Eine Stadt, die mehrfach neu gebaut wurde
Die Baugeschichte Magdeburgs ist auch eine Geschichte von Bränden. Im April 1207 vernichtete ein Feuer große Teile der Stadt und den ottonischen Dom; an seiner Stelle entstand der heutige gotische Dom, das Wahrzeichen der Stadt. Die Johanniskirche wurde von 1207 bis 1238 errichtet. Viele Gebäude der Altstadt sind nach schweren Zerstörungen wiederaufgebaut oder aufwendig saniert worden.
Heute stehen in Magdeburg Kirchen und Klöster mit hölzernen Dachwerken, Orgeln und Ausstattung, dazu Versammlungsstätten aus mehreren Jahrzehnten und Industrieanlagen im Norden. An all diesen Orten wird regelmäßig gebaut, saniert und gewartet – und bei vielen dieser Arbeiten entstehen Funken, Flammen oder Hitze.
Gebäude und Anlagen, an denen Brandwachen anfallen
Die folgenden Orte nennen wir als Beispiele für Gebäude, an denen Brandwachen typischerweise nötig werden. Einen Auftrag dort behaupten wir nicht:
- Magdeburger Dom: Bischofskirche mit der seit 2008 geweihten Schuke-Hauptorgel
- Kloster Unser Lieben Frauen: Bau begonnen 1063/64, seit 1974 Kunstmuseum, die Kirche seit 1977 Konzerthalle
- Johanniskirche: errichtet 1207 bis 1238, heute Fest- und Konzertsaal
- Hyparschale im Stadtpark Rotehorn: Betonschale von Ulrich Müther aus dem Jahr 1969, bis 2024 saniert
- Gesellschaftshaus im Klosterbergegarten: von Karl Friedrich Schinkel erbaut, 2005 wiedereröffnet
- Festung Mark: Kaserne von 1863 bis 1865, Kulturdenkmal und Veranstaltungsort
- Industrieanlagen in Rothensee wie das Müllheizkraftwerk, seit August 2024 um einen dritten Block erweitert
Heißarbeiten an Kirche und Denkmal
Dachdecker flämmen Bitumenbahnen, Klempner löten Kupferrinnen, Restauratoren trocknen mit Heißluft. In alten Gebäuden ist das heikel, weil Glut in Hohlräume, Balkenfugen und Staubschichten kriechen kann, wo sie stundenlang unbemerkt schwelt. Ein Brand bricht dann oft erst aus, wenn die Handwerker längst nach Hause gegangen sind.
Unsere Brandwache ist während der Arbeiten am Ort, hält Löschmittel bereit und beobachtet den Arbeitsbereich und die angrenzenden Flächen. Nach Arbeitsende bleibt sie für die vereinbarte Nachkontrollzeit und prüft Dachraum, Fugen und darunterliegende Geschosse. Ist eine Wärmebildkamera vorhanden, die Sie bereitstellen, setzen wir sie ein. Die Freigabe zur Heißarbeit selbst erteilt der Auftraggeber oder seine Fachkraft.
Versammlungsstätten und Industrie: anderer Takt
In Hallen wie der Hyparschale, der Stadthalle mit ihren über 4.000 Plätzen oder bei Umbauten in Theatern geht es neben Heißarbeiten oft um ausgefallene Brandmeldeanlagen. Solange eine Anlage abgeschaltet oder in Revision ist, muss jemand die Räume regelmäßig begehen, Rauch und Geruch wahrnehmen und im Ernstfall Alarm auslösen und die Räumung einleiten.
In Industrieanlagen fallen Schweiß-, Trenn- und Schleifarbeiten vor allem bei Revisionen an. Dort richten wir die Brandwache nach den Erlaubnisscheinen des Betreibers aus, stimmen uns mit der Werkfeuerwehr oder der Schichtleitung ab, sofern vorhanden, und dokumentieren Beginn, Ende und Nachkontrolle jeder Arbeit.
Auch bei Veranstaltungen mit Pyrotechnik oder offenem Feuer, etwa bei Festen in der Altstadt, kann eine Brandwache Teil der Auflagen sein.
Planung ohne Büro vor Ort
Magdeburg liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein Büro in Sachsen-Anhalt haben wir nicht. Brandwachen übernehmen wir dort vorhabenbezogen. Bei planbaren Arbeiten, etwa einer Dachsanierung über mehrere Wochen, klären wir vorab Anfahrt und Personal. Für sehr kurzfristige Einzeleinsätze prüfen wir im Einzelfall, ob wir rechtzeitig vor Ort sein können, und sagen Ihnen ehrlich, wenn nicht.
Unsere Kräfte werden vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwache, für das Land unter Brandwache in Sachsen-Anhalt. Zur Stadt: Sicherheitsdienst Magdeburg; südöstlich der Stadt Gommern.
Kosten einer Brandwache
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen ist vor allem die Nachkontrolle ein Kostenfaktor: Endet die Heißarbeit am Abend, fallen die Wachstunden oft in die Nacht und damit in einen teureren Zeitraum. Ebenso zählen Wochenendarbeiten, die Größe des Arbeitsbereichs und ob mehrere Stellen gleichzeitig überwacht werden müssen.
Lassen sich Heißarbeiten auf den Vormittag legen, endet auch die Nachkontrolle früher. Darüber sprechen wir gern mit Ihrer Bauleitung, bevor der Zeitplan steht.


