Wo in Herne Brandwachen gebraucht werden
Eine Brandwache wird immer dann nötig, wenn bei Arbeiten Funken, Flammen oder heiße Teile entstehen und in der Nähe etwas Feuer fangen kann. In Herne betrifft das zum einen die Industrie: An der Magdeburger Straße betreibt Evonik Anlagen der Isophoron-Chemie, auf dem früheren Shamrock-Gelände arbeitet INEOS Solvents, und in Baukau steht das Kraftwerk der Steag. Bei Revisionen und Umbauten wird dort geschweißt und getrennt, oft in der Nähe von Leitungen, Tanks und Isolierungen.
Zum anderen hat die Stadt eine Reihe alter und besonderer Gebäude, in denen Heißarbeiten heikel sind. Wer dort ein Dach saniert, eine Leitung erneuert oder Stahlteile einbaut, braucht neben dem Handwerker eine Person, die ausschließlich auf das Feuer achtet.
Gebäude und Anlagen mit besonderem Brandrisiko
Beispiele aus dem Stadtgebiet, bei denen eine Brandwache typischerweise gefordert wird:
- Flottmann-Hallen, 1908 nach Plänen von Georg Schmidtmann und Julius Klemp gebaut und denkmalgeschützt, heute Kultur- und Veranstaltungsort
- Schloss Strünkede in Baukau, mit einer Schlosskapelle aus dem 13. Jahrhundert und einem Südflügel, für dessen Dach das Holz 1663 geschlagen wurde
- Rathaus Herne von 1912, seit 1985 Baudenkmal
- Akademie Mont-Cenis, deren Innenbau aus 56 Fichtenstämmen unter einer 176 Meter langen Glashülle steht
- Evonik an der Magdeburger Straße und INEOS Solvents mit Anlagen der Chemie
- Kraftwerk Herne mit Gas-und-Dampf-Anlage und Kohleblock
Dazu kommen Großbaustellen wie der Hochschulcampus im Funkenbergquartier und die neue Feuer- und Rettungswache am Florianweg, auf denen viele Gewerke gleichzeitig arbeiten und Dämmstoffe, Folien und Holz offen herumliegen.
Im Kraftwerk Baukau zeigt sich, wie unterschiedlich die Anlässe sein können. Die Gas-und-Dampf-Anlage liefert seit 2022 Strom und Fernwärme, der ältere Kohleblock 4 wurde von der Bundesnetzagentur bis Ende März 2027 als systemrelevant eingestuft, seine Kohle kommt per Schiff über den Kanal. Arbeiten an Bandanlagen, Kesseln oder Rohrleitungen fallen dort neben einem laufenden Betrieb an. In Wohnquartieren wie der früheren Zechensiedlung Teutoburgia in Börnig, die aufwendig restauriert wurde, geht es dagegen um Dachrinnen, Gauben und Bitumenbahnen, die mit offener Flamme verlegt werden.
Was unsere Brandwache vor Ort tut
Vor Beginn sehen wir uns mit dem Ausführenden den Arbeitsbereich an: Sind brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt, Öffnungen zu Nachbarräumen verschlossen, Rauchmelder nach Absprache abgeschaltet und die Löschmittel bereitgestellt? Die Kraft wird vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen. Während der Arbeiten bleibt sie in der Nähe, beobachtet Funkenflug und Wärme in angrenzenden Bauteilen und greift ein, bevor aus einem Glimmen ein Brand wird.
Nach dem Ende der Heißarbeiten beginnt die Nachkontrolle. Gerade in alten Holzdecken, Hohlräumen und Dämmungen kann sich Glut lange halten. Unsere Kraft prüft Fugen und Oberflächen von Hand, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, und bleibt so lange, wie es der Erlaubnisschein vorschreibt. Beginn, Ende und Befund stehen im Bericht.
Organisation ohne Büro im Ruhrgebiet
Staffsec sitzt in Neumünster, Niederlassungen gibt es in Berlin und Bremen. In Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro, Brandwachen in Herne stellen wir vorhabenbezogen. Am besten planen Sie eine Brandwache gemeinsam mit den Heißarbeiten: Sobald der Zeitraum steht, prüfen wir, ob wir eine Kraft für die gesamte Dauer und die Nachkontrolle bereitstellen können. Bei Werken mit eigener Werkfeuerwehr binden wir uns in deren Meldekette ein.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; die Vorgaben aus Erlaubnisschein und Arbeitsschutz setzen wir um. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590. Zertifiziert nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr unter Brandwachen, für das Land unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen und zur Stadt unter Sicherheitsdienst Herne. Für Arbeiten in der Nachbarstadt siehe Bochum.
Was eine Brandwache in Herne kostet
Brandwachen werden nach Stunden abgerechnet, als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Preis bestimmen die Dauer der Heißarbeiten, die vorgeschriebene Zeit der Nachkontrolle und der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden. Revisionen in der Industrie laufen oft rund um die Uhr; dann fallen deutlich mehr Nachtstunden an als bei einer Dachsanierung am Tag.
Im Angebot weisen wir Arbeitszeit und Nachkontrolle getrennt aus, damit Sie sehen, welcher Anteil auf die Nachwirkung der Arbeiten entfällt.


