nikolai an der Robert-Koch-Straße. Auf dem Klinikgelände stehen Gebäude von Fritz Schumacher wie das Erika-Schwesternhaus und das Haus des Medizinhistorischen Museums mit seinem denkmalgeschützten Sektionssaal. Auch das Holthusenbad an der Kellinghusenstraße stammt aus Schumachers Feder.

Solche Häuser haben Dachstühle aus Holz, Hohlräume hinter Verkleidungen, alte Leitungswege und oft keine durchgehenden Brandabschnitte. Ein Funke, der bei Trenn- oder Schweißarbeiten in eine Fuge fällt, kann dort stundenlang glimmen, bevor er bemerkt wird.

Wann in Eppendorf eine Brandwache gebraucht wird

Die Anlässe unten sind typisch für einen dicht bebauten Altbaustadtteil mit Klinik, Kirchen und Bühnen:

  • Dacharbeiten mit Brenner oder Heißluft an Kirchen, Stiften und Gründerzeithäusern
  • Schweiß- und Trennarbeiten an Leitungen in Kellern und Technikräumen von Altbauten
  • Umbauten in denkmalgeschützten Klinikgebäuden während des laufenden Betriebs
  • Arbeiten in Spielstätten wie Alma Hoppes Lustspielhaus oder im Röhrenbunker an der Tarpenbekstraße
  • Ausfall oder Abschaltung einer Brandmeldeanlage während einer Sanierung
  • Arbeiten in Saunen und Technikbereichen eines Bades

Was eine Brandwache bei Heißarbeiten tut

Vor Beginn der Arbeiten sieht sich unsere Kraft den Bereich an: Wo liegen brennbare Stoffe, wohin können Funken fliegen, wo verlaufen Hohlräume? Sie prüft, ob Abdeckungen liegen, ob Löschmittel in Reichweite sind und ob die Fluchtwege frei bleiben. Erst wenn das geklärt und im Erlaubnisschein vermerkt ist, wird gearbeitet.

Während der Arbeit hat die Brandwache nur eine Aufgabe: beobachten. Sie steht mit dem Feuerlöscher bereit, achtet auf Funkenflug auch auf der anderen Seite von Wänden und Decken und unterbricht die Arbeiten, wenn Gefahr droht. Ein entstehendes Feuer bekämpft sie sofort und alarmiert die Feuerwehr.

Nach dem Ende der Heißarbeiten folgt die Nachkontrolle. Bei Holzkonstruktionen dauert sie oft mehrere Stunden, weil Glutnester erst spät sichtbar werden. Unsere Kraft prüft in festen Abständen mit Blick und Hand, bei Bedarf mit Wärmebildkamera, und hält jede Runde im Protokoll fest.

Ersatz für eine abgeschaltete Brandmeldeanlage

Bei Sanierungen müssen Brandmelder oft für Tage abgedeckt oder ganze Meldergruppen abgeschaltet werden, weil Staub sonst Fehlalarme auslöst. In Gebäuden, in denen Menschen schlafen, gepflegt werden oder sich in großer Zahl versammeln, braucht es für diese Zeit eine Ersatzmaßnahme. Häufig ist das eine Brandwache, die die betroffenen Bereiche regelmäßig begeht und bei Rauch oder Brandgeruch sofort Alarm auslöst.

Wie lange und in welchen Abständen kontrolliert wird, legt der Betreiber zusammen mit seinem Brandschutzbeauftragten fest. Wir richten den Dienstplan danach aus und können auch über Nacht und am Wochenende besetzen.

Personal und Einsatzplanung

Hamburg zählt zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir vom Hauptsitz in Neumünster aus mit Kräften aus dem eigenen Personalstamm; ein Büro in Eppendorf haben wir nicht. Unsere Brandwachen sind in der Bedienung von Feuerlöschern unterwiesen, kennen die Abläufe nach einem Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO.

Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Für Arbeiten in Nachbarstadtteilen wie Winterhude gilt dieselbe Planung.

Kosten einer Brandwache

Für Brandwachen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Kurze Einsätze während einzelner Heißarbeiten am Tag liegen meist im unteren Bereich, mehrtägige Ersatzmaßnahmen mit Nachtanteil und Wochenendstunden eher im oberen. Auch die Dauer der Nachkontrolle nach dem letzten Funken zählt mit, denn sie ist bei Holzbauten oft länger als die Arbeit selbst.

Ein Angebot bekommen Sie kurzfristig nach Angabe von Ort, Zeitraum und Art der Arbeiten. Einen Überblick über den Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Eppendorf, für ganz Hamburg unter Brandwache Hamburg.

Häufige Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet

Stellen Sie eine Brandwache für Dacharbeiten an einer Kirche in Eppendorf?+

Ja. Wir sind während der Heißarbeiten vor Ort, kontrollieren Dachstuhl und Hohlräume und übernehmen die Nachkontrolle, bis keine Glutgefahr mehr besteht.

Wie lange dauert die Nachkontrolle nach Schweißarbeiten?+

Das legt der Erlaubnisschein fest. Bei Holzkonstruktionen in Altbauten sind mehrere Stunden üblich, weil Glutnester verzögert entstehen können.

Können Sie die Brandmeldeanlage während einer Sanierung ersetzen?+

Wir können als Ersatzmaßnahme die betroffenen Bereiche regelmäßig begehen. Umfang und Abstände legen Sie mit Ihrem Brandschutzbeauftragten fest, wir besetzen danach auch nachts.

Arbeiten Sie auch in denkmalgeschützten Klinikgebäuden?+

Ja. Wir stimmen uns mit Haustechnik und Bauleitung ab, halten die Wege für den Klinikbetrieb frei und dokumentieren jede Kontrolle.

Wie schnell ist eine Brandwache in Eppendorf vor Ort?+

Bei planbaren Arbeiten nach Absprache zum gewünschten Termin. Bei kurzfristigem Bedarf melden Sie sich telefonisch, und wir prüfen sofort, welche Kraft verfügbar ist.

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Sagen Sie uns, wo und wann gearbeitet wird. Wir stellen eine Kraft, die nur auf den Brandschutz achtet.