Warum Brandwachen in Coswig häufig an Denkmalen stehen
Die Altstadt von Coswig ist reich an alten Dachwerken. Der Klosterhof, als Augustinerinnenkloster 1272 gegründet, verdankt seinen Erhalt dem denkmalgeschützten Dachstuhl von 1675. Die Kirche St. Nicolai gilt als ältestes Gebäude der Stadt, das Simonetti Haus von 1699 besitzt Stuckdecken, und das Schloss wurde nach einem Brand im Jahr 1547 zwischen 1555 und 1560 neu errichtet und später mehrfach ausgebaut.
Wenn an solchen Gebäuden gelötet, geschweißt, Bitumen erhitzt oder mit Trennschleifern gearbeitet wird, kann ein Funke unbemerkt in Fugen, Staubschichten oder Hohlräume unter Dielen fallen. Eine Brandwache bleibt deshalb während der Arbeiten am Ort und beobachtet den Bereich danach weiter, so lange wie es die Erlaubnis für Heißarbeiten vorschreibt.
Typische Einsatzorte
Beispiele, an denen sich Brandwachen in Coswig begründen lassen:
- Klosterhof, heute mit Musikschule und Verwaltungsräumen: Arbeiten an Dach und Haustechnik
- Kirche St. Nicolai und Dorfkirchen in den Ortsteilen, etwa St. Peter in Thießen oder St. Jacobi in Serno: Dachdeckung, Turmsanierung, Blitzschutz
- Schloss Coswig: Umbauten für eine künftige kulturelle Nutzung
- Kupferhammer Thießen: denkmalgeschütztes Hammerwerk mit Wasserantrieb, Werkstatt- und Hofgebäude um 1900
- Werkhallen an der Roßlauer Straße, in denen Holzwerkstoffplatten gefertigt werden
Auch Mühlen wie die Holländermühle oder die Thießener Mühle und alte Industriebauten wie die frühere Lohmann'sche Dampfbrauerei gehören zu den Gebäuden, bei denen Arbeiten mit offener Flamme besondere Sorgfalt verlangen.
Heißarbeiten in der Produktion
In einem Werk, das Holzwerkstoffplatten herstellt, liegen Späne, Staub und Plattenstapel in der Nähe von Maschinen, an denen bei Instandhaltung geschweißt oder geschnitten wird. Nach Schichtende können Glutnester in Absauganlagen oder unter Ablagerungen lange unbemerkt bleiben. Die Brandwache hält während der Arbeiten den Bereich im Blick, hat Löschmittel griffbereit und kontrolliert nach Abschluss in festen Abständen Decken, Wände und angrenzende Räume.
Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Alles, was wir feststellen, steht mit Uhrzeit im Protokoll, das Sie Ihrer Versicherung oder Ihrem Brandschutzbeauftragten vorlegen können.
Brandwache bei Veranstaltungen
Auch Veranstaltungen können eine Brandwache verlangen, etwa wenn bei Konzerten in Kirchen Kerzen brennen oder auf Adventsmärkten wie im Klosterhof und im Wald bei Möllensdorf Feuerkörbe oder Heizgeräte genutzt werden. Ob eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben ist, entscheidet die zuständige Behörde; für den Teil, der nicht von der Feuerwehr übernommen werden muss, stellen wir eingewiesenes Personal.
Dazu gehört, Notausgänge und Feuerwehrzufahrten freizuhalten, Löscher an ihrem Platz zu prüfen und bei Rauch sofort zu handeln.
In den Ortsteilen stehen viele Kirchen, Gutshäuser und Scheunen abseits der Kernstadt, etwa in Stackelitz, Klieken oder Thießen. Wer dort ein Dach saniert, sollte bedenken, dass ein Brand in einem abgelegenen Dorf später bemerkt wird als in der Altstadt. Gerade bei Arbeiten an Holzschindeln, Reetdeckungen oder an Turmhelmen ist es sinnvoll, die Nachkontrolle großzügig zu bemessen und die Brandwache bis zum endgültigen Abkühlen aller Stellen vor Ort zu lassen.
Wie wir die Brandwache vorhabenbezogen stellen
Für Coswig gilt: Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, wir unterhalten dort kein Büro. Eine Brandwache ist häufig kurzfristig gefragt, deshalb prüfen wir jede Anfrage einzeln und sagen nur zu, wenn wir Person und Anreise sicher planen können. Für längere Sanierungen mit wiederkehrenden Heißarbeiten stimmen wir einen festen Plan mit der Bauleitung ab.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO, werden vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege und Meldeweg eingewiesen und arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590. Mehr über die Stadt auf Sicherheitsdienst Coswig (Anhalt).
Kosten einer Brandwache
Brandwachen rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde ab. Ins Gewicht fällt vor allem die Nachkontrolle: Endet eine Heißarbeit am späten Nachmittag, reicht die vorgeschriebene Beobachtung oft in den Abend, und Einsätze in der Nacht oder am Wochenende liegen am oberen Ende der Spanne.
Bei mehrtägigen Arbeiten am selben Dach planen wir dieselbe Kraft für alle Tage ein, damit Einweisung und Ortskenntnis erhalten bleiben.


