Wo im Bezirk gerade gebaut wird
Kein anderer Hamburger Bezirk hat derzeit so viele große Baufelder auf engem Raum. In der HafenCity, die auf rund 157 Hektar des Großen Grasbrooks entsteht, sind Elbbrückenquartier und Baakenhafen die östlichen Bausteine; das Überseequartier im Zentrum umfasst 14 Bauprojekte. Südlich der Norderelbe wird der Kleine Grasbrook zum neuen Stadtteil: Auf etwa 46 Hektar sind Wohnungen für rund 6.000 Menschen und bis zu 16.000 Arbeitsplätze vorgesehen, das Gelände wurde nach dem Abriss des Überseezentrums für den Hochwasserschutz aufgehöht.
Dazu kommen kleinere, aber nicht weniger anfällige Baustellen: Modernisierungen im Industriegebiet Billbrook, Sanierungen von Wohnblöcken in Billstedt und Hamm, Umbauten von Geschäftshäusern in St. Georg. Und an den Elbbrücken steht der Rohbau des Elbtowers, dessen Fortführung seit dem Baustopp 2023 offen ist. Für Baustellenbewachung ist das ein breites Feld.
Baufelder und Lagen mit Bewachungsbedarf
Genannt sind Gebiete, in denen Bauarbeiten belegt sind. Es handelt sich nicht um eigene Aufträge:
- Moldauhafenquartier, Hafentorquartier und Freihafenelbquartier auf dem Grasbrook
- Elbbrückenquartier und Baakenhafen im Osten der HafenCity
- Überseequartier zwischen Überseeboulevard und Versmannstraße
- Rohbau an den Elbbrücken neben dem gleichnamigen S- und U-Bahnhof
- Industrieflächen in Billbrook und Rothenburgsort, die im Zuge der Modernisierung umgebaut werden
- Wohnungsbestände in Billstedt, Horn und Mümmelmannsberg mit laufenden Sanierungen
Risiken, die Baustellen hier besonders treffen
Viele Baufelder im Bezirk grenzen an Wasser. Kaimauern, Anleger und Uferwege machen es schwer, ein Gelände vollständig einzuzäunen, und bieten Unbefugten Zugänge, die von der Straße aus nicht zu sehen sind. Gleichzeitig ist in der HafenCity und an den Landungsbrücken auch nachts Publikum unterwegs; Neugierige klettern über Bauzäune, um Fotos zu machen oder auf Gerüste zu steigen.
Gestohlen werden vor allem Kupferkabel, Werkzeug aus Containern, Kraftstoff aus Baumaschinen und neu eingebaute Technik vor der Übergabe. In dicht bebauten Lagen wie St. Georg fehlt oft eine Lagerfläche, Material steht dann direkt am Gehweg. Ein weiterer Punkt ist Vandalismus an fertigen Fassaden und Glasflächen kurz vor der Abnahme.
So bewachen wir ein Baufeld
Tagsüber regeln unsere Kräfte die Zufahrt: Sie prüfen Lieferscheine, führen eine Liste der Subunternehmer und halten Personen ohne Unterweisung vom Gelände fern. Nach Feierabend übernehmen sie Rundgänge entlang Zaun, Ufer, Containern und Maschinenpark, kontrollieren Schlösser und Absperrungen und achten auf offene Fenster in bereits geschlossenen Geschossen.
Wo eine dauerhafte Besetzung zu teuer ist, kombinieren wir Kontrollgänge mit mobiler Videoüberwachung oder Alarmanlagen, auf deren Meldung eine Kraft ausrückt. Jeder Befund geht morgens an die Bauleitung, damit Schäden vor Arbeitsbeginn behoben werden können.
Für die Planung gilt: Wir unterhalten kein Büro in Hamburg und disponieren aus Neumünster, mit festen Kräften für Ihre Baustelle. Alle haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; gearbeitet wird nach DIN 77200 und ISO 9001. Baustellen im Umfeld, zum Beispiel in der HafenCity, lassen sich gemeinsam betreuen.
Von der Baugrube bis zur Übergabe
Der Bedarf ändert sich mit der Bauphase. In der Gründung geht es um Maschinen, Spundwände und Kraftstoff, im Rohbau um Stahl, Schalung und Kräne, im Ausbau um Kabel, Heizungs- und Lüftungstechnik sowie Sanitärobjekte. Kurz vor der Übergabe steigt das Risiko noch einmal, weil fertige Räume mit Einbauküchen und Technik leicht erreichbar sind.
Wir passen Zeiten und Rundgänge an jede Phase an. Bei Bauvorhaben mit mehreren Abschnitten können Sie einzelne Baufelder hinzunehmen oder abgeben, ohne einen neuen Auftrag zu beginnen. Eine Übersicht über weitere Leistungen im Bezirk gibt die Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Mitte.
Kosten der Baustellenbewachung
Für Bewachung und Zufahrtskontrolle gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Baustellen in Hamburg-Mitte werden meist nachts und an Wochenenden bewacht, wenn niemand arbeitet; diese Zeiten liegen wegen der Zuschläge im oberen Teil der Spanne. Reine Zufahrtsregelung am Tag ist günstiger.
Ob eine durchgehende Wache nötig ist oder einzelne Kontrollgänge reichen, klären wir bei einer Begehung. Dabei fließen Größe des Baufelds, Zahl der Zugänge, Wasserseiten und vorhandene Technik in den Vorschlag ein.


