Bauen in einer Industriestadt
In vielen Städten dreht sich Bauen um Wohnquartiere. In Salzgitter liegt der Schwerpunkt anders: Die großen Vorhaben der letzten Jahre betreffen Werke, Gewerbeflächen und Energie. Volkswagen hat neben seinem Motorenwerk in Beddingen eine Fabrik für Batteriezellen errichtet, deren Grundstein im Juli 2022 gelegt wurde und die seit Dezember 2025 in Serie produziert. Die Salzgitter AG will mit ihrem Programm SALCOS die Stahlerzeugung schrittweise von Kohle auf Wasserstoff umstellen und den Standort bis 2033 CO2-neutral machen.
Solche Projekte bringen besondere Baustellen mit sich: große Flächen, viele Gewerke gleichzeitig, teure Anlagenkomponenten und Kabel, die lange vor der Inbetriebnahme auf dem Gelände liegen. Nach Feierabend sind diese Flächen oft weitläufig und schlecht einsehbar, was sie für Diebstahl von Buntmetall, Werkzeug und Kraftstoff anfällig macht.
Baufelder und Entwicklungsflächen in Salzgitter
Wo in den kommenden Jahren gebaut wird, zeigen die Flächen, die Stadt und Wirtschaftsförderung bereithalten, und die laufenden Großprojekte. Beispiele:
- das Industrie- und Gewerbegebiet Beddingen mit rund 75 Hektar baureifer Fläche direkt an der A 39, mit Gleisanschluss und Binnenhafen nebenan
- die KMU-Area in Engelnstedt, ein erster Bauabschnitt von zehn Hektar als Erweiterung des Gebiets Peiner Straße Ost
- der Umbau des früheren Eisenerzbergwerks Konrad zwischen Bleckenstedt und Sauingen zum Endlager; die BGE nannte 2024 einen Einlagerungsbeginn Anfang der 2030er Jahre
- die kleineren Gewerbegebiete Fuchsbach und Lange Wanne in Salzgitter-Bad mit jeweils rund sechs Hektar
- der Ersatzneubau des St. Elisabeth-Krankenhauses in Salzgitter-Bad, der im März 2024 Richtfest feierte, während der Klinikbetrieb Ende September 2026 endete
Gerade beim letzten Beispiel zeigt sich, dass Baustellen auch dann Schutz brauchen, wenn sich die Pläne ändern: Ein Rohbau, der nicht wie vorgesehen weitergeht, bleibt ein Ziel für Vandalismus und Metalldiebstahl. Mehr zum Standort steht auf der Seite Sicherheitsdienst Salzgitter.
Streife, Posten oder beides
Für die meisten Baustellen reicht eine Bestreifung: Eine Kraft fährt das Baufeld mehrmals pro Nacht zu wechselnden Zeiten an, geht den Bauzaun ab, prüft Container, Baustromverteiler, Tankstellen und abgestellte Maschinen und meldet offene Zugänge. Auf großen Flächen mit hochwertigem Material, etwa wenn Transformatoren, Kabeltrommeln oder Anlagenkomponenten bereitliegen, ist ein fester Posten sinnvoller, der die Nacht über vor Ort bleibt.
Häufig kombinieren wir beides. In der Phase mit offenen Rohbauten und viel Material steht ein Posten, später, wenn Gebäude verschlossen sind, genügt die Streife. Am Wochenende und in den Weihnachtstagen, wenn auf vielen Baustellen tagelang niemand ist, verdichten wir die Kontrollen.
Tagsüber übernehmen wir auf Wunsch die Zugangskontrolle an der Baustelleneinfahrt: Wer gehört zu welchem Nachunternehmer, hat die Person eine Unterweisung, ist das Fahrzeug angemeldet? So wissen Sie jederzeit, wer auf dem Baufeld arbeitet.
Dokumentation für Bauleitung und Versicherung
Jeder Rundgang und jede Feststellung steht mit Uhrzeit im Bericht. Schäden am Bauzaun, aufgebrochene Container oder fehlendes Material halten wir mit Foto fest und melden sie sofort an die von Ihnen benannte Person. Kommt es zu einem Einbruch, informieren wir die Polizei, sichern die Spuren und bleiben vor Ort, bis die Bauleitung übernimmt.
Diese Berichte helfen bei der Abstimmung mit dem Versicherer und bei der Klärung, wann ein Schaden entstanden ist. Für Auftraggeber, die mehrere Baufelder in der Region haben, etwa zusätzlich in Wolfsburg oder Peine, führen wir die Berichte einheitlich.
Organisation aus der Kernregion Nord
Niedersachsen gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in Salzgitter unterhalten wir nicht, geplant wird aus der Niederlassung Bremen und dem Hauptsitz in Neumünster mit eigenem Personal. Vor Beginn sehen wir uns das Baufeld an, legen Kontrollpunkte, Zufahrten und Meldewege fest und stimmen ab, wer im Ernstfall informiert wird.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Baustellenbewachung.
Kosten der Baustellenbewachung
Als Richtwert für die Bewachung von Baustellen gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein fester Nachtposten über die ganze Bauzeit kostet naturgemäß mehr als eine Streife, die das Baufeld dreimal pro Nacht anfährt. Wochenenden und Feiertage, die Größe der Fläche und die Frage, ob tagsüber zusätzlich eine Zugangskontrolle gewünscht ist, verändern den Aufwand.
Da sich der Bedarf mit dem Baufortschritt ändert, passen wir die Besetzung in Absprache mit Ihrer Bauleitung an, statt einen starren Plan für die gesamte Bauzeit festzuschreiben.


