Eine Stadt, die mehrmals abgebrannt ist
Die Geschichte Schwarzenbergs ist auch eine Geschichte der Brände. 1535 zerstörte ein Stadtbrand das Rathaus, 1709 brannten große Teile der Stadt einschließlich des Kirchturms, 1824 fiel ein Großteil der Fachwerkhäuser den Flammen zum Opfer. Danach baute man überwiegend mit Granit aus dem Steinbruch am Rockelmann wieder auf. Im Dreißigjährigen Krieg war die Stadt 1634 zudem gebrandschatzt worden.
Was nach diesen Bränden entstand, steht heute großteils unter Denkmalschutz: die barocke St.-Georgen-Kirche aus den Jahren 1690 bis 1699, das Schloss, dessen Bergfried im unteren Teil aus dem 12. Jahrhundert stammt, der 1906 eingeweihte Ratskeller und viele Häuser der Altstadt. Wer in diesen Gebäuden mit offener Flamme oder Funkenflug arbeitet, trägt Verantwortung für Substanz, die sich nicht ersetzen lässt.
Für Heißarbeiten heute bedeutet das zweierlei. Granitmauern brennen nicht, doch dahinter liegen Dachstühle, Holzbalkendecken, Treppen und Einbauten, in denen sich Glut stundenlang unbemerkt halten kann. Und die Altstadt ist eng bebaut: Ein Brand in einem Haus erreicht schnell das Nachbargebäude, während Löschfahrzeuge über steile, schmale Gassen anfahren müssen. Eine Brandwache, die den Arbeitsbereich vorbereitet, während der Arbeit beobachtet und danach gründlich nachkontrolliert, senkt dieses Risiko deutlich.
Wo Heißarbeiten in Schwarzenberg anfallen
Typische Einsatzorte, ohne Nennung von Auftraggebern:
- Dach- und Turmarbeiten an Kirchen wie St. Georgen, der Emmauskirche in Neuwelt oder der St.-Annen-Kirche in Grünstädtel, etwa Löten an Blechdächern.
- Arbeiten im Schloss mit Museum Perla Castrum, Volkskunstschule und Gewölbekeller.
- Sanierung von Altstadthäusern mit Holzbalkendecken, etwa beim Austausch von Leitungen oder beim Abflammen alter Anstriche.
- Umbauten in öffentlichen Gebäuden wie dem Rathaus, dessen Brandschutz derzeit erneuert wird.
- Instandhaltung in Werkhallen der Metallverarbeitung in Neustadt, Wildenau und Neuwelt, wenn an Anlagen geschweißt oder getrennt wird.
- Der Lokschuppen von 1902 mit dem Eisenbahnmuseum und der Saal des Herrenhofs Erlahammer, die auch für Veranstaltungen genutzt werden.
Aufgaben der Brandwache
Eine Brandwache beginnt, bevor der erste Funke fliegt. Wir prüfen mit Ihnen den Arbeitsbereich, entfernen oder decken brennbares Material ab, klären Fluchtwege und stellen geeignete Löschmittel bereit. Während der Arbeiten beobachtet die Wache Funkenflug, Glut in Fugen und Hohlräumen und Rauchentwicklung, auch in angrenzenden Räumen und unter dem Dach.
Nach Ende der Arbeiten bleibt die Wache für die vereinbarte Nachkontrollzeit vor Ort und prüft, ob sich in Balken, Dämmung oder Mauerwerksfugen Glutnester gebildet haben. Mit einer Wärmebildkamera kontrollieren wir, wenn Sie eine bereitstellen. Alle Prüfungen werden im Protokoll mit Uhrzeit festgehalten. Unsere Kräfte werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen.
Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen
Neben Heißarbeiten kann eine Brandwache auch bei Veranstaltungen sinnvoll sein, etwa bei Konzerten auf der Waldbühne mit Bühnentechnik, bei Pyrotechnik oder in historischen Räumen wie dem Schlossbergtunnel oder dem Gewölbekeller im Schloss. Ob eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr vorgeschrieben ist, entscheidet die zuständige Behörde; wir ergänzen sie mit Kräften, die Fluchtwege freihalten, Notausgänge kontrollieren und im Ernstfall die Feuerwehr einweisen.
Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Überblick für den Freistaat auf Brandwache in Sachsen.
Einsatzplanung für das Erzgebirge
Für Schwarzenberg arbeiten wir vorhabenbezogen, ohne eigenes Büro in Sachsen. Brandwachen sind oft kurzfristig nötig, etwa wenn sich ein Bauablauf verschiebt. Je früher Sie anfragen, desto sicherer können wir Personal und Anreise planen. Einsätze in Aue-Bad Schlema oder Zwickau lassen sich bündeln.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Wir arbeiten nach Ihrem Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten und den Vorgaben Ihres Versicherers.
Was eine Brandwache kostet
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde; Nachkontrollzeiten, die bis in den Abend oder die Nacht reichen, und Einsätze am Wochenende heben den Preis eher an.
Weitere Einflussgrößen sind Zahl der Arbeitsstellen gleichzeitig, Dauer der Heißarbeiten, Länge der Nachkontrolle und die Anfahrt ins Erzgebirge. Für wiederkehrende Arbeiten, etwa eine Dachsanierung über mehrere Wochen, planen wir einen festen Ablauf und ein festes Angebot.


