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Bewachungserlaubnisdie Eintrittskarte ins Bewachungsgewerbe

Sie wissen danach, was die Erlaubnis nach § 34a GewO voraussetzt, wo ihre Grenzen liegen und wie Sie als Auftraggeber prüfen, ob ein Anbieter sie hat.

Glossar · 2 Min. LesezeitVon Manuel Rutsch · Stand 6. Oktober 2026

Keine Bewachung ohne Erlaubnis

Die Bewachungserlaubnis ist die behördliche Erlaubnis, gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen zu bewachen. Rechtsgrundlage ist § 34a der Gewerbeordnung. Wer ohne sie bewacht, begeht eine Ordnungswidrigkeit; wer wissentlich einen Anbieter ohne Erlaubnis beauftragt, hat im Schadenfall ein ernstes Problem mit Haftung und Versicherung.

Die Erlaubnis gilt für das Unternehmen, nicht für einzelne Aufträge. Sie ist nicht übertragbar: Ein Subunternehmer braucht eine eigene, und auch ein Vermittler, der selbst nur Personal disponiert, kommt ohne sie nicht aus, sobald er Bewachung schuldet.

Was die Behörde prüft

VoraussetzungNachweis
ZuverlässigkeitFührungszeugnis, Auskunft aus dem Gewerbezentralregister, weitere Abfragen der Behörde
Geordnete Vermögensverhältnissekeine laufende Insolvenz, keine Eintragungen im Schuldnerverzeichnis
Sachkundebestandene Sachkundeprüfung nach § 34a vor der IHK für Inhaber, gesetzliche Vertreter und Betriebsleitung
HaftpflichtversicherungVersicherungsbestätigung mit den Mindestsummen der Bewachungsverordnung

Zuständig ist die Erlaubnisbehörde am Sitz des Unternehmens, je nach Bundesland das Gewerbe- oder Ordnungsamt. Die Erlaubnis und die verantwortlichen Personen werden im Bewacherregister geführt. Fallen Voraussetzungen später weg, etwa die Zuverlässigkeit, kann die Behörde die Erlaubnis widerrufen.

Erlaubnis des Unternehmens, Qualifikation der Kräfte

Die Erlaubnis sagt etwas über das Unternehmen aus, nicht über jede einzelne Kraft. Für das eingesetzte Personal gelten eigene Anforderungen aus der Bewachungsverordnung: Grundsätzlich reicht die Unterrichtung, für bestimmte Tätigkeiten ist die Sachkundeprüfung Pflicht, etwa für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, den Schutz vor Ladendieben oder den Einlass von Diskotheken. Auftraggeber sollten deshalb beides prüfen: die Erlaubnis des Unternehmens und die Qualifikation der Kräfte, die tatsächlich im Objekt stehen.

Checkliste vor Vertragsschluss

  • Kopie der Erlaubnis nach § 34a GewO mit ausstellender Behörde und Datum.
  • Aktueller Nachweis der Betriebshaftpflicht mit Deckungssummen.
  • Bei Subunternehmern: deren eigene Erlaubnis und Versicherung.
  • Liste der eingesetzten Kräfte mit Bewacher-ID und Qualifikationsstufe.
  • Bei Bedarf Zertifikate, etwa nach DIN 77200.

Staffsec verfügt über die Bewachungserlaubnis nach § 34a GewO und legt die Nachweise auf Anfrage vor.

Häufige Fragen

Fragen zum Begriff kurz beantwortet

Braucht ein Hausmeisterdienst mit Schließrunde eine Bewachungserlaubnis?+

Sobald der Schutz von Eigentum vor Eingriffen Dritter die Hauptleistung ist, liegt Bewachung vor und die Erlaubnis ist nötig. Bloßes Auf- und Abschließen als Nebenleistung ist anders zu beurteilen; im Zweifel klärt die Erlaubnisbehörde das.

Läuft die Bewachungserlaubnis ab?+

Sie wird in der Regel unbefristet erteilt, kann aber widerrufen werden, wenn Voraussetzungen wegfallen. Die Zuverlässigkeit wird von der Behörde in regelmäßigen Abständen erneut geprüft.

Gilt eine Erlaubnis aus Hamburg auch in Schleswig-Holstein?+

Ja. Die Erlaubnis wird am Sitz des Unternehmens erteilt und gilt bundesweit.

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