Viel Holz, viel Geschichte
Kaum ein Gebäude der Stadt zeigt so deutlich, warum Heißarbeiten an Denkmalen Vorsicht brauchen, wie Schloss Wolkenburg. Aus einer Burganlage des späten 12. Jahrhunderts wurde um 1694 bis 1700 ein Schloss, um 1760 entstand die runde Bibliothek, um 1790 der Festsaal mit Stuck von Christian Unger. Seit 2000 wird saniert; zuletzt wurden Fassade, Fenster und Türen des Witwenpalais erneuert, die Außenwand des Hauptgebäudes gesichert und am Torturm gearbeitet.
Unterhalb des Schlosses steht die klassizistische St.-Mauritius-Kirche, deren Grundstein 1794 gelegt und die 1804 geweiht wurde. In der Kernstadt reicht die Geschichte der Stadtkirche bis zur ersten Erwähnung 1346 zurück, in Oberfrohna ragt der 60 Meter hohe Turm der neugotischen Lutherkirche von 1893 auf. Weitere Kirchen stehen in Kändler, Rußdorf und Kaufungen.
Wo in Limbach-Oberfrohna Brandwachen anfallen
Brandwachen werden vor allem dann gebraucht, wenn geschweißt, gelötet, getrennt oder geflämmt wird, oder wenn bei Veranstaltungen besondere Brandgefahren bestehen. Typische Orte im Stadtgebiet:
- Schloss Wolkenburg mit Festsaal, Bibliothek und Torturm
- St.-Mauritius-Kirche Wolkenburg und St.-Gallus-Kirche Kaufungen
- Lutherkirche Oberfrohna und Stadtkirche Limbach
- Johanniskirche Rußdorf und Lutherkirche Kändler
- das Bergamtshaus Herrnsdorf, 1613 erstmals erwähnt und in Restaurierung
- das Esche-Museum in der früheren Esche-Fabrik mit Textilmaschinen
- Montage- und Lagerhallen in den Gewerbegebieten Ost, Süd, Kändler und Pleißa-West
- die Stadthalle bei Bühnenaufbauten und Bällen
Heißarbeiten in Dachwerk und Halle
In historischen Dachstühlen liegt trockenes Holz neben Staub, Vogelnestern und alten Dämmstoffen. Ein Funke kann in eine Fuge fallen und dort lange glimmen, bevor Rauch sichtbar wird. Deshalb bleibt unsere Brandwache nicht nur während der Arbeiten, sondern auch danach so lange, wie es der Erlaubnisschein vorsieht, und geht die Umgebung der Arbeitsstelle mehrmals ab.
In Industriehallen sind es andere Stoffe: Garne und Stoffe in Textilbetrieben, Verpackungsmaterial im Versand, Kabel und Öl an Maschinen. Vor Beginn sehen wir uns mit dem Verantwortlichen an, was abgedeckt oder entfernt werden muss, wo die nächsten Löscher stehen und wie die Feuerwehr anfährt.
Besonders aufmerksam sind wir in Gebäuden, die selbst zur Sammlung gehören. Das Esche-Museum zeigt in einer früheren Fabrik funktionsfähige Textilmaschinen, Schloss Wolkenburg beherbergt eine historische Bibliothek und einen Festsaal mit empfindlichem Stuck. Wird dort an Leitungen, Heizung oder Dach gearbeitet, sprechen wir mit Museumsleitung und Handwerkern ab, welche Räume vor Funken und Staub geschützt werden, wo Rauchmelder vorübergehend abgedeckt sind und wer bei einem Alarm sofort informiert werden muss.
Was die Brandwache konkret tut
Unsere Kräfte werden vor Ort in Gebäude, Löschmittel und Meldewege eingewiesen. Während der Arbeiten beobachten sie den Funkenflug und angrenzende Räume, halten Löschmittel griffbereit und unterbrechen die Arbeit, wenn Gefahr entsteht. Nach Arbeitsende kontrollieren sie Decken, Wände, Fugen und darunterliegende Räume auf Brandgeruch und Wärme und dokumentieren jede Kontrolle mit Uhrzeit im Bericht.
Bei Veranstaltungen sichern wir Fluchtwege, achten auf Dekoration und offene Flammen und weisen die Feuerwehr bei Bedarf ein. Im Schloss gehören dazu die neu geschaffene Freitreppe in den Park und der zweite Rettungsweg aus dem Festsaal.
Planung außerhalb unserer Kernregion
In Sachsen übernehmen wir Brandwachen vorhabenbezogen; ein Büro im Land haben wir nicht. Weil Heißarbeiten oft kurzfristig verschoben werden, klären wir vorab, wie flexibel die Einsatzzeiten sein müssen und ob wir die Wache auch bei Verschiebung verlässlich stellen können. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen und auf der Seite Brandwache in Sachsen. Allgemeine Informationen zur Stadt stehen unter Sicherheitsdienst Limbach-Oberfrohna.
Kosten der Brandwache
Der Richtwert beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Preis bestimmen vor allem die Nachkontrollzeit nach Ende der Heißarbeiten, der Anteil an Abend- und Nachtstunden und die Frage, ob an Wochenenden gearbeitet wird. Eine Brandwache bei einer Saalveranstaltung ist meist kürzer und planbarer als eine Wache bei mehrtägigen Dacharbeiten an einem Denkmal. Abgerechnet wird nach tatsächlich geleisteten Stunden, auch wenn die Arbeiten früher enden als geplant.


