Warum Brandschutz in Tornesch ein eigenes Thema ist
In Tornesch stehen Fertigung, Lager und alte Bausubstanz auf engem Raum. HellermannTyton verarbeitet am Großen Moorweg Kunststoff im Spritzguss und in der Extrusion und lagert Ware in einem automatischen Hochregallager. Im Businesspark an der A 23 erlaubt der Bebauungsplan Gebäude bis 21,5 Meter Höhe, entsprechend groß sind die Hallen der Logistiker und Händler. Kunststoffgranulat, Kartonagen und gestapelte Paletten brennen schnell und entwickeln dichten Rauch.
Auf der anderen Seite steht die Altbausubstanz: der Ostermannsche Hof von 1738, der heute als Heimathaus dient, das Bahnhofsgebäude von 1844, die frühere Ahrenloher Dorfschule von 1882 und Gebäude der einstigen Brennerei. Wo an solchen Häusern geschweißt, gelötet oder mit offener Flamme abgedichtet wird, ist trockenes Holz in Dachstühlen und Zwischendecken die größte Gefahr.
Anlässe für eine Brandwache vor Ort
Brandwachen fordern Versicherer, Betreiber und Behörden in Tornesch vor allem bei diesen Arbeiten und Situationen an:
- Schweiß-, Trenn- und Schleifarbeiten in Produktionshallen im Gewerbegebiet Tornesch-Mitte, zum Beispiel bei Umbauten an Anlagen oder Kranbahnen
- Dachsanierungen und Bitumenarbeiten auf großen Hallendächern im Businesspark Tornesch
- Arbeiten an denkmalgeschützten oder alten Gebäuden wie dem Ostermannschen Hof oder dem Bahnhofsgebäude
- Ausfall einer Brandmeldeanlage oder Sprinklerzentrale, bis die Technik wieder läuft
- Veranstaltungen mit offenem Feuer, etwa die Osterfeuer, die die Freiwilligen Feuerwehren der Ortswehren Ahrenlohe und Esingen ausrichten
Bei Osterfeuern und ähnlichen Anlässen übernehmen die Feuerwehren selbst den Brandschutz. Wir unterstützen Veranstalter bei Bedarf mit Ordnern an Absperrungen, damit die Einsatzkräfte sich auf das Feuer konzentrieren können.
Ablauf einer Brandwache bei Heißarbeiten
Vor Beginn der Arbeiten lesen unsere Kräfte den Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten und gehen den Arbeitsbereich ab. Sie prüfen, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist, ob Öffnungen in Wänden und Decken verschlossen sind und wo Feuerlöscher, Wandhydranten und Druckknopfmelder liegen.
Während der Arbeiten steht die Brandwache mit Löschgerät neben dem Arbeitsplatz und beobachtet Funkenflug, auch in angrenzenden Räumen und unter der Arbeitsstelle. Nach Ende der Arbeiten beginnt die Nachkontrolle: Je nach Vorgabe bleibt die Kraft mehrere Stunden vor Ort, prüft Fugen, Dämmung und Hohlräume durch Sichtkontrolle und Abtasten und meldet erst dann die Fläche als unbedenklich.
Kommt es doch zu einem Entstehungsbrand, löscht die Brandwache mit den vorhandenen Mitteln, alarmiert die Feuerwehr, räumt den Bereich und weist die Einsatzkräfte ein. Alle Schritte stehen im Protokoll, das Sie für Versicherer und Betreiber erhalten.
Einsatzplanung für Tornesch
Als Teil unserer Kernregion Nord wird Tornesch aus dem Hauptsitz in Neumünster disponiert. Wir setzen eigene Kräfte ein, auch kurzfristig für Arbeiten, die erst am Vortag feststehen. Für Betriebe, die auch in Elmshorn oder Uetersen Arbeiten planen, stimmen wir die Termine so ab, dass dieselbe Kraft mehrere Einsätze übernehmen kann.
Bei längeren Baumaßnahmen planen wir feste Schichten mit Ablösung, damit die Brandwache auch über Nacht und am Wochenende lückenlos besetzt ist. Grundsätzliches zur Leistung erklärt unsere Seite Brandwachen.
Ausbildung der Brandwachen
Unsere Brandwachen sind im Umgang mit Feuerlöschern geschult und kennen die Abläufe nach DGUV-Regelwerk für feuergefährliche Arbeiten. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor jedem Einsatz erhalten sie die betriebliche Brandschutzordnung und die Alarmkette Ihres Hauses.
Wichtig ist uns auch die Abstimmung mit den Ausführenden: Die Brandwache spricht vor Beginn mit Schweißer oder Dachdecker, klärt Pausenzeiten und vereinbart ein Zeichen, mit dem sie Arbeiten sofort unterbrechen lassen kann. Wer im Ernstfall wen anruft, steht schriftlich fest, ebenso der Weg, über den die Feuerwehr auf das Gelände kommt. So muss in einer kritischen Minute niemand erst nach Nummern oder Schlüsseln suchen.
Was eine Brandwache in Tornesch kostet
Brandwachen werden nach Stunden abgerechnet, die Nachkontrolle nach den Heißarbeiten gehört mit dazu. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Höher liegt der Satz, wenn Arbeiten nachts oder am Wochenende stattfinden, weil viele Betriebe gerade dann umbauen, wenn die Produktion stillsteht.
Wer Termine frühzeitig ankündigt und mehrere Arbeitsstellen bündelt, spart. Eine Übersicht weiterer Dienste vor Ort finden Sie unter Sicherheitsdienst Tornesch.


