Zwei Welten mit Brandrisiko
In Salzgitter treffen zwei Arten von Gebäuden aufeinander, bei denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen. Auf der einen Seite stehen Werkhallen der Stahl-, Motoren- und Fahrzeugindustrie, in denen bei Revisionen geschweißt, gebrannt und getrennt wird. Auf der anderen Seite liegen in Salzgitter-Bad, Salder und Ringelheim alte Gebäude mit Holzkonstruktionen, die seit Jahrhunderten stehen und bei Sanierungen ebenfalls Funkenflug ausgesetzt sind.
Eine Brandwache ist in beiden Fällen dieselbe Idee: Eine Person, die nicht selbst arbeitet, sondern nur darauf achtet, dass aus einem Funken kein Brand wird, und die nach Ende der Arbeiten weiter kontrolliert, ob irgendwo Glutnester entstanden sind.
Wo in Salzgitter Brandwachen gebraucht werden
Aus der Struktur der Stadt ergeben sich wiederkehrende Einsatzorte. Beispiele aus Industrie und Bestand:
- Stillstände und Umbauten im Hüttenwerk der Salzgitter AG, wo Fremdfirmen an Anlagen, Rohrleitungen und Bühnen arbeiten
- Instandhaltung in Fertigungshallen wie dem Volkswagen-Motorenwerk oder dem Schienenfahrzeugwerk von Alstom an der Linke-Hofmann-Busch-Straße
- Arbeiten am Hafen Beddingen, wo ein Tanklager und eine Ölmühle in der Nähe liegen
- Schloss Salder, ab 1608 im Stil der Weserrenaissance gebaut, mit überwiegend Fachwerk-Innenwänden, heute Städtisches Museum
- die Traditionsinsel in Salzgitter-Bad mit dem Fachwerk-Tillyhaus, dem Kniestedter Gutshaus und dem Garßenhof
- Kirchen wie die St.-Mariae-Jakobi-Kirche von 1488 oder die Klosterkirche Ringelheim, in der jedes Jahr Orgeltage stattfinden
Hinzu kommen Versammlungsstätten, in denen Brandsicherheitsdienst gefordert sein kann, etwa die Eissporthalle am Salzgittersee oder die Kniestedter Kirche, die seit 1985 als Veranstaltungshaus dient. Weitere Informationen zum Standort finden Sie unter Sicherheitsdienst Salzgitter.
Ablauf einer Brandwache bei Heißarbeiten
Grundlage ist der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, den Ihr Betrieb oder Ihre Bauleitung ausstellt. Darin steht, wo gearbeitet wird, welche Schutzmaßnahmen gelten und wie lange nachkontrolliert werden muss. Unsere Brandwache lässt sich vor Beginn einweisen: Wo stehen Feuerlöscher und Wandhydranten, wo sind Fluchtwege, wie wird die Werkfeuerwehr oder die Feuerwehr alarmiert?
Während der Arbeiten beobachtet sie den Arbeitsbereich und die Umgebung, auch Räume unter oder neben der Arbeitsstelle, in die Funken durch Fugen und Öffnungen fallen können. Brennbares Material, das zu nah liegt, lässt sie entfernen oder abdecken, und bei einem Entstehungsbrand greift sie sofort mit dem bereitstehenden Löschmittel ein.
Nach Ende der Arbeiten bleibt die Brandwache für die im Erlaubnisschein festgelegte Zeit vor Ort. In Altbauten mit Holzbalkendecken prüft sie Bauteile von Hand und achtet auf Rauchgeruch, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen. Jeder Kontrollgang steht mit Uhrzeit im Bericht.
Besonderheiten in Industrieanlagen
In großen Werken arbeitet die Brandwache eng mit dem Arbeitsschutz und, wo vorhanden, der Werkfeuerwehr des Betriebs zusammen. Wir halten uns an Ihre Regeln zu Schutzausrüstung, Gaswarngeräten und Freigaben und sprechen uns mit den Fremdfirmen ab, die die Heißarbeiten ausführen. Bei Stillständen mit vielen parallelen Arbeitsstellen stellen wir mehrere Brandwachen, damit jede Stelle beobachtet ist.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und werden für Brandwachen in Löschmittelkunde und Alarmierung eingewiesen. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Geplant wird aus der Niederlassung Bremen und dem Hauptsitz in Neumünster, denn Niedersachsen gehört zu unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro in Salzgitter haben wir nicht. Grundsätzliches zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, die Übersicht für das Land unter Brandwache in Niedersachsen.
Denkmal und Museum: mit Rücksicht arbeiten
In historischen Gebäuden geht es nicht nur um den Brandschutz, sondern auch um Sorgfalt im Umgang mit dem Bestand. Schloss Salder steht wegen des sumpfigen Untergrunds auf Holzpfählen und beherbergt eine Sammlung mit über 3.000 Objekten, die Traditionsinsel in Bad besteht aus Fachwerkhäusern. Unsere Brandwachen bewegen sich dort vorsichtig, betreten nur freigegebene Bereiche und stimmen sich mit Museumsleitung oder Eigentümer ab, wenn sie nachts Räume kontrollieren müssen.
Für Sanierungen, die sich über Wochen ziehen, setzen wir nach Möglichkeit dieselben Kräfte ein, damit die Wege und Besonderheiten des Hauses bekannt sind. Arbeiten in benachbarten Orten wie Wolfenbüttel lassen sich mitplanen.
Was eine Brandwache kostet
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Einsatz liegt, hängt stark davon ab, wann gearbeitet wird: Viele Heißarbeiten in Werken finden in Stillständen am Wochenende oder nachts statt, dann fallen Zuschläge an. Auch die Länge der Nachkontrolle, die Zahl der parallelen Arbeitsstellen und kurzfristige Anforderungen beeinflussen den Preis.
Für wiederkehrende Revisionen lohnt sich eine Rahmenvereinbarung, damit Kräfte und Abläufe bekannt sind. Sie bekommen ein Angebot, in dem Grundzeit und Zuschläge getrennt ausgewiesen sind.


