Ein Industriestandort mit langer Vorgeschichte
Coswig ist seit dem späten 19. Jahrhundert Industriestadt. Von 1890 bis 1979 wurden hier Zündhölzer hergestellt, zu DDR-Zeiten war der Standort der zweitgrößte Hersteller nach Riesa. Nach 1945 entstanden auf früheren Werksflächen Düngemittel, bis 1992 die Produktion endete. Einige Bauten dieser Zeit stehen heute unter Denkmalschutz, darunter das Gebäude der Deutschen Zündholzfabriken in der Geschwister-Scholl-Straße und ein Verwaltungsbau in der Industriestraße.
Heute sind es andere Branchen, die das Gewerbe bestimmen, und mit ihnen andere Anforderungen an den Werkschutz: weniger Explosionsschutz, mehr Warenverkehr, Fremdfirmen und Hallen voller Material.
Betriebe und Standorte, an denen Werkschutz anfällt
Für die folgenden Standorte in Coswig sind typische Werkschutzaufgaben gut zu beschreiben:
- Schwörer Haus KG, Roßlauer Straße 68: Ausstattungszentrum Ost und Fertigung großformatiger, zementgebundener Holzwerkstoffplatten
- Netto-Zentrallager: seit 2008 Verteilzentrum für Märkte in Mitteldeutschland
- Alumeco Service GmbH im Haide Feld
- Gewerbeadressen in der Industriestraße mit Hallen und Freiflächen
- Bebauungsplan „WS Coswiger Wellpappe“ als eigens beplanter Betriebsstandort
Ein Plattenwerk, ein Lebensmittellager und ein Servicebetrieb im Haide Feld haben wenig gemeinsam, außer dass an allen drei Orten Werte über Nacht auf dem Gelände bleiben und täglich Menschen ein- und ausgehen, die nicht zur Stammbelegschaft gehören.
Am Tor: Lkw, Siegel und Fremdfirmen
In einem Zentrallager hängt viel an der Abfertigung. Wir gleichen Kennzeichen und Lieferscheine ab, prüfen Plomben an Wechselbrücken und Aufliegern, weisen Fahrer auf Rampen und Warteflächen ein und führen eine Liste, wer wann das Gelände betreten und verlassen hat. Abgestellte Auflieger außerhalb der Ladezeiten kontrollieren wir bei Rundgängen auf beschädigte Planen und gelöste Siegel.
In der Produktion steht eher die Steuerung von Fremdfirmen im Mittelpunkt: Monteure, Wartungsdienste und Reinigungsfirmen werden angemeldet, erhalten einen Ausweis und werden bei Bedarf zu ihrem Einsatzort begleitet. Am Abend ist so klar, ob alle das Werk wieder verlassen haben.
Nachts und am Wochenende
Ruht die Fertigung, ändert sich die Aufgabe. Kontrollgänge führen dann durch Hallen und Außenlager, an Silos, Spänebunkern und Ladetoren vorbei. Bei Holzwerkstoffen achten wir auf Glutnester nach Schichtende, offene Hallentore und Leckagen an Leitungen. Feststellungen halten wir mit Uhrzeit im Bericht fest und melden Dringendes sofort an die von Ihnen benannte Rufbereitschaft.
Für Feiertage, Revisionen oder Betriebsferien lässt sich der Werkschutz befristet aufstocken, etwa mit einer zusätzlichen Pforte oder einer Streife über die Freiflächen.
Planung und Personal für einen Einsatz in Sachsen-Anhalt
Coswig liegt außerhalb unserer Kernregion Nord; ein Büro in Sachsen-Anhalt unterhalten wir nicht. Werkschutz ist in der Regel ein Dauerauftrag mit festen Schichten, und genau deshalb prüfen wir vorher besonders genau, ob wir ihn über Monate besetzen können. Fällt die Prüfung positiv aus, stellen wir ein festes Team zusammen, das Ihr Werk und Ihre Abläufe kennt, und benennen einen Ansprechpartner für Dienstplan und Abweichungen.
Die Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft und werden an Ihren Werksvorgaben eingewiesen. Grundlage sind DIN 77200 und unser Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Betriebe mit weiteren Werken in Zerbst/Anhalt oder Dessau-Roßlau können diese in dieselbe Anfrage aufnehmen.
Kosten bei dauerhaftem Werkschutz
Für Werkschutz rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einer dauerhaft besetzten Pforte mit festem Schichtplan liegt der Betrag eher im unteren Bereich, weil Einarbeitung und Planung sich auf viele Stunden verteilen. Höher wird es bei kurzfristigen Einzelschichten, bei Feiertagsdiensten und bei Aufgaben, die Sachkundeprüfung oder besondere Einweisung verlangen.
Sie erhalten eine Aufstellung nach Schichtarten, damit Sie Änderungen am Plan selbst nachrechnen können.


