Viel Holz unter Denkmalschutz
Die Denkmalliste von Lüdersdorf liest sich wie ein Katalog ländlicher Bauformen. In Duvennest, Herrnburg und Schattin stehen Hallenhäuser, in Boitin-Resdorf, Neuleben, Palingen und Schattin Bauernhäuser, in Neuleben ein zweiheiziger Altenteilerkaten, in Palingen ein Hirtenkaten und ein altes Spritzenhaus. Hinzu kommen das Gutshaus in der Puschkinstraße in Wahrsow und das Zollhaus in Herrnburg, ein zweigeschossiger Fachwerkbau von 1783.
Solche Gebäude haben Dachstühle aus altem Holz, Lehm- und Fachwerkwände und oft Hohlräume, in denen sich Glut lange unbemerkt halten kann. Werden bei Sanierungen Rohre gelötet, Bleche geschweißt oder alte Anstriche mit Hitze entfernt, reicht ein Funke in einer Fuge, um Stunden später ein Feuer auszulösen.
Die Dorfkirche Herrnburg
Die Dorfkirche in Herrnburg ist ein einschiffiger Bau der Backsteingotik. Chor und Schiff haben flache Holzdecken, im Chor seit 1767. Auf der Westempore steht eine Orgel von Friedrich Albert Mehmel aus den Jahren 1883/84, im Chor ein spätgotischer Flügelaltar, dazu eine Kanzel von 1675. Seit 2021 läuten die Glocken elektrisch, eine neue Glocke wurde gegossen.
Arbeiten an Dach, Turm, Elektrik oder Glockenstuhl einer solchen Kirche sind ohne Brandschutzkonzept nicht denkbar. Eine Brandwache achtet während der Heißarbeiten auf Funkenflug, hält Löschmittel bereit und kontrolliert danach Decken, Emporen und Dachraum. Wo die Kirchengemeinde eine Brandmeldeanlage betreibt, stimmen wir uns mit deren Abschaltung und Wiederinbetriebnahme ab.
Betriebe, Lager und Hallen
Nicht nur Denkmale brauchen Brandwachen. Am Autobahnzubringer im Süden der Gemeinde arbeiten Transport- und Baubetriebe, dazu die Großbäckerei von Lieken mit rund 230 Beschäftigten. In Produktions- und Lagerhallen fallen Heißarbeiten bei Wartung, Umbau und Reparatur an: an Rohrleitungen, Fördertechnik, Dachblechen oder Stahlbau. Verpackungsmaterial, Paletten und Staub sind leicht entzündlich.
Wenn der Betrieb weiterläuft, müssen Brandwache und Produktion sich abstimmen: Wo wird gearbeitet, welche Bereiche sind abgedeckt, wer darf die Zone betreten, und wann wird die Anlage wieder freigegeben? Unsere Kräfte arbeiten nach dem Erlaubnisschein Ihres Betriebs und den Vorgaben Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Aufgaben der Brandwache
Eine Brandwache in Lüdersdorf übernimmt typischerweise:
- Kontrolle der Arbeitsstelle vor Beginn: brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt, Öffnungen verschlossen, Löschmittel bereit
- Beobachtung während der Heißarbeiten, auch in Nachbarräumen, Zwischendecken und unter dem Dach
- Erstbekämpfung eines Entstehungsbrandes mit Feuerlöscher oder Löschdecke
- Alarmierung der Feuerwehr über 112 und Einweisung der Einsatzkräfte
- Nachkontrolle nach Ende der Arbeiten über den vereinbarten Zeitraum
- Bericht mit Uhrzeiten, Befunden und Unterschrift für Ihre Unterlagen
Kann eine Brandmeldeanlage während der Arbeiten nicht in Betrieb sein, übernehmen wir auf Wunsch auch die Ersatzüberwachung des betroffenen Bereichs.
Planung und Qualifikation
Lüdersdorf gehört zu unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus dem Personalstamm, gesteuert vom Hauptsitz in Neumünster; ein Büro in der Gemeinde haben wir nicht. Wir benötigen von Ihnen Gebäude, Art und Dauer der Heißarbeiten, die geforderte Nachkontrollzeit und die Ansprechpartner. Unsere Kräfte werden vor dem Einsatz in Ihre Brandschutzregeln und Fluchtwege eingewiesen und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Welche Brandschutzmaßnahmen im Einzelnen gelten, legen Bauherr, Versicherer und Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit fest, häufig auf Grundlage der DGUV-Regeln zu Schweißarbeiten. Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, für das Land unter Brandwache in Mecklenburg-Vorpommern. Den Ort stellen wir unter Sicherheitsdienst Lüdersdorf vor, die Nachbarstadt unter Lübeck.
Kosten einer Brandwache
Für Brandwachen rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Heißarbeiten kommt zur eigentlichen Arbeitszeit die Nachkontrolle hinzu, die je nach Gebäude mehrere Stunden dauern kann. Arbeiten am Abend oder über Nacht, etwa damit ein Betrieb tagsüber weiterlaufen kann, liegen durch den Nachtanteil am oberen Rand der Spanne. Kurze Einsätze von wenigen Stunden fassen wir, wenn möglich, mit anderen Terminen in der Gegend zusammen. Sie erhalten ein Angebot, in dem Arbeitszeit und Nachkontrolle getrennt stehen, damit Sie die Posten bei Bauherr oder Versicherer sauber belegen können.


