Warum Heißarbeiten in Winterhude besondere Vorsicht verlangen
Schweißen, Trennschleifen, Löten oder das Verkleben von Dachbahnen mit offener Flamme gehören zu jeder Sanierung. Gefährlich wird es dort, wo Funken auf Holz, alte Dämmung, Staub oder Hohlräume treffen – und wo Glutnester erst Stunden später sichtbar werden. In Winterhude kommen viele solcher Stellen zusammen: Industriehallen aus dem 19. Jahrhundert, Klinkerbauten mit Holzdachstühlen und Bürohäuser aus den 1960er Jahren mit Kabelschächten über viele Geschosse.
Eine Brandwache beobachtet die Arbeitsstelle während der Arbeit, hat Löschmittel griffbereit, hält Rettungswege frei und bleibt nach dem letzten Funken für die vereinbarte Nachkontrollzeit vor Ort.
Gebäude mit erhöhtem Brandrisiko bei Arbeiten
Diese bekannten Orte im Stadtteil zeigen, wo Heißarbeiten typischerweise heikel sind. Eine Beauftragung leiten wir daraus nicht ab:
- Kampnagel: frühere Hallen der Kranfabrik Nagel & Kaemp, die ab Sommer 2026 über mehrere Jahre saniert und erweitert werden, während der Spielbetrieb weiterläuft
- Komödie Winterhuder Fährhaus an der Hudtwalckerstraße mit 586 Plätzen im großen Saal, ganzjährig bespielt
- Matthäuskirche, erbaut 1910 bis 1912 im neobarocken Stil
- Planetarium im ehemaligen Wasserturm im Stadtpark
- Jarrestadt: Klinkerblöcke der späten 1920er Jahre unter Denkmalschutz
- City Nord: seit 2013 denkmalgeschütztes Bürostadt-Ensemble, in dem Häuser schrittweise umgebaut werden
Sanierung bei laufendem Betrieb
Die Kampnagel-Sanierung ist ein Beispiel für eine Lage, die in Winterhude häufiger vorkommt: Gebaut wird abschnittsweise, und im Nachbarbereich sitzen Zuschauer, proben Ensembles oder arbeiten Werkstätten. Heißarbeiten werden dann oft in Randzeiten gelegt, am frühen Morgen oder nach der Vorstellung. Die Nachkontrolle reicht damit in die Nacht.
Unsere Kräfte stimmen sich vor Beginn mit Bauleitung und Haustechnik ab: Welche Brandmelder sind abgeschaltet, wo stehen Feuerlöscher, welche Türen müssen geschlossen bleiben, wer wird bei einem Entstehungsbrand zuerst informiert? Erst wenn das geklärt ist, gibt die Wache die Arbeitsstelle frei.
In den Klinkerbauten der Jarrestadt und in Altbauten am Mühlenkamp sind es eher Dach- und Fassadenarbeiten: Dachdecker verschweißen Bitumenbahnen, Installateure löten Leitungen in Kellern und Steigschächten. Hier liegen Holzbalken, Lattungen und manchmal Vogelnester direkt unter der Arbeitsstelle, und bewohnte Wohnungen grenzen an. Die Brandwache prüft deshalb nicht nur die Fläche, auf der gearbeitet wird, sondern auch den Dachboden darunter und die angrenzenden Räume, und spricht bei Bedarf mit den Bewohnern, bevor sie die Stelle am Abend freigibt.
Unsere Aufgaben vor, während und nach der Arbeit
Bei einem Brand alarmiert die Wache sofort die Feuerwehr über 112, beginnt mit den vorhandenen Löschmitteln, soweit es gefahrlos möglich ist, und weist die Einsatzkräfte ein.
- Vorab: Begehung der Arbeitsstelle, Prüfung auf brennbare Stoffe und Öffnungen in Wänden und Decken
- Während der Arbeit: Beobachtung von Funkenflug auch in Nachbarräumen und unter der Decke
- Danach: Nachkontrolle in festen Abständen, Abtasten auf Wärme, Blick in Hohlräume
- Durchgehend: freie Rettungswege, erreichbare Löschmittel, Erstmaßnahmen bei Entstehungsbrand
- Abschluss: Protokoll mit Zeiten, Feststellungen und Unterschrift für Ihre Unterlagen
Personal und Abstimmung
Hamburg liegt in unserer Kernregion Nord, Einsätze in Winterhude planen wir aus dem Hauptsitz in Neumünster. Für Brandwachen setzen wir eingewiesene Kräfte ein, die im Umgang mit Feuerlöschern geschult sind; die Unterrichtung nach § 34a GewO haben alle. Grundlage sind Ihr Erlaubnisschein für Heißarbeiten und die Vorgaben Ihres Versicherers.
Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Für Arbeiten an mehreren Orten im Bezirk lohnt sich ein Blick auf Brandwache Hamburg; Allgemeines zum Stadtteil steht unter Sicherheitsdienst Hamburg-Winterhude.
Kosten einer Brandwache
Wir nennen für Brandwachen einen Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den größten Einfluss hat die Lage der Arbeitszeit: Wird wegen des laufenden Betriebs abends oder nachts geschweißt, fällt auch die Nachkontrolle in die Nachtstunden und erhöht den Anteil an Zuschlägen. Kurze Einsätze rechnen wir mit einer Mindestdauer ab, die wir vorher nennen.
Wer Heißarbeiten bündelt, statt sie über viele Tage zu verteilen, spart Wachstunden. Wir beraten Sie dazu gern bei der Planung.


