Bauen im Strukturwandel
Das Rheinische Revier verändert sich, und Kerpen ist mittendrin. Wo früher Braunkohle das Wirtschaftsleben bestimmte, entstehen Gewerbehallen auf alten Brachflächen, Bildungseinrichtungen werden ersetzt, und in Manheim wächst seit einigen Jahren ein ganzer Ort neu. Viele Grundstücke liegen gut erreichbar am Autobahnkreuz von A 4 und A 61. Das ist für den Baustellenverkehr praktisch, macht aber auch den schnellen Abtransport von Material leicht.
Typische Verluste auf Baustellen sind Kupferkabel, Werkzeug, Baumaschinen, Diesel und hochwertige Baustoffe wie Dämmung oder Fenster, die schon auf der Fläche lagern. Dazu kommen Schäden durch Vandalismus und unbefugtes Betreten von Gerüsten und Rohbauten, das für die Betroffenen gefährlich und für den Bauherrn haftungsrelevant ist.
Aktuelle Bauvorhaben im Stadtgebiet
Die folgenden Projekte sind öffentlich bekannt und zeigen, wo in Kerpen gebaut wird. Sie sind keine Aufzählung eigener Aufträge.
- Hüttenstraße: zwei Logistik- und Produktionshallen mit mehr als 28.000 Quadratmetern auf 4,6 Hektar früherer Brachfläche, Baubeginn Juni 2025
- Hüttenstraße 122–124: weiterer Hallenneubau mit rund 14.000 Quadratmetern, Fertigstellung für Anfang 2028 geplant
- Humboldtstraße: Ersatzneubau des Bildungszentrums der Bauindustrie mit Berufskolleg, Schulungsgebäude und Internat, Ausführung Juli 2026 bis Mai 2028
- Manheim im Bereich Dickbusch: rund 470 Baugrundstücke für den umgesiedelten Ort, seit 2016 auch an Zuzügler vergeben
Wie Baustellen im übrigen Land gesichert werden, lesen Sie unter Baustellenbewachung in Nordrhein-Westfalen.
Großbaustelle und Einfamilienhaus brauchen Verschiedenes
Eine Hallenbaustelle wie an der Hüttenstraße hat einen Bauzaun, eine oder zwei Zufahrten, Container, Kräne und täglich viele Lieferungen. Hier ist oft ein Posten an der Zufahrt sinnvoll, der abends die letzte Firma abmeldet, das Tor schließt und nachts in Runden den Zaun, die Container und abgestellte Maschinen prüft. Am Wochenende kann der Posten durchgehend bleiben.
Bei einem Einfamilienhaus im Neubaugebiet reicht dagegen meist eine Kontrolle zu wechselnden Zeiten, besonders in der Phase, in der Fenster, Heizung und Elektroinstallation eingebaut werden. Mehrere Bauherren in einer Straße können sich eine Runde teilen. Mehr dazu unter Baustellenbewachung.
Abseits der großen Projekte gibt es in Kerpen auch Baustellen in Randlage, etwa Umbauten an Höfen oder Gewerbebauten zwischen den Ortsteilen. Dort sieht nachts niemand, wenn ein Transporter an den Zaun fährt. Für solche Flächen empfehlen wir mindestens zwei Kontrollen pro Nacht zu wechselnden Uhrzeiten und eine gut sichtbare Beschilderung, dass das Gelände bewacht wird. Ist eine Kamera vorhanden, die bei einer Notruf- und Serviceleitstelle aufläuft, lassen sich Kontrollen und Alarmverfolgung sinnvoll verbinden.
Baustellen mit laufendem Betrieb nebenan
Beim Bildungszentrum an der Humboldtstraße wird neu gebaut, während Auszubildende weiter in den bestehenden Werkstätten lernen. Bis zu 540 Teilnehmende sind dort täglich vor Ort. In solchen Lagen geht es neben dem Schutz des Materials auch darum, Baufeld und Lernbetrieb sauber zu trennen, Zugänge zu kontrollieren und Fremdfirmen einzuweisen, damit niemand versehentlich in einen gesperrten Bereich gerät.
Unsere Kräfte führen dafür Anmeldelisten, achten auf geschlossene Bauzäune und melden Lücken sofort an die Bauleitung. Einen Überblick über unsere Arbeit in der Stadt gibt die Seite Sicherheitsdienst Kerpen.
Vorhabenbezogen in Kerpen
Unser Hauptsitz ist in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. In Nordrhein-Westfalen sind wir ohne eigenes Büro tätig und prüfen Anfragen aus Kerpen einzeln. Baustellen sind dafür gut geeignet, weil Beginn und Ende meist feststehen: Wir können vorab klären, ob wir die gesamte Bauzeit mit festen Kräften besetzen können, und sagen erst dann zu.
Vor dem Start gehen wir das Baufeld mit der Bauleitung ab, halten Zufahrten, Lagerflächen und Gefahrenstellen fest und vereinbaren, wer bei einem Vorfall nachts angerufen wird. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Kosten einer Baustellenbewachung
Als Richtwert gilt eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Baustellen bestimmen vor allem die unbesetzten Zeiten den Preis: Eine Bewachung nur in den Nächten unter der Woche ist deutlich günstiger als ein durchgehender Posten von Freitagabend bis Montagmorgen. Wer statt eines Postens wechselnde Kontrollen bucht, zahlt je Besuch. Zusätzlich fließen die Größe des Baufelds, die Zahl der Zufahrten und die Bauphase ein, denn kurz vor dem Innenausbau lagert meist am meisten Wert auf der Fläche.


