Eine Stadt, die das Feuer kennt
Die Geschichte von Kamenz ist auch eine Geschichte von Stadtbränden. 1707 vernichtete ein großes Feuer viele Häuser der Altstadt. 1842 brach der letzte große Stadtbrand aus, dem unter anderem das Geburtshaus Gotthold Ephraim Lessings zum Opfer fiel. Das heutige Rathaus am Markt entstand danach in den Jahren 1847 und 1848 im Stil der Neorenaissance neu.
Erhalten geblieben sind vor allem die Kirchen und Teile der Befestigung. Die Hauptkirche St. Marien, zwischen 1275 und 1479 errichtet, ist eine spätgotische Hallenkirche aus Granit. Hinzu kommen die Katechismuskirche, eine Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert, die Klosterkirche St. Annen mit fünf spätgotischen Schnitzaltären und die Begräbniskirche St. Just. Von der Stadtmauer stehen noch Roter Turm, Stadtschreiberbastei, Mönchsmauer und Klostertor. Mauern aus Stein, darüber Dachstühle aus altem Holz: genau diese Mischung macht Heißarbeiten hier heikel.
Wo in Kamenz Brandwachen anfallen
Ob eine Brandwache vorgeschrieben ist, ergibt sich meist aus dem Erlaubnisschein für Heißarbeiten, aus Auflagen des Versicherers oder aus dem Sicherheitskonzept einer Veranstaltung. Wir richten uns nach diesen Vorgaben und klären vor Beginn, wer den Schein ausstellt und wer die Arbeit freigibt.
- Kirchen der Altstadt: Löt- und Klempnerarbeiten an Dachrinnen, Kupfer- und Bleideckungen, Arbeiten in Türmen und Dachräumen
- Rathaus, Museen und Bürgerhäuser im Sanierungsgebiet: Flämmen von Dachbahnen, Trennarbeiten bei Umbauten
- Gewerbehallen am Ochsenberg, in Bernbruch Nord und an der Macherstraße: Schweißen und Trennen bei Instandhaltung und Umbau
- Hutbergbühne und Festplatz im Forst: Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen, wenn die Behörde oder das Konzept sie verlangt
- Kamenz-Ost und Gründerzeitviertel: Arbeiten an Leitungen und Hausanschlüssen in bewohnten Gebäuden
Brandposten während der Arbeit, Kontrolle danach
Während geschweißt, gelötet oder geflämmt wird, steht unser Brandposten in Sichtweite der Arbeitsstelle, mit Feuerlöscher griffbereit, und beobachtet Funkenflug, Glut in Fugen und Rauch hinter Verkleidungen. In Dachstühlen achten wir besonders auf Staub, Vogelnester und alte Holzspäne, die sich unbemerkt entzünden können. Wird es kritisch, unterbricht der Posten die Arbeit und alarmiert die Feuerwehr.
Nach Ende der Arbeiten folgt die Nachkontrolle, deren Dauer der Erlaubnisschein festlegt. Gerade bei altem Holz kann ein Glutnest erst nach Stunden aufflammen. Unsere Kräfte gehen den Bereich in festen Abständen ab und halten jeden Kontrollgang mit Uhrzeit fest. Stellen Sie eine Wärmebildkamera bereit, setzen wir sie bei den Gängen ein.
Vor dem ersten Einsatz werden unsere Kräfte vor Ort eingewiesen: Fluchtwege, Lage der Löschmittel, Zugang für die Feuerwehr, Ansprechpartner der Kirchgemeinde oder des Betriebs.
In Gewerbehallen sieht die Aufgabe anders aus als im Kirchturm. Dort laufen Schweiß- und Trennarbeiten häufig während des Betriebs oder in Stillstandszeiten am Wochenende, neben Lagern mit Verpackung, Kunststoff oder Paletten. Der Posten achtet darauf, dass brennbares Material weggeräumt oder abgedeckt ist, bevor die Arbeit beginnt, dass Rauchmelder nach Absprache mit dem Betrieb nur dort abgeschaltet werden, wo es nötig ist, und dass sie nach Ende der Arbeiten wieder in Betrieb gehen. Bei Batteriespeichern oder Gefahrstofflagern gilt ohne Ausnahme die Betriebsanweisung des Hauses, nicht das eigene Ermessen.
Vorhabenbezogen in Kamenz
Unsere eigene Planung konzentriert sich auf den Norden, mit Hauptsitz in Neumünster und Standorten in Berlin und Bremen. In Sachsen haben wir kein Büro. Brandwachen in Kamenz übernehmen wir vorhabenbezogen, am besten mit etwas Vorlauf, damit Personal und Anreise feststehen, bevor das Gerüst steht. Für mehrwöchige Dachsanierungen planen wir feste Kräfte mit Vertretung.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung unter Brandwachen und Brandwache in Sachsen, zur Stadt unter Sicherheitsdienst Kamenz. Für Vorhaben südlich der Heide siehe Radeberg.
Was eine Brandwache kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Brandwache tagsüber neben einem Dachdecker liegt eher im unteren Bereich. Teurer wird es, wenn die Nachkontrolle in den Abend oder die Nacht reicht, wenn am Wochenende gearbeitet wird oder wenn bei Veranstaltungen mehrere Posten gleichzeitig nötig sind. Die Anreise aus dem Norden weisen wir gesondert aus, bei längeren Sanierungen verteilt sie sich auf viele Einsatztage.


