Wo in Leipzig Heißarbeiten anfallen
Brandwachen werden vor allem dort gebraucht, wo in bestehenden Gebäuden mit offener Flamme oder Funkenflug gearbeitet wird. In Leipzig gibt es dafür drei große Bereiche. Der erste sind die Werke im Norden: In Autowerken wie BMW in Plaußig-Portitz und Porsche in Lützschena-Stahmeln fallen Heißarbeiten an, wenn Fertigungslinien umgebaut, Hallen erweitert oder Anlagen für neue Modelle eingerichtet werden. Solche Arbeiten laufen oft in Werksferien oder am Wochenende, wenn die Bänder stehen.
Der zweite Bereich sind Messe und Versammlungsstätten. In den fünf Hallen der Neuen Messe in Seehausen wird vor jeder großen Messe in wenigen Tagen aufgebaut, mit Stahlkonstruktionen, Traversen und Standbau. Am Augustusplatz stehen das Gewandhaus mit 1.900 Plätzen im Großen Saal und das 1960 eröffnete Opernhaus, im Sportforum die Arena mit bis zu 12.000 Gästen bei Konzerten. Der dritte Bereich ist der Altbau: In Plagwitz und Lindenau werden Fabrikbauten aus der Zeit um 1900 zu Wohnungen, Ateliers und Büros umgebaut.
Typische Einsatzorte
Diese Orte im Leipziger Stadtgebiet zeigen, wie verschieden Brandwachen sein können:
- Fertigungshallen und Technikbereiche im BMW-Werk und im Porsche-Werk
- Messehallen und Glashalle der Neuen Messe beim Auf- und Abbau
- Gewandhaus und Opernhaus am Augustusplatz bei Arbeiten an Bühne und Haustechnik
- Fabrikgebäude der Baumwollspinnerei in Lindenau und frühere Industriebauten in Plagwitz
- Stahlbrücken im Stadtgebiet bei Sanierung und Neubau
Leipzig hat über hundert Brücken aus Stahl. Wird an ihnen geschweißt oder Korrosionsschutz abgebrannt, ist die Umgebung oft eng: Bewuchs, Leitungen und Holzbohlen liegen direkt neben der Arbeitsstelle.
Was die Brandwache konkret tut
Vor Arbeitsbeginn sieht sich unsere Kraft den Bereich mit Ihnen oder dem ausführenden Betrieb an: Wo liegen brennbare Stoffe, wohin können Funken fallen, gibt es Durchbrüche in andere Geschosse, wo stehen Feuerlöscher? Während der Heißarbeiten bleibt sie dauerhaft im Bereich, beobachtet die Arbeitsstelle und die angrenzenden Räume und hält Löschmittel griffbereit. Entsteht ein Brand, löscht sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten, alarmiert die Feuerwehr und räumt den Bereich.
Nach Ende der Arbeiten folgt die Nachkontrolle. Glutnester entstehen oft verdeckt, in Hohlräumen, Dämmung oder hinter Verkleidungen. Unsere Brandwache bleibt deshalb so lange, wie Ihr Erlaubnisschein oder Ihr Versicherer es vorgibt, und kontrolliert den Bereich in kurzen Abständen. Haben Sie eine Wärmebildkamera, setzen wir sie gern ein. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht.
In Versammlungsstätten wie Gewandhaus, Opernhaus oder Arena kommt eine Besonderheit hinzu: Dort hängen Vorhänge, Dekorationen und Bühnenaufbauten, und Arbeiten an der Haustechnik werden oft in spielfreie Wochen gelegt. Unsere Brandwache stimmt sich dann mit der technischen Leitung des Hauses ab, kennt die Lage der Brandmelder und Rauchabzüge und weiß, welche Bereiche während der Arbeiten abgeschaltet sind. Ist eine Brandmeldeanlage teilweise außer Betrieb, ersetzt die Wache in diesem Abschnitt das Auge, das sonst die Technik übernimmt.
Planung ohne Büro im Freistaat
Wir haben Standorte in Neumünster, Berlin und Bremen. In Sachsen arbeiten wir vorhabenbezogen, also ohne eigenes Büro im Land. Für eine Brandwache in Leipzig klären wir vorab Zeitraum, Schichten und Zahl der Arbeitsstellen und sagen erst zu, wenn die Besetzung für alle Tage steht. Bei Umbauten in Werksferien ist das besonders wichtig, weil die Termine nicht verschiebbar sind. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort in Gebäude, Fluchtwege, Löschmittel und die Regeln Ihres Erlaubnisscheins eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Landesüberblick unter Brandwache in Sachsen. Für Arbeiten am Flughafen ist Schkeuditz der passende Einstieg.
Kosten einer Brandwache
Für Brandwachen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den größten Einfluss hat die Lage der Arbeitszeit: Heißarbeiten in Werken und Sälen finden oft nachts, am Wochenende oder an Feiertagen statt, wenn kein Betrieb läuft, und diese Stunden liegen höher im Rahmen. Dazu kommen die Zahl gleichzeitiger Arbeitsstellen und die Dauer der Nachkontrolle.
Für längere Umbauphasen planen wir feste Kräfte, die das Gebäude kennen, und weisen Arbeitszeit und Nachkontrolle im Angebot getrennt aus.


