Eine Stadt, die mehrmals gebrannt hat
Die Baugeschichte von Bad Soden verzeichnet mehrere Großfeuer: 1547, während des Dreißigjährigen Krieges, als dutzende Holzhäuser verloren gingen, und noch einmal 1792. Selbst der Hauptbau der Altstadtkirche entstand erst 1715, also nach den ersten dieser Feuer.
Die evangelische Kirche in der Altstadt reicht mit ihrer Kapelle bis 1482/83 zurück, die Sakristei kam 1510 hinzu, der Hauptbau 1715 und der Glockenturm 1878. Gebäude dieser Art haben Dachstühle aus altem Holz, Hohlräume hinter Verkleidungen und verwinkelte Dachböden, in denen sich Funken unbemerkt festsetzen können. Für eine Brandwache ist das der typische Fall.
Gebäude, an denen Heißarbeiten besondere Aufmerksamkeit brauchen
Diese Bauten stehen beispielhaft für den Bestand der Stadt; Aufträge dort haben wir nicht:
- Evangelische Kirche in der Altstadt mit Teilen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert
- Badehaus von 1870/71 im Alten Kurpark mit Museum, Bibliothek, Archiv und Galerie
- Medico-Palais von 1912, derzeit im denkmalgerechten Umbau zum Verwaltungssitz
- Hundertwasserhaus, in das das Haus Bockenheimer von 1722 einbezogen ist
- Burgbergturm von 1900 und der Wasserturm an der Wilhelmshöhe
- Krankenhaus Bad Soden an der Kronberger Straße, in Betrieb seit 1970
Ablauf einer Brandwache bei Dach- und Installationsarbeiten
Bei Schweiß-, Schneid-, Löt- oder Flämmarbeiten legt der Erlaubnisschein fest, wer die Arbeit überwacht und wie lange danach nachkontrolliert wird. Unsere Kraft ist vor Beginn da, sieht sich den Arbeitsbereich und die angrenzenden Räume an, prüft, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist, und lässt sich die Löschmittel zeigen, mit denen sie vor Ort eingewiesen wird.
Während der Arbeit beobachtet sie Funkenflug, auch in Nachbarräumen, Zwischendecken und unter dem Dach. Nach Ende der Arbeiten bleibt sie für die festgelegte Nachwachzeit, tastet Bauteile ab und geht die Bereiche erneut durch. Fällt ihr Rauch oder Wärme auf, alarmiert sie die Feuerwehr, warnt die Anwesenden und hält Fluchtwege frei.
Brandwache im laufenden Betrieb und bei Festen
In einem Krankenhaus kann ein Bauabschnitt nicht einfach geräumt werden. Wenn dort Leitungen gelötet oder Brandschutzklappen getauscht werden, während nebenan Patienten liegen, hilft eine Brandwache, die Rauchmelder in einem abgeschalteten Bereich durch Aufmerksamkeit ersetzt. Gleiches gilt, wenn eine Brandmeldeanlage für Wartungsarbeiten vorübergehend außer Betrieb ist.
Auch Veranstaltungen können eine Brandwache erfordern: im Festzelt der Kerb, auf dem Weihnachtsmarkt mit Feuershow im Alten Kurpark oder bei Großveranstaltungen in der Hasselgrundhalle. Ob und in welchem Umfang eine Brandsicherheitswache gefordert ist, entscheiden Behörde und Feuerwehr; wir stellen das Personal für die Aufgaben, die nicht ausschließlich der Feuerwehr vorbehalten sind.
Andere Leistungen in der Stadt beschreibt unsere Seite Sicherheitsdienst in Bad Soden am Taunus.
Organisation aus dem Norden
Bad Soden liegt außerhalb unserer Kernregion, ein Büro in Hessen unterhalten wir nicht. Bevor wir eine Brandwache zusagen, gleichen wir Dauer, Uhrzeiten und Anreise mit unserem Personal ab. Ist eine kurzfristige Einzelschicht nicht verlässlich zu besetzen, sagen wir das offen.
Für die Planung brauchen wir von Ihnen den ausgefüllten Erlaubnisschein oder zumindest Angaben zu Art, Ort und Dauer der Heißarbeiten, den Namen der verantwortlichen Person auf der Baustelle und einen Hinweis, wo Feuerlöscher, Wandhydranten und Fluchtwege liegen. Bei Kirchen, Museen und Kliniken klären wir außerdem, wer uns nach Feierabend Zugang gewährt und wer informiert werden muss, wenn die Nachkontrolle bis in den späten Abend reicht. So steht die Brandwache am ersten Tag nicht vor verschlossener Tür. Am Ende jedes Einsatzes erhalten Sie einen kurzen Bericht mit Beginn, Ende der Nachkontrolle und allen Beobachtungen.
Unsere Brandwachen sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft und werden vor jedem Einsatz in die Gegebenheiten des Gebäudes eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 zu jeder Tageszeit zu erreichen.
Was eine Brandwache kostet
Unser Richtwert beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. Die Nachwachzeit nach dem letzten Schweißpunkt gehört zur Einsatzzeit und wird mitgerechnet. Höher liegen Einsätze am Abend, in der Nacht und am Wochenende, wenn Handwerker in Kirchen oder Kliniken außerhalb der Betriebszeiten arbeiten. Mehrere Arbeitstage hintereinander mit derselben Kraft planen wir günstiger als einzelne Abrufe.
Hinweise zu weiteren Orten im Land finden Sie unter Brandwache in Hessen.


