Warum Heißarbeiten in Troisdorf besondere Sorgfalt brauchen
Schweißen, Trennschleifen, Löten und Arbeiten mit offener Flamme gehören auf jeder Baustelle und in jeder Werkstatt dazu. Gefährlich werden sie dort, wo Funken auf brennbares Material treffen, das niemand sieht: Holzbalken hinter Putz, Dämmung in Hohlräumen, Staub auf Kranbahnen oder Kunststoffe, die beim Brennen viel Hitze und Rauch freisetzen. In Troisdorf kommen alle diese Fälle vor, weil die Stadt Altbauten, Schwerindustrie und eine lange Kunststofftradition in sich vereint.
Eine Brandwache steht während der Arbeiten neben dem Ausführenden, hält Löschmittel bereit, beobachtet Umgebung und Nachbarräume und bleibt nach Ende der Arbeiten so lange, wie es Ihre Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten vorsieht.
Typische Orte für Brandwachen
Die folgenden Beispiele zeigen, wo in der Stadt Heißarbeiten mit erhöhtem Risiko anfallen können. Sie sind keine Einsätze von uns:
- Burg Wissem, eingetragenes Baudenkmal mit Ostflügel aus der Zeit um 1550 und Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, heute Bilderbuchmuseum und Museum für Stadt- und Industriegeschichte
- Mannstaedt in Friedrich-Wilhelms-Hütte mit der Walzwerkhalle von 1912 und zwei Walzstraßen
- Industriepark Troisdorf auf dem früheren Gelände von Dynamit Nobel und HT Troplast, darunter Betriebe mit Explosivstoffgenehmigungen
- Kunststoffverarbeitung und Maschinenbau, etwa im Anlagenbau für die Kunststoffindustrie
- Stadthalle an der Kölner Straße, wenn Bühnen, Traversen oder Technik umgebaut werden
- Bahnanlagen rund um den Bahnhof während der Sanierung der Rechten Rheinstrecke
Denkmal: Holz, Hohlräume und Ausstellungsstücke
Auf Burg Wissem stehen Bauteile aus mehreren Jahrhunderten nebeneinander: der Ostflügel aus dem 16. Jahrhundert, das klassizistische Herrenhaus, Neubauten von 1962 und der 2010 bis 2012 neu errichtete Westflügel. In solchen Häusern verlaufen alte Balkenlagen neben moderner Technik, und in den Räumen lagern Bücher, Originalillustrationen und Ausstellungsstücke.
Wird dort ein Dach repariert, eine Leitung erneuert oder Metall getrennt, prüft die Brandwache vor Beginn, ob brennbare Teile abgedeckt oder entfernt sind, beobachtet Funkenflug in Fugen und Zwischendecken und kontrolliert nach Feierabend die Stellen erneut. Verfügt der Auftraggeber über eine Wärmebildkamera, setzen wir sie auf Wunsch zur Nachkontrolle ein.
Industrie: Walzwerk, Kunststoff und Explosivstoffbereiche
In einem Walzwerk fallen Heißarbeiten vor allem bei Instandhaltung und Stillständen an: Rollgänge, Kranbahnen und Gerüste werden geschweißt oder getrennt, oft unter Zeitdruck und an mehreren Stellen gleichzeitig. Wo Kunststoffe verarbeitet oder gelagert werden, kann ein Glimmbrand lange unbemerkt bleiben.
Besonders streng ist die Lage in Bereichen mit Explosivstoffen oder Zündmitteln. Dort gelten die Freigaben und Abstände des Betriebs uneingeschränkt; die Brandwache handelt ausschließlich nach Ihrer Dienstanweisung, wird vor Ort eingewiesen und meldet Abweichungen sofort an die verantwortliche Person. Ziel ist, dass die Arbeit nur unter den Bedingungen stattfindet, die Ihre Erlaubnis vorsieht.
Auch an den Bahnanlagen fallen während der Streckensanierung Trenn- und Schweißarbeiten an Schienen, Masten und Stahlteilen an. Liegen trockenes Gras, Holzschwellen oder Kabelkanäle in der Nähe, kann eine Brandwache sinnvoll sein, die den Arbeitstrupp begleitet und die Strecke nach dem Abrücken noch einmal abgeht.
Organisation außerhalb der Kernregion
Troisdorf liegt nicht in unserer Kernregion Nord; ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Planbare Arbeiten wie eine Revision oder eine Dachsanierung können wir nach Prüfung von Personal und Anfahrt gut übernehmen. Kurzfristige Einzeltermine sind dagegen schwerer zu besetzen; feste Vorlaufzeiten sagen wir nicht zu.
Unsere Kräfte sind für die Aufgabe als Brandwache vor Ort eingewiesen und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Beginn und Ende der Arbeiten sowie jede Nachkontrolle stehen mit Uhrzeit im Bericht. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Weitere Einsätze in Leverkusen oder Köln planen wir auf Wunsch gemeinsam.
Kosten einer Brandwache
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Für den Preis zählt vor allem, ob die Heißarbeiten tagsüber laufen oder in Nacht- und Wochenendschichten während eines Stillstands, wie lange die Nachkontrolle dauern soll und wie viele Arbeitsstellen gleichzeitig zu überwachen sind. Eine Woche Dacharbeiten am Denkmal ist anders zu planen als eine Revision mit mehreren Schweißtrupps rund um die Uhr.
Allgemeine Hinweise zum Land finden Sie unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen.


