Wo im Bezirk Brandwachen gebraucht werden
Hamburg-Mitte vereint zwei Welten, die beide Brandwachen brauchen. Auf der einen Seite stehen Industrie und Hafen: die Werft Blohm + Voss mit dem Trockendock Elbe 17 auf Steinwerder, die Kupferhütte auf der Peute, Raffinerie und Mühlen an der Hohen Schaar in Wilhelmsburg, das Industriegebiet Billbrook mit seinem Heizkraftwerk Tiefstack und dem Müllheizkraftwerk an der Borsigstraße. Auf der anderen Seite stehen Theater, Konzertsäle und Hallen, in denen Tausende Menschen zusammenkommen.
Eine Brandwache wird immer dann gestellt, wenn eine Zündquelle oder ein ausgefallener technischer Brandschutz eine zusätzliche Person erfordert, die beobachtet, eingreift und alarmiert. Wer sie anordnet, ergibt sich aus dem Erlaubnisschein des Betriebs, aus Auflagen der Versicherung oder aus Vorgaben der Bauaufsicht.
Typische Einsatzorte
Genannt sind Objekte und Betriebsarten, bei denen Brandwachen typischerweise anfallen. Es handelt sich nicht um Referenzen:
- Werften auf Steinwerder und in Finkenwerder – Schweiß- und Brennarbeiten an Rumpf, Deck und Maschinenraum
- Metallerzeugung auf der Peute und Anlagen im Industriegebiet Billbrook – Reparaturen in Revisionsphasen
- Raffinerie und Tanklager an der Hohen Schaar – Heißarbeiten nur mit Freigabe und Gasmessung
- Operettenhaus, St. Pauli Theater und Schmidts Tivoli am Spielbudenplatz – Auf- und Abbauten, Pyrotechnik
- Mehr! Theater in der Großmarkthalle und Messehallen – Umbauten zwischen Veranstaltungen
- Altbauten und denkmalgeschützte Speicher, etwa in der Speicherstadt, bei Dach- und Fassadenarbeiten
Heißarbeiten: Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn geht unsere Kraft mit Ihrem Verantwortlichen den Arbeitsbereich ab: Welche brennbaren Stoffe liegen in der Nähe, welche Öffnungen führen in angrenzende Räume, wo stehen Feuerlöscher und Löschdecken, wo ist der nächste Druckknopfmelder? Brennbares wird entfernt oder abgedeckt, Fugen und Durchbrüche werden geschlossen. Erst dann beginnt der Schweißer.
Während der Arbeit beobachtet die Brandwache Funkenflug und Wärmeübertragung, auch auf der Rückseite von Wänden und Decken, wo man ein Glimmen oft erst spät bemerkt. Nach Arbeitsende bleibt sie in der Regel mindestens eine Stunde und kontrolliert anschließend in Abständen erneut, je nach Vorgabe im Erlaubnisschein. Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit festgehalten.
Auf Werften und an Schiffen kommt hinzu, dass Wärme durch Stahlwände in benachbarte Abteilungen geleitet wird. Wir stellen deshalb auf Wunsch eine zweite Kraft für die Gegenseite.
Brandwache in Versammlungsstätten und bei Technikausfall
In Theatern und Hallen werden Brandwachen gestellt, wenn eine Brandmeldeanlage oder Sprinkleranlage gewartet wird oder ausgefallen ist, wenn Bühnenbilder mit offenen Flammen arbeiten oder wenn bei Umbauten Fluchtwege vorübergehend eingeschränkt sind. Unsere Kräfte gehen dann feste Runden durch Zuschauerraum, Bühnenbereich, Lager und Technikräume, halten Fluchtwege frei und alarmieren im Ernstfall Feuerwehr und Hausleitung.
Für den Veranstaltungstag selbst stellt die Berufsfeuerwehr eigene Sicherheitswachen, wo sie vorgeschrieben sind. Unsere Brandwache ersetzt diese nicht, sondern übernimmt die Zeiten davor und danach sowie die Aufgaben, die der Betreiber selbst organisieren muss.
Personal und Organisation
Unsere Brandwachen sind als Brandschutzhelfer ausgebildet und mit Feuerlöscher, Funk und Taschenlampe ausgerüstet; weitere Ausrüstung nach Ihrer Vorgabe. Die Disposition sitzt in unserem Hauptsitz in Neumünster, ein eigenes Büro in Hamburg unterhalten wir nicht. Für Revisionen mit vielen parallelen Heißarbeiten stellen wir mehrere Kräfte, die sich in festen Abschnitten abwechseln. Die Abläufe richten sich nach DIN 77200 und unserem Qualitätsmanagement nach ISO 9001.
Auch in den benachbarten Stadtteilen St. Pauli und Wilhelmsburg stellen wir Brandwachen. Weitere Leistungen im Bezirk zeigt die Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Mitte.
Kosten einer Brandwache
Brandwachen rechnen wir nach Stunden ab, als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Heißarbeiten oft in Stillstandszeiten gelegt werden, also nachts, am Wochenende oder über Feiertage, liegt ein großer Teil der Einsätze im oberen Bereich. Eine Tagwache während einer geplanten Wartung kommt günstiger.
Die Nachkontrollzeit nach Arbeitsende zählt zur Einsatzzeit und sollte von Anfang an eingeplant werden. Bei kurzfristigen Aufträgen, etwa nach einem Ausfall der Brandmeldeanlage, prüfen wir zuerst, wie schnell wir eine geeignete Kraft stellen können, und nennen Ihnen dann einen verbindlichen Beginn.


