Bauen ohne Freifläche
Winterhude ist dicht bebaut, freie Grundstücke gibt es kaum. Neues entsteht deshalb dort, wo Altes weicht: ein Autohaus wird zu Wohnungen, eine Kleingartenfläche zu einem Quartier, eine Halle wird bei laufendem Betrieb modernisiert. Die Baustelle liegt dann direkt am Gehweg, neben bewohnten Häusern und oft an einer Straße mit Durchgangsverkehr.
Für die Baustellenbewachung bedeutet das: wenig Platz für Container und Lager, viele Menschen, die abends am Bauzaun vorbeigehen, und kurze Wege für alle, die sich nachts an Kupferkabeln, Werkzeug oder Baustoffen bedienen wollen.
Aktuelle Bauvorhaben im Stadtteil
Diese öffentlich bekannten Vorhaben zeigen, welche Baustellen Winterhude derzeit prägen. Über die Beauftragung einer Bewachung sagen sie nichts aus:
- Barmbeker Straße 35–37: Rückbau eines früheren Autohauses seit Mitte Juli 2026, danach 127 Eigentumswohnungen, zwei Gewerbeeinheiten und eine Tiefgarage mit mehr als 56 Stellplätzen, geplant bis Ende 2028
- Kampnagel: Sanierung und Erweiterung ab Sommer 2026 über mehrere Jahre, mit neuer Halle für Proben, Werkstätten und Lager sowie einem Gebäude für Gastkünstler
- Pergolenviertel: Abschlussarbeiten am südlichen Rand entlang der Straße Alte Wöhr, unter anderem Wege, eine breite Treppe und barrierefreie Rampen
- City Nord: Umbau und Ersatz älterer Bürogebäude, zuletzt Abriss des früheren Postamts am Überseering 17 im Jahr 2022
Für die geplante U5 zwischen City Nord und Jarrestraße läuft das Genehmigungsverfahren; die geänderten Pläne lagen im September 2026 öffentlich aus. Ein Baubeginn ist noch nicht festgelegt.
Jede Bauphase hat ihr eigenes Risiko
Beim Abriss stehen Maschinen und Schrottcontainer offen, Metallteile wecken Begehrlichkeiten. Im Rohbau sind Bauaufzüge, Gerüste und Schalungsmaterial das Thema, außerdem Kinder und Jugendliche, die auf Gerüste klettern. Am teuersten wird es im Innenausbau: Leitungen, Heizungstechnik, Fenster und Küchen sind eingebaut, das Haus lässt sich aber noch nicht abschließen.
Wir richten Umfang und Zeiten danach aus. Im Abriss reicht oft eine Runde pro Nacht, im Innenausbau empfehlen wir eine dauerhafte Präsenz von Feierabend bis Arbeitsbeginn, an Wochenenden durchgehend.
So läuft die Bewachung ab
Bei Baustellen, die an einen Kanal grenzen, nehmen wir die Uferseite in die Runde auf – dort fehlt der Bauzaun manchmal, weil das Wasser als Grenze gilt.
Ebenso wichtig ist der Umgang mit der Nachbarschaft. Anwohner in Winterhude bemerken schnell, wenn nachts Licht auf dem Baufeld brennt oder ein Tor offen steht, und melden sich bei der Bauleitung. Unsere Kräfte sind ansprechbar, erklären freundlich, wer sie sind, und nehmen Hinweise von Nachbarn auf. Lärm vermeiden wir: Rundgänge erfolgen zu Fuß mit Taschenlampe, Fahrzeuge bleiben außerhalb der Wohnstraße, Funkgespräche werden leise geführt. So bleibt die Baustelle gesichert, ohne dass die Bewachung selbst zum Ärgernis wird.
- Übernahme der Baustelle nach Feierabend mit Kontrolle von Bauzaun, Toren, Containern und Maschinen
- Rundgänge über das Baufeld zu wechselnden Zeiten, Prüfung von Gerüsten und Zugängen zum Rohbau
- Ansprache von Personen, die sich unberechtigt auf dem Gelände aufhalten, bei Gefahr Ruf der Polizei
- Kurzbericht am Morgen an die Bauleitung mit Feststellungen und Fotos
- Auf Wunsch Kontrolle von Lieferungen, die außerhalb der Arbeitszeit eintreffen
Planung, Personal, Nachweise
Winterhuder Baustellen besetzen wir aus unserer Kernregion Nord, disponiert vom Hauptsitz in Neumünster. Vor Beginn sprechen wir mit der Bauleitung Zufahrten, Schlüssel, Notfallnummern und Meldewege ab und halten sie in einer Dienstanweisung fest. Bei wechselnden Bauabschnitten passen wir die Runde an, sobald sich der Plan ändert.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Weitere Informationen bieten Baustellenbewachung Hamburg und die Stadtteilseite Sicherheitsdienst Hamburg-Winterhude.
Womit Sie rechnen können
Der Richtwert für Baustellenbewachung liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Baustellen vor allem nachts und am Wochenende bewacht werden, fallen hier häufiger Zuschläge an als bei Tagesdiensten; wir weisen sie getrennt aus. Eine reine Rundenlösung kostet deutlich weniger als eine durchgehende Präsenz.
Da sich der Bedarf mit der Bauphase ändert, vereinbaren wir den Umfang gern abschnittsweise: zuerst schlanke Runden, im Innenausbau mehr Präsenz, nach der Übergabe nur noch Kontrollen bis zum Einzug.


