Alte Bausubstanz und neue Hallen
Viersen hat einen ungewöhnlich großen Bestand an Bauwerken, in denen ein Funke lange unbemerkt glimmen kann: Kirchen mit hölzernen Dachstühlen, Mühlen, Türme und eine Festhalle aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Daneben stehen im Gewerbegebiet Mackenstein Produktions- und Lagerhallen, in denen Verpackungen, Lebensmittel oder Schalungsteile lagern.
Wer dort Dachrinnen lötet, Stahlträger trennt oder Leitungen schweißt, braucht häufig eine Brandwache, die während der Arbeiten und danach die Umgebung beobachtet. Das verlangen viele Versicherer, Betreiber und Bauherren mit dem Erlaubnisschein für Heißarbeiten.
Bauwerke mit besonderer Brandgefahr
Diese Gebäude in Viersen zeigen, wo Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen:
- St. Remigius in Alt-Viersen, 1484 als spätgotische Kirche errichtet, mit einem Turm aus der Zeit um 1350; am 24. Februar 1945 durch Brand- und Sprengbomben schwer beschädigt, 1949 wieder geweiht, 2018 innen saniert
- Die Narrenmühle in Dülken, eine Bockwindmühle von 1809 mit hölzernem Mühlenhaus auf einem gemauerten Bock; ihre Vorgängerin an der Tränkenmühle brannte am 2. Oktober 1880 ab
- St. Clemens in Süchteln mit einem Turm von 1481 und einem neugotischen Kirchenschiff von 1856
- St. Cornelius in Dülken, fertiggestellt 1871, und der 55 Meter hohe Wasserturm mit Restaurant
- Die Festhalle Viersen von 1913, 1997 umfassend saniert, mit Bühne, Saal und Technik
- Hallen im Gewerbegebiet Mackenstein, in denen Lebensmittel, Verpackungen und Bauteile hergestellt oder gelagert werden
Hinzu kommt die Bongartzmühle, eine Wassermühle, deren Geschichte bis ins Jahr 1246 zurückreicht. Bei Mühlen und Kirchen fallen Heißarbeiten oft im Zuge von Restaurierungen an, etwa beim Erneuern von Kupferblechen, Dachrinnen oder Glockenstühlen. Die Narrenmühle wurde im April 2020 zerlegt und zur Instandsetzung in eine Fachwerkstatt gebracht; gerade bei solchen Arbeiten am alten Holz zählt jede Minute Nachkontrolle.
Worauf wir bei Heißarbeiten achten
Vor Beginn sehen wir uns mit dem Verantwortlichen den Arbeitsbereich an. Brennbares wird entfernt oder abgedeckt, Öffnungen, Fugen und Durchbrüche in angrenzende Räume werden geprüft, Löschmittel stehen bereit. Erst wenn das erledigt ist und der Erlaubnisschein vorliegt, beginnen die Arbeiten.
Während geschweißt oder getrennt wird, beobachtet die Brandwache Funkenflug, glühende Teile und Rauch, auch auf der Rückseite von Wänden und in Hohlräumen darunter oder darüber. In alten Kirchen und Mühlen sind das vor allem Balkenlagen, Dachböden und Zwischendecken, in denen sich Staub und Holz über Jahrhunderte angesammelt haben.
Nach Arbeitsende bleiben wir so lange, wie der Erlaubnisschein vorsieht, und gehen den Bereich in Abständen erneut ab. Wenn Sie eine Wärmebildkamera bereitstellen, nutzen wir sie für die Nachkontrolle. Alle Beobachtungen stehen mit Uhrzeit im Protokoll.
Brandwachen bei Veranstaltungen und Umbauten
Nicht nur Heißarbeiten verlangen eine Wache. Bei Aufbauten in der Festhalle, bei denen Fluchtwege zeitweise eingeengt sind, oder wenn eine Brandmeldeanlage während eines Umbaus abgeschaltet ist, kann eine Brandsicherheitswache die Lücke überbrücken. Was im Einzelfall vorgeschrieben ist, legen Bauaufsicht, Feuerwehr oder Ihr Brandschutzbeauftragter fest; wir setzen deren Vorgaben um.
Unsere Kräfte kennen die Flucht- und Rettungswege, wissen, wo Feuerlöscher und Wandhydranten hängen, und sind vor Ort eingewiesen. Im Ernstfall alarmieren sie die Feuerwehr, warnen Anwesende und unternehmen erste Löschversuche, soweit das ohne Gefahr möglich ist.
So stellen wir Brandwachen in Viersen
Staffsec ist in Neumünster ansässig und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro und stellen Brandwachen in Viersen vorhabenbezogen. Sobald wir Gebäude, Dauer und Uhrzeiten kennen, prüfen wir die Verfügbarkeit von Personal und die Anreise; für planbare Arbeiten empfiehlt sich eine Anfrage mit etwas Vorlauf.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Zur Leistung: Brandwachen. Zum Land: Brandwache in Nordrhein-Westfalen. Zur Stadt: Sicherheitsdienst Viersen.
Kosten einer Brandwache in Viersen
Auch für Brandwachen gilt der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Der Preis hängt vor allem davon ab, wann gearbeitet wird und wie lange die Nachkontrolle dauert. Tagsüber an Werktagen liegt eine Wache eher im unteren Bereich; Arbeiten in der Nacht, etwa bei Stillständen in der Produktion, oder am Wochenende in einer Kirche zwischen zwei Gottesdiensten liegen höher.
Wir rechnen Arbeitszeit und Nachkontrolle getrennt ab. So sehen Sie, was eine verlängerte Nachwache kostet, und können mit dem ausführenden Betrieb abstimmen, ob sich Arbeitsschritte bündeln lassen.


