Warum Salzgitter eine eigene Streifenplanung braucht
Salzgitter ist keine gewachsene Stadt mit einem Kern, sondern ein Verbund aus sieben Ortschaften mit 31 Stadtteilen auf rund 224 Quadratkilometern. Lebenstedt im Norden ist mit gut 46.000 Einwohnern der größte Stadtteil und Sitz der Verwaltung, Salzgitter-Bad im Süden folgt mit gut 21.000. Dazwischen und drumherum liegen Dörfer wie Beddingen oder Watenstedt mit wenigen Hundert Einwohnern, aber großen Werks- und Gewerbeflächen.
Für den Revierdienst heißt das: Die Wege zwischen zwei Objekten sind oft länger als in einer kompakten Stadt, und nachts ist zwischen den Ortsteilen wenig los. Eine gute Runde bündelt deshalb Objekte, die an derselben Achse liegen, und wechselt die Reihenfolge, damit niemand aus der Uhrzeit auf die nächste Kontrolle schließen kann.
Gewerbeflächen, die sich zu einer Runde verbinden lassen
Die Wirtschaftsförderung der Stadt nennt mehrere Gewerbe- und Industriegebiete, die sich für eine gemeinsame Streife anbieten. Typische Halte einer Nachtrunde in Salzgitter sind:
- das Gewerbegebiet Fuchsbach in Salzgitter-Bad nahe der B 248, rund sechs Hektar
- das Gewerbegebiet Lange Wanne in Salzgitter-Bad nahe der B 6, ebenfalls rund sechs Hektar
- das Gebiet Peiner Straße Ost in Engelnstedt mit direktem Anschluss an die A 39, das um die KMU-Area erweitert wird
- das Industrie- und Gewerbegebiet Beddingen mit rund 75 Hektar baureifer Fläche, Gleisanschluss und Binnenhafen
- die Einkaufslagen in Lebenstedt rund um City-Carrée und Citytor sowie die Fachmarktlagen in Bad wie der Einkaufspark am Pfingstanger
Die Nord-Süd-Straße verbindet die Ortsteile Lebenstedt und Bad und ist für viele Runden das Rückgrat. Über die A 39 sind die Flächen im Norden schnell erreichbar, die A 36 im Osten erschließt die Randlagen. Mehr zur Stadt finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Salzgitter.
Was bei einem Halt passiert
Die Streife fährt Ihr Objekt in dem vereinbarten Zeitfenster an und geht die festgelegten Punkte ab: Eingangstüren, Rolltore, Fenster im Erdgeschoss, Zaun, Container und Außenlager. Ist etwas offen oder beschädigt, wird das Objekt nach Ihrer Vorgabe gesichert, und Sie oder Ihr Schlüsselhalter bekommen eine Nachricht. Auffälligkeiten wie abgestellte fremde Fahrzeuge, aufgebrochene Container oder Spuren am Zaun halten wir mit Foto fest.
Viele Kunden kombinieren die Runde mit Schließdienst. Dann schließt die Streife zu einer festen Uhrzeit ab, schaltet die Alarmanlage scharf und prüft, ob Licht und Maschinen aus sind. Morgens kann sie umgekehrt öffnen, damit Reinigung oder Frühschicht ins Gebäude kommt. Schlüssel übernehmen wir gegen Quittung und verwahren sie sicher.
Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit, Feststellung und Namen der Kraft im Bericht. So sehen Sie auch Wochen später, wann Ihr Gelände geprüft wurde.
Alarmverfolgung in einer weitläufigen Stadt
Ist Ihre Alarmanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, die uns verständigt, fährt die nächste Streife an. Vor Ort sichtet sie das Objekt von außen, prüft Türen und Fenster, betritt das Gebäude nur nach Absprache und ruft bei Anzeichen eines Einbruchs die Polizei. Bis Ihr Schlüsselhalter kommt, bleibt sie am Objekt und sichert eingeschlagene Scheiben oder offene Tore provisorisch.
Wie schnell eine Streife ankommt, hängt in Salzgitter stark vom Ortsteil ab. Wir sagen Ihnen vorab ehrlich, mit welchen Zeiten Sie rechnen können, statt eine Pauschalzusage zu machen. Niedersachsen gehört zu unserer Kernregion Nord, ein Büro in Salzgitter haben wir nicht: Die Planung erfolgt aus Bremen und Neumünster mit Kräften aus dem eigenen Personalstamm. Liegen weitere Objekte in Wolfenbüttel oder Goslar, prüfen wir eine gemeinsame Runde.
Für wen sich der Revierdienst eignet
Revierdienst passt überall dort, wo eine Dauerbewachung zu viel wäre, ein Gelände aber nachts nicht unbeobachtet bleiben soll. Das gilt für Handwerksbetriebe und Lager in den Gewerbegebieten, für Verwaltungsgebäude, für Wohnungsunternehmen mit Tiefgaragen und Kellern, für Autohäuser mit Freiflächen und für Gebäude, die gerade leer stehen. Auch Betriebe mit eigenem Werkschutz nutzen die Runde für Außenflächen oder Nebenstandorte.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundsätzliches zur Leistung lesen Sie unter Revier- und Interventionsdienste.
Womit Sie rechnen können
Für Revierdienst nennen wir als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde, umgelegt auf die Zeit, die für Anfahrt und Kontrolle Ihres Objekts nötig ist. Wie viel das im Monat ergibt, hängt von der Zahl der Kontrollen pro Nacht, der Dauer am Objekt und davon ab, ob Schließdienst oder Alarmverfolgung dazukommen. Objekte, die gut in eine bestehende Runde passen, sind günstiger als eine Einzelanfahrt in einen abgelegenen Ortsteil.
Einsätze bei Alarm rechnen wir gesondert nach tatsächlichem Aufwand ab. Sie bekommen ein Angebot, das alle Bestandteile einzeln aufführt.


