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Bewachungsverordnungdie Ausführungsregeln zu § 34a GewO

Sie wissen danach, welche Pflichten die BewachV Bewachungsunternehmen auferlegt und welche davon Sie als Auftraggeber im Alltag prüfen können.

Glossar · 2 Min. LesezeitVon Manuel Rutsch · Stand 6. Oktober 2026

Gesetz und Verordnung

§ 34a der Gewerbeordnung legt fest, dass Bewachung erlaubnispflichtig ist und welche Qualifikationen grundsätzlich verlangt werden. Die Bewachungsverordnung, kurz BewachV, regelt das Wie: Inhalte und Ablauf der Qualifikation, Pflichten bei der Durchführung, Versicherung und Aufzeichnungen. Die heute geltende Fassung stammt aus dem Jahr 2019 und wurde zusammen mit dem Bewacherregister eingeführt.

Für Auftraggeber ist die Verordnung vor allem eines: die Untergrenze. Was dort steht, muss jeder Anbieter erfüllen. Wer Angebote vergleicht, kann davon ausgehen, dass darunter nichts zulässig ist.

Die wichtigsten Regelungsbereiche

BereichInhalt
UnterrichtungLehrgang bei der IHK mit 40 Unterrichtsstunden und Abschlussgespräch; Mindestqualifikation für Wachpersonal
Sachkundeprüfungschriftliche und mündliche Prüfung vor der IHK; Pflicht für Unternehmensleitung und bestimmte Tätigkeiten
HaftpflichtversicherungPflichtversicherung mit festgelegten Mindestsummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden
DienstausweisPflicht für jede Wachperson, mit Name, Unternehmen und Bewacher-ID
Namensschildbei bestimmten Tätigkeiten, etwa im öffentlichen Raum oder an Diskothekeneinlässen, sichtbar zu tragen
Dienstkleidungdarf nicht mit Uniformen von Polizei oder Bundeswehr verwechselbar sein
AufzeichnungenPflicht zur Buchführung über Aufträge und Personal, mit Aufbewahrungsfristen

Wann Unterrichtung reicht und wann nicht

Grundsätzlich genügt für Wachpersonal die Unterrichtung. Für einige Tätigkeiten mit mehr Konfliktpotenzial verlangt das Gesetz die Sachkundeprüfung:

  • Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Bereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr, etwa in Einkaufszentren,
  • Schutz vor Ladendieben,
  • Bewachung im Einlassbereich gastgewerblicher Diskotheken,
  • Bewachung von Flüchtlingsunterkünften und zugangsgeschützten Großveranstaltungen in leitender Funktion.

Ein typischer Fehler in der Praxis: Ein Objekt wird mit Kräften besetzt, die nur unterrichtet sind, obwohl der Auftrag eine Citystreife im öffentlichen Raum einschließt. Auftraggeber sollten die Tätigkeit im Leistungsverzeichnis deshalb genau beschreiben, damit der Anbieter die passende Qualifikation einplant. Vertiefend: Pflichten aus der Bewachungsverordnung.

Was Auftraggeber konkret prüfen können

Vieles aus der Verordnung lässt sich im Alltag ohne Aufwand kontrollieren: Trägt die Kraft einen gültigen Dienstausweis? Ist die Dienstkleidung einheitlich und eindeutig als Sicherheitsdienst erkennbar? Liegt der Versicherungsnachweis vor? Passt die Qualifikation zur Tätigkeit? Staffsec setzt Einsatzkräfte mit Unterrichtung bzw. Sachkundeprüfung nach § 34a ein, passend zur jeweiligen Aufgabe.

Häufige Fragen

Fragen zum Begriff kurz beantwortet

Ist die Unterrichtung eine Prüfung?+

Nein. Die Unterrichtung endet mit einem Abschlussgespräch, nicht mit einer Prüfung. Die Sachkundeprüfung dagegen besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil und muss bestanden werden, sonst gilt die Sachkunde als nicht nachgewiesen.

Ersetzen andere Abschlüsse die Sachkundeprüfung?+

Ja, bestimmte Abschlüsse sind anerkannt, etwa die Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft. Welche genau, regelt die Bewachungsverordnung.

Muss die Sicherheitskraft den Dienstausweis vorzeigen?+

Sie muss ihn bei sich tragen und auf Verlangen von Behörden vorzeigen. Viele Auftraggeber vereinbaren zusätzlich, dass der Ausweis sichtbar getragen wird.

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