Eine Brücke, die eine Region verändert hat
Am 2. Dezember 2021 wurde die Talbrücke Rahmede der A 45 nördlich von Lüdenscheid gesperrt, nachdem an einem Hauptträger Verformungen entdeckt worden waren. Im Mai 2023 wurde sie gesprengt, im Oktober 2023 begann der Neubau. Die neue Brücke ist wie die alte rund 453 Meter lang und wird in Stahlverbundbauweise errichtet, beauftragt ist eine Arbeitsgemeinschaft aus Habau, MCE und Bickhardt Bau.
Seit dem 22. Dezember 2025 rollt der Verkehr auf dem ersten Überbau, der zweite soll folgen. Eine Baustelle dieser Größe bindet über Jahre Kräne, Stahlträger, Schalungen und Baucontainer auf engem Raum im Tal der L 530. Sie ist zugleich Ziel von Schaulustigen und, wie jede Großbaustelle, von Material- und Werkzeugdiebstahl.
Baustellen in Lüdenscheid mit Bewachungsbedarf
Aktuell und in den kommenden Jahren fallen in der Stadt diese Bauvorhaben an:
- Ersatzneubau der Talbrücke Rahmede an der A 45 mit Arbeitsflächen im Rahmedetal
- Forum am Sternplatz: Die Stadt hat den leerstehenden Komplex aus Ladenpassage und früherem Wellenbad übernommen und will ihn mittelfristig abreißen
- Wilhelmstraße 2–10: Für das frühere Modehaus hat ein Projektentwickler einen Neubau mit Büro- und Handelsflächen und einer Mehrzweckhalle vorgestellt
- Umbauten in Werken der Gewerbegebiete Heedfeld-Süd, Zum Timberg, Wibschla und Rosmart
In der Innenstadt kommt hinzu, dass die Altstadt beiderseits der Wilhelmstraße einer Gestaltungssatzung unterliegt. Baustellen dort liegen dicht an Wohnungen und Geschäften, Lagerflächen sind knapp, und Material steht oft direkt am Gehweg.
Zufahrt, Lieferscheine und Torbuch
Tagsüber geht es auf einer Baustelle vor allem um Ordnung an der Zufahrt. Wir prüfen, ob Fahrzeuge angemeldet sind, gleichen Lieferscheine ab, führen ein Torbuch mit Kennzeichen und Uhrzeit und lassen Personen nur mit gültigem Ausweis oder nach Rücksprache mit der Bauleitung auf das Gelände. Nachunternehmer, die nicht auf der Liste stehen, warten am Tor, bis ihr Einsatz bestätigt ist.
Auf Baustellen mit mehreren Gewerken behalten wir im Blick, wann welcher Betrieb kommt und geht. Zum Schichtwechsel übergeben wir ein kurzes Protokoll, damit der nächste Dienst weiß, was am Tag aufgefallen ist. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Baustellenbewachung.
Gerade an Hangbaustellen mit nur einer Zufahrt entscheidet die Ordnung am Tor darüber, ob Betonmischer, Kranwagen und Stahllieferungen zügig hineinkommen oder sich auf der Straße stauen. Wir halten die Einfahrt frei, weisen Fahrzeuge in die Wartezone ein und informieren die Bauleitung, wenn sich Lieferungen überschneiden. So bleibt auch für Anwohner, Busse und Rettungsdienst ein Durchkommen.
Nachts und am Wochenende: Streife über Lager und Container
Nach Feierabend bleiben Kupferkabel, Werkzeug, Kraftstoff und Maschinen auf der Fläche. Unsere Kraft geht den Bauzaun ab, prüft Containerschlösser, Tankanlagen und abgestellte Geräte und leuchtet Bereiche aus, die von der Straße nicht einsehbar sind. Offene Stellen im Zaun werden gemeldet und nach Absprache provisorisch geschlossen.
Bei Abrissbaustellen in der Innenstadt kommt ein weiterer Punkt hinzu: Halb abgetragene Gebäude ziehen Neugierige an, die sich dabei in Gefahr bringen. Wer nachts auf dem Gelände angetroffen wird, wird angesprochen und hinausbegleitet. Bei Diebstahl oder Beschädigung verständigen wir Bauleitung und Polizei und halten den Befund mit Foto fest.
Planung ohne Büro im Land
Lüdenscheid liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, in Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro. Baustellenbewachung übernehmen wir dort vorhabenbezogen: Wir prüfen Bauzeit, Schichtbedarf und Anreise und sagen erst zu, wenn die Besetzung über die ganze Bauphase gesichert ist. Für lange Baustellen planen wir ein festes Team mit eingewiesener Vertretung.
Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden auf der Baustelle eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zu unseren Leistungen in der Stadt: Sicherheitsdienst Lüdenscheid. Baustellen weiter südlich an der A 45 behandelt die Seite zu Siegen.
Kosten der Baustellenbewachung
Als Orientierung dient eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Baustelle, die nur nachts und am Wochenende bewacht werden muss, verursacht weniger Stunden als ein Torposten im Dauerbetrieb. Die Kosten richten sich nach Bauzeit, Zahl der Zufahrten, Nacht- und Feiertagsanteil und danach, ob neben der Bewachung auch Torbuch, Lieferscheinprüfung oder Zaunkontrollen gefragt sind. Bei Baustellen über mehrere Jahre lohnt es sich, den Umfang nach Bauphasen zu staffeln: im Rohbau mehr Nachtstreife, im Ausbau mehr Kontrolle an der Zufahrt. Eine Einordnung für das ganze Land finden Sie unter Baustellenbewachung in Nordrhein-Westfalen.


