Eine Altstadt im Umbau
Nach 1990 wurden die Plattenbauten am Anklamer Marktplatz abgerissen; seitdem ergänzt die Stadt das Zentrum schrittweise mit kleinteiligen Neubauten, die zur Altstadt passen. Zwei Großfeuer im Mittelalter, 1377 und 1424, und die Zerstörungen von 1945 haben im Stadtbild große Lücken hinterlassen, die nun nach und nach geschlossen werden.
Den finanziellen Rahmen dafür setzt der sogenannte Anklamer Dreiklang aus dem Jahr 2018. Er sichert den Bau der Schwimmhalle, die als Hansebad Ende 2021 eröffnet wurde, eines Schulcampus und eines Museums- und Erlebniszentrums in der Nikolaikirche. Hinzu kommt das Hansequartier an der Peene, das unter Leitung des Architekten Marc Kocher geplant wird.
Bauvorhaben, bei denen Bewachung gefragt ist
Die folgenden Vorhaben sind öffentlich bekannt. Die Liste zeigt, wo Baustellenbewachung in Anklam typischerweise anfällt; es handelt sich nicht um Aufträge.
- Das Ikareum in der Nikolaikirche an der Nikolaikirchstraße: Sanierung des Kirchenschiffs, neue Ausstellungsflächen, Wiederaufrichtung des Turmhelms mit Panoramaaufzug.
- Ein Nebengebäude an der Nordseite der Kirche für das Tourismuszentrum RITZ.
- Neubauten am Marktplatz anstelle der abgerissenen Plattenbauten.
- Das Hansequartier am Peeneufer.
- Der Schulcampus aus dem Anklamer Dreiklang.
- Wohnbauflächen im Mittelfeld und am Gneveziner Damm sowie Grundstücke im Gewerbegebiet Süd-Ost.
Innenstadtbaustellen: wenig Platz, viel Publikum
Eine Baustelle am Markt hat keinen weiten Bauhof. Gerüst, Container, Baustrom und Paletten stehen auf engem Raum, oft direkt neben Gaststätten und Wohnungen. Tagsüber laufen Passanten am Bauzaun entlang, abends ist das Zentrum ruhig. Genau dann verschwinden Werkzeug aus Containern, Kabel vom Baustromverteiler oder Kupfer von Dachrinnen, und Jugendliche klettern auf Gerüste.
Bei einer Kirche wie St. Nikolai kommt hinzu, dass Bauteile mit Denkmalwert auf der Fläche lagern und Gerüste bis in große Höhe reichen. Ein Schaden lässt sich dort nicht einfach nachkaufen. Wir legen deshalb mit der Bauleitung fest, welche Bereiche wie oft kontrolliert werden und wer bei einem Vorfall sofort informiert wird.
Baustellen an der Peene haben eine eigene Schwachstelle: die Wasserseite. Wo ein Grundstück zum Ufer hin offen ist, reicht ein Bauzaun zur Straße allein nicht. Wir nehmen Uferkante, Stege und Lagerflächen in die Kontrolle auf und achten nach starkem Wind oder Hochwasser darauf, ob Absperrungen, Planen und gelagertes Material noch an ihrem Platz sind. Was sich verschoben hat, steht im Bericht, bevor die erste Kolonne kommt.
So bewachen wir eine Baustelle in Anklam
Je nach Wert und Lage schlagen wir eine durchgehende Nachtwache, eine Streife mit mehreren Kontrollen oder einen Wechsel aus beidem vor, etwa feste Besetzung am Wochenende und Streife unter der Woche. Vor Beginn begehen wir die Fläche mit Ihnen und schreiben eine Baustellenanweisung.
Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Feststellung dokumentiert. Beschädigte Bauzäune, offene Container oder umgefallene Absperrungen melden wir sofort, damit sie vor Arbeitsbeginn behoben sind.
- Kontrolle von Bauzaun, Toren und Beleuchtung
- Sichtprüfung von Containern, Baustromverteilern und Maschinen
- Kontrolle von Gerüsten auf unbefugtes Betreten
- Annahme von Frühanlieferungen nach Absprache
- Bericht an die Bauleitung zu jeder Schicht
Planung und Qualifikation
Anklam liegt in Mecklenburg-Vorpommern und damit in unserer Kernregion Nord. Ein eigenes Büro hat Staffsec in der Stadt nicht; die Einsätze planen wir aus unserem Personalstamm mit Hauptsitz in Neumünster. Bauunternehmen mit weiteren Baustellen in Greifswald oder Demmin können alle Flächen über einen Ansprechpartner steuern.
Das Personal ist mindestens nach § 34a GewO unterrichtet, das Unternehmen nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundlegendes steht auf der Seite Baustellenbewachung, Allgemeines zur Stadt unter Sicherheitsdienst Anklam.
Kosten der Baustellenbewachung
Baustellen werden meist nur in den Stunden bewacht, in denen niemand arbeitet: werktags am Abend und in der Nacht, am Wochenende rund um die Uhr. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben Bauphase, Wert des gelagerten Materials, Größe der Fläche und die Frage, ob ein Posten ständig vor Ort sein muss.
Zum Ende einer Bauphase lässt sich die Bewachung schrittweise zurückfahren, etwa von der Nachtwache auf eine Streife, sobald teure Geräte abgezogen sind.


