Alte Bausubstanz, an der ständig gearbeitet wird
In Köln wird an vielen historischen Gebäuden fortlaufend gearbeitet. Am Dom unterhält die Dombauhütte eine eigene Werkstatt, die seit dem 19. Jahrhundert Steine, Fenster und Dächer instand hält; der Dachstuhl ist eine schmiedeeiserne Konstruktion von 1860. Dazu kommen zwölf große romanische Kirchen in der Innenstadt, deren Dächer, Türme und Orgeln immer wieder Handwerker brauchen.
Auch jüngere Bauten stehen unter Denkmalschutz. Das Opernhaus am Offenbachplatz wurde 1957 nach Plänen von Wilhelm Riphahn eingeweiht und war ab 2012 viele Jahre lang eine Baustelle, bevor Oper, Schauspiel und Kinderoper dorthin zurückkehrten. Überall dort ist eine Brandwache gefragt, sobald geschweißt, getrennt, gelötet oder mit Flamme abgedichtet wird.
Orte, an denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen
Die folgenden Gebäude und Standorte stehen beispielhaft für Kölner Orte mit typischem Bedarf. Sie sind keine Referenzen von uns:
- Kölner Dom mit Dombauhütte und eisernem Dachstuhl über dem Gewölbe
- Gürzenich, spätgotische Festhalle von 1447, im Krieg fast vollständig zerstört und bis 1955 wieder aufgebaut
- Bühnen am Offenbachplatz im denkmalgeschützten Riphahn-Bau
- Carlswerk in Mülheim, ein früheres Kabelwerk, heute Büros, Bühne und Veranstaltungsort
- Kölner Philharmonie unter dem Heinrich-Böll-Platz mit Saal für bis zu 2.000 Gäste
- Chemie- und Raffinerieanlagen in Worringen, Niehl und Godorf bei Revisionen und Umbauten
Kirchen, Säle und Bühnen: Hohlräume und Publikum
In alten Kirchen und Festhallen liegen Holzbalken, Dämmung, Staub und Kabel oft in Gewölben, Dachräumen und Hohlwänden, die von der Arbeitsstelle aus nicht zu sehen sind. Funken können durch Fugen fallen und dort über Stunden glimmen. Die Brandwache achtet deshalb nicht nur auf die Stelle, an der gearbeitet wird, sondern prüft auch darüber und darunter liegende Bereiche, sofern sie zugänglich sind, und setzt die Nachkontrolle so lange fort, wie es der Erlaubnisschein verlangt.
In Sälen und Theatern finden Arbeiten häufig in den Stunden zwischen Proben und Vorstellungen statt. Dann ist wichtig, dass Bühnenvorhänge, Dekorationen und Requisiten geschützt oder entfernt werden und dass Rettungswege frei bleiben, bevor wieder Publikum ins Haus kommt. Die Brandwache meldet das Ende der Arbeiten und der Nachkontrolle an die Haustechnik, damit Melder wieder in Betrieb gehen können.
Bei Dacharbeiten an Kirchen kommt die Höhe hinzu. Bitumenbahnen, Bleche und Rinnen werden häufig mit Flamme verarbeitet, während darunter ein hölzerner Dachstuhl oder ein Gewölbe mit Staubablagerungen liegt. Die Brandwache steht dann auf dem Gerüst oder im Dachraum, je nachdem, wo ein Funke zuerst landen würde, und hält Rücksprache mit dem Dachdecker, bevor er die nächste Fläche beginnt.
Industrie und Kliniken: Arbeiten im laufenden Betrieb
In den Chemie- und Raffineriestandorten im Norden und Süden der Stadt fallen Heißarbeiten vor allem bei Stillständen und Umbauten an. Dort gelten die Regeln des Betreibers mit eigenen Freigabeverfahren, oft zusätzlich eine Gasmessung durch dessen Personal. Unsere Brandwache arbeitet innerhalb dieser Verfahren, bleibt an der Arbeitsstelle, hat das bereitgestellte Löschmittel griffbereit und alarmiert über die festgelegten Wege.
In Krankenhäusern wie den städtischen Kliniken in Merheim, wo Abteilungen schrittweise zusammengeführt werden, laufen Umbauten neben dem Patientenbetrieb. Werden Brandmelder für die Dauer der Arbeiten abgeschaltet, übernimmt die Brandwache in diesem Abschnitt die Aufgabe, früh zu erkennen, wenn etwas glimmt oder Rauch entsteht.
Vorbereitung eines Einsatzes in Köln
Köln liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, und in Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro. Brandwachen übernehmen wir dort vorhabenbezogen. Vor der Zusage klären wir Arbeitszeiten, Dauer der Nachkontrolle, Zahl der gleichzeitigen Arbeitsstellen und die Auflagen von Versicherer und Betreiber. Steht fest, dass wir die Einsätze verlässlich besetzen können, planen wir bei mehrwöchigen Arbeiten möglichst dieselben Personen ein.
Vor Beginn werden die Kräfte vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege, Meldewege und die Besonderheiten des Gebäudes eingewiesen. Sie haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Vorhaben in Bonn oder Leverkusen nehmen wir auf Wunsch in dieselbe Planung auf.
Kosten der Brandwache in Köln
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil in Theatern, Sälen und Kirchen oft erst abends oder nachts gearbeitet werden kann, ist der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden bei Brandwachen in Köln häufig höher als bei anderen Diensten. Auch lange Nachkontrollen, mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig und kurzfristig verschobene Termine wirken sich auf den Preis aus.
Weitere Hinweise für das Land finden Sie unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen.


