Eine Altstadt, die das Feuer kennt
Die mittelalterliche Altstadt von Erfurt ist reich an Fachwerk, Kirchen und Bürgerhäusern, und ihre Baugeschichte ist eng mit Bränden verbunden. Die hölzerne Brücke über die Gera, aus der später die Krämerbrücke wurde, brannte zwischen 1175 und 1293 sieben Mal; danach baute die Stadt sie aus Stein. Beim Stadtbrand von 1472 verbrannte die halbe Stadt mitsamt den Häusern auf der Brücke. Heute stehen dort 32 Fachwerkhäuser auf 79 Metern Länge, in den meisten sind Läden.
Auch am Dom hat es gebrannt: 1717 gingen die Turmhelme verloren, für lange Zeit trug der Bau nur ein flaches Notdach. An Dom und Severikirche, an der Peterskirche auf dem Petersberg und an den Bürgerhäusern der Altstadt fallen immer wieder Instandsetzungen an. Bei solchen Arbeiten zählt jede Vorsicht mit offener Flamme.
Wo in Erfurt eine Brandwache gebraucht wird
Die Anlässe sind verschieden: Heißarbeiten wie Schweißen, Trennschleifen oder Dachabdichtung mit Brenner, Veranstaltungen mit Pyrotechnik oder viel Bühnentechnik und Phasen, in denen eine Brandmeldeanlage abgeschaltet oder noch nicht in Betrieb ist.
- Fachwerkhäuser auf der Krämerbrücke und in den Altstadtgassen
- Erfurter Dom und Severikirche bei Dach- und Turmarbeiten
- Peterskirche und Bauten der Zitadelle Petersberg
- Theater Erfurt mit großer Bühne für 800 Gäste
- Mehrzweckhalle der Messe bei Konzerten und Messebau
- Werkhallen im Erfurter Norden mit Schweiß- und Schleifarbeiten
- Baustellen in der ICE-City in der Ausbauphase
Heißarbeiten im Altbau und in der Industrie
In alten Dachstühlen, Fachwerkwänden und Zwischendecken kann ein Funke lange unbemerkt glimmen. Darum bleibt eine Brandwache nicht nur während der Arbeiten am Ort, sondern auch danach. Sie prüft den Bereich, die angrenzenden Räume und die Ebene darunter, achtet auf Rauch und Wärme und kontrolliert erneut nach der vereinbarten Zeit. Bei Bauteilen, die sich schwer einsehen lassen, arbeitet sie mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen.
In Werkhallen, etwa beim Bau großer Generatoren oder Pressen, kommen Schweißarbeiten an Stahl, Öle und Verpackungsmaterial zusammen. Hier sorgt die Brandwache dafür, dass brennbares Material abgedeckt oder entfernt ist, Löschmittel bereitstehen und die Rettungswege frei bleiben. Die Freigabe der Heißarbeiten erteilt Ihr Betrieb; wir halten uns an die Bedingungen in diesem Schein.
Ein dritter Fall sind Neubauten, in denen die Brandmeldeanlage noch nicht scharf geschaltet ist, etwa beim Innenausbau der Gebäude in der ICE-City. Bis zur Abnahme der Anlage gehen unsere Kräfte die Geschosse in festen Abständen ab und achten besonders auf Baustrom, Heizgeräte und gelagerte Dämmstoffe.
Brandwache bei Veranstaltungen
Auf einer Theaterbühne oder in einer Halle mit tausenden Gästen sind Rettungswege, Notausgänge und Feuerlöscher entscheidend. Wird ein Sicherheitsdienst als Brandwache eingesetzt, kontrollieren unsere Kräfte vor Einlass Fluchtwege und Ausgänge, achten während der Veranstaltung auf blockierte Türen, Rauchentwicklung und Gefahren durch Technik und weisen im Ernstfall den Weg nach draußen. Wo die Behörden eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr vorschreiben, ergänzen wir diese und ersetzen sie nicht.
Mehr Informationen zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Überblick für das Land unter Brandwache in Thüringen und alle Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Erfurt.
Planung, Einweisung und Qualifikation
Eine Niederlassung in Thüringen haben wir nicht; unser Hauptsitz ist in Neumünster, dazu kommen Berlin und Bremen. Brandwachen in Erfurt übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen und sagen erst zu, wenn alle Termine besetzt sind. Vor dem ersten Einsatz werden unsere Kräfte vor Ort in Gebäude, Löschmittel, Meldewege und Ansprechpartner eingewiesen. Sie haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht.
Was eine Brandwache in Erfurt kostet
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einer Brandwache hängt der Preis stark davon ab, wann gearbeitet wird: Heißarbeiten in laufenden Betrieben oder Kirchen finden oft abends, nachts oder am Wochenende statt, Nachkontrollen verlängern den Einsatz über das Ende der Arbeiten hinaus. Auch die Zahl der gleichzeitig überwachten Arbeitsstellen und kurzfristige Einsätze beeinflussen den Betrag.


