Ein Ortsteil mit drei Gesichtern
Mariendorf zählt gut 54.000 Einwohner auf etwas über neun Quadratkilometern. Im Norden und rund um den alten Dorfanger ist die Bebauung geschlossen, südlich davon reihen sich entlang der B 96 Wohnzeilen aus der Zeit nach 1950, sonst stehen überwiegend Einzelhäuser. Im Norden, südlich des Hafens am Teltowkanal, liegt das frühere Gaswerk, heute ein Gewerbecampus.
Für den Objektschutz bedeutet diese Mischung: Ein Auftrag kann eine Wohnanlage mit mehreren hundert Kellerabteilen betreffen, ein einzelnes Baudenkmal mit Publikumsverkehr oder eine Gewerbehalle, die zwischen zwei Mietern leer steht. Die Aufgabe ist jedes Mal eine andere, die Grundfrage bleibt gleich: Wer darf hinein, wann, und wer merkt es, wenn jemand ohne Recht drin ist?
Objekte, bei denen Schutz gefragt ist
In Mariendorf fallen typischerweise diese Aufgaben an:
- Wohnanlagen von Genossenschaften und Gesellschaften, etwa Bestände früherer Gesellschaften wie GAGFAH und GEHAG, darunter die Siedlungen am Hundsteinweg, mit Kellern, Tiefgaragen und Müllplätzen
- Siedlungen wie die denkmalgeschützte Wohnanlage Tauernallee von 1929/30 oder die Monopol-Siedlung, wo bei Sanierungen Gerüste und offene Eingänge entstehen
- das Tempelhof-Museum im früheren Gemeindeschulhaus Alt-Mariendorf 43, die mittelalterliche Dorfkirche und die Adlermühle als Häuser mit Abendveranstaltungen
- Gewerbebauten an der Großbeerenstraße, zum Beispiel das in den Fünfzigerjahren errichtete Haus Nummer 169/171, das heute an mehrere Betriebe vermietet ist
- leer gewordene Flächen im Marienpark, darunter die Brauerei- und Gastronomiehalle, die nach Stone Brewing und BrewDog inzwischen geschlossen ist
- Geschäfte und Praxen in der Einkaufsstraße am nördlichen Mariendorfer Damm
Wie der Schutz im Alltag aussieht
In Wohnanlagen hat sich die abendliche Schließrunde bewährt: Haustüren, Kellerzugänge, die Tore der Tiefgaragen und Fahrradräume werden geprüft, defekte Beleuchtung und aufgebrochene Schlösser gemeldet. Wer sich unberechtigt in Treppenhäusern aufhält, wird angesprochen und des Hauses verwiesen, wenn Ihre Hausordnung das vorsieht. Bei längeren Sanierungen mit Gerüst kommen zusätzliche Runden in der Nacht hinzu.
Bei einem leer stehenden Gewerbebau zählt Präsenz. Unbewohnte Hallen ziehen Metalldiebe, Sprayer und Menschen an, die einen Schlafplatz suchen. Unsere Kräfte kontrollieren Fenster, Tore und Dachzugänge, achten auf frische Spuren am Zaun und sorgen dafür, dass ein Schaden nicht erst Wochen später auffällt. Für Kaufinteressenten oder Handwerker öffnen sie auf Ihre Anweisung und schließen danach wieder ab.
Häuser mit Publikum, wie Museum oder Kirchengemeinde, brauchen meist Unterstützung zu bestimmten Terminen: Abschließen nach Führungen und Konzerten, ein Rundgang durch alle Räume, eine kurze Notiz, dass niemand zurückgeblieben ist.
Besonders in gewachsenen Siedlungen achten wir darauf, dass Schutz nicht zur Belastung wird. In der Siedlung Daheim, die ab 1919 als Gartenstadt östlich der Trabrennbahn entstand, oder in der Wohnanlage Tauernallee wohnen viele Menschen seit Jahrzehnten; sie sollen eine Kontrolle als Hilfe erleben, nicht als Überwachung. Unsere Kräfte treten deshalb ruhig auf, stellen sich bei Nachfragen vor und erklären, für wen sie unterwegs sind. Hinweise von Bewohnern auf kaputte Türen oder fremde Personen nehmen sie auf und leiten sie an die Verwaltung weiter, damit Mängel schnell behoben werden.
Planung aus Reinickendorf, Absprache vor Ort
Berlin gehört zu unserer Kernregion Nord. Eingeteilt werden die Kräfte für Mariendorf von der Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81; ein Büro im Ortsteil haben wir nicht. Vor dem ersten Dienst gehen wir mit Ihrer Hausverwaltung oder Ihrem Facility Management durch das Objekt, legen Kontrollpunkte und Meldewege fest und schreiben eine Dienstanweisung, die jede Kraft kennt.
Wer Bestände auch in den Nachbarortsteilen hat, kann sie mit Mariendorf zusammenfassen, etwa in Lichtenrade oder Marienfelde weiter südlich. Einen Überblick über den Ortsteil gibt die Seite Sicherheitsdienst Berlin-Mariendorf.
Qualifikation und Nachweise
Für Objektschutz setzen wir Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, je nach Aufgabe; bei Hausrecht in Wohnanlagen und bei leerstehenden Gewerbebauten bevorzugen wir Sachkunde. Staffsec Solution ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Jeder Dienst endet mit einem kurzen Bericht, Besonderheiten stehen mit Uhrzeit darin. Mehr zur Leistung allgemein steht unter Objektschutz.
Was Objektschutz in Mariendorf kostet
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Schließrunde, die mehrere Häuser einer Anlage in einem Durchgang abdeckt, liegt eher im unteren Teil der Spanne, weil sich der Aufwand auf viele Eingänge verteilt. Ein fester Posten in einer leeren Halle, rund um die Uhr und auch an Feiertagen, bewegt sich weiter oben. Den genauen Betrag nennen wir nach der Begehung, aufgeschlüsselt nach Diensten und Zeiten.


