Wo in Haßloch Funken auf Holz treffen
Haßloch ist reich an erhaltenen Hofanlagen. Die Denkmalliste des Landes verzeichnet Dutzende Dreiseit- und Hakenhöfe aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert, dazu Kirchen mit Bauteilen aus dem Mittelalter. Wer an solchen Bauten Dachrinnen lötet, Bleche schweißt, Bitumenbahnen flämmt oder mit dem Trennschleifer arbeitet, braucht eine Brandwache, die nur auf Funken und Glutnester achtet.
Die Übersicht zeigt Bauten, an denen solche Arbeiten typischerweise anfallen. Sie nennt keine Auftraggeber von Staffsec:
- Protestantische Christuskirche in der Langgasse 76: Turmgeschoss aus dem 14. Jahrhundert, Saalbau bezeichnet 1752, Glockengeschoss von 1902
- Protestantische Lutherkirche in der Schillerstraße 1, ein barocker Saalbau von 1729/30
- Altes Rathaus in der Rösselgasse von 1784 mit Walmdach und zwiebelbekröntem Dachreiter
- Ältestes Haus in der Gillergasse 11 mit Wohnhaus von 1599 und Fachwerkscheune von 1742
- barockes Fachwerkhaus in der Pfarrgasse 22, bezeichnet 1709
- Fronmühle und Sägmühle südlich des Orts mit Scheunen und Mühlenbauten
Kirchtürme und Dachstühle
Bei der Christuskirche ruht ein neuromanisches Glockengeschoss auf einem Turmunterbau, der über sechshundert Jahre alt ist. In solchen Türmen stecken Glockenstühle, Treppen und Dachhölzer, die über Generationen ausgetrocknet sind. Klempner- und Kupferarbeiten an Turmhelm und Rinnen gehören zur Bauunterhaltung, ebenso Arbeiten an der Glockentechnik.
Unsere Brandwache steht während der Arbeiten neben der Fachkraft, hält Löschmittel griffbereit, achtet auf Funkenflug in Fugen und Hohlräume und schaut nach jedem Arbeitsschritt in die Bereiche unter und hinter der Arbeitsstelle. Nach Ende der Heißarbeiten bleibt sie für die im Erlaubnisschein festgelegte Nachkontrolle vor Ort und geht dabei auch angrenzende Räume und den Dachboden ab.
Nicht jede Kirche im Ort ist alt, aber jede hat ihr eigenes Risiko. Die katholische Pfarrkirche St. Gallus in der Rösselgasse bewahrt eine Grabplatte von 1410 und barocke Figuren aus dem Vorgängerbau, also Ausstattung, die bei Arbeiten im Innenraum abgedeckt und geschützt werden muss. St. Ulrich in der St.-Ulrich-Straße ist ein Ziegelbau von 1958/59 mit trapezförmigem Grundriss; bei Bauten dieser Zeit sind Dachabdichtungen eine häufige Stelle für Flämmarbeiten.
Hofscheunen: Stroh, Holz und enge Höfe
Die Haßlocher Höfe folgen einem Muster: Wohnhaus an der Straße, Torfahrt, dahinter Hof und Scheune, oft mit Fachwerk und hölzernen Zwischendecken. Werden Scheunen zu Wohnungen ausgebaut oder Dächer neu eingedeckt, kommen Schweiß- und Flämmarbeiten nah an altes Holz, Reste von Heu oder Stroh und Dämmstoffe. Weil die Höfe eng aneinandergebaut sind, kann ein Brand schnell auf das Nachbaranwesen übergreifen.
Vor Arbeitsbeginn räumen wir gemeinsam mit dem Handwerksbetrieb brennbares Material aus dem Gefahrenbereich oder decken es ab und prüfen, wo Funken durch Ritzen in Nachbarräume fallen können. Während der Arbeit halten wir den Blick auf diese Stellen; danach kontrollieren wir in Abständen, bis die Nachkontrolle laut Erlaubnisschein abgeschlossen ist.
Hallen und Betriebe mit laufender Produktion
Auch in der Industrie fallen Heißarbeiten an. Ardagh Metal Packaging fertigt in Haßloch Dosenkörper aus Aluminium; in solchen Werken werden Anlagen gewartet, Rohrleitungen geschweißt oder Stahlbauten ergänzt, oft während einer geplanten Stillstandszeit. Dazu kommen Gewerbehallen in den Gebieten Nördlich des Bahndammes und Am Obermühlpfad sowie Werkstätten im Freizeitpark, in denen Fahrgeschäfte überholt werden.
In Hallen achten wir besonders auf Staub- und Ölablagerungen, Verpackungsmaterial und Kabeltrassen über der Arbeitsstelle. Die Brandwache kennt vor Beginn die Fluchtwege, die Standorte der Feuerlöscher und den Weg zum nächsten Brandmelder und ist vor Ort eingewiesen. Bei Rauch oder Brandgeruch alarmiert sie sofort die Feuerwehr und informiert Ihre Schichtleitung.
Organisation und Qualifikation
In Rheinland-Pfalz stellen wir Brandwachen vorhabenbezogen; unsere Planung sitzt im Norden, ein Büro im Land unterhalten wir nicht. Bei kurzen Einsätzen prüfen wir deshalb besonders genau, ob Anreise und Einsatzdauer im Verhältnis stehen, und sagen offen, wenn ein Termin nicht zu halten ist.
Grundlage jedes Einsatzes ist der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, den der Auftraggeber oder sein Sicherheitsbeauftragter ausstellt; darin stehen Arbeitsbereich, Schutzmaßnahmen und Dauer der Nachkontrolle. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden für das Objekt eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 jederzeit erreichbar.
Kosten einer Brandwache
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Arbeitstage, die Länge der Nachkontrolle und ob nachts, am Wochenende oder während eines Produktionsstillstands gearbeitet wird. Eine Nachkontrolle, die bis in die Abendstunden reicht, rechnen wir mit ein.
Was wir landesweit anbieten, steht unter Brandwache in Rheinland-Pfalz. Allgemeines zum Ort finden Sie bei Sicherheitsdienst Haßloch, Altbauten im Nachbarort bei Speyer.


