Viel Denkmal, viel Holz, viel Geschichte
Alt-Hohenschönhausen hat einen ungewöhnlich hohen Anteil geschützter Bausubstanz. Der Dorfkern an der Hauptstraße steht vollständig unter Denkmalschutz, mittendrin die Taborkirche, deren Bau um 1230 begann und die als ältestes erhaltenes Gebäude des Ortsteils gilt. Nicht weit davon liegt das Schloss Hohenschönhausen, früher Sitz der Familie von Röbel. Dazu kommen die Gebäude der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen in der Genslerstraße, die seit 1992 unter Schutz stehen, und das Sportforum als denkmalgeschütztes Ensemble aus den 1950er-Jahren.
In solchen Häusern sind Dachstühle, Holzdecken und Hohlräume oft schwer einzusehen. Ein Funke, der beim Löten einer Dachrinne oder beim Trennen eines Stahlträgers in eine Fuge fällt, kann Stunden später noch einen Brand auslösen. Deshalb verlangen Versicherer und Bauherren nach Heißarbeiten eine Brandwache, die den Arbeitsbereich und die angrenzenden Räume weiter beobachtet.
Wo im Ortsteil Brandwachen gefragt sind
Die folgenden Gebäude und Situationen zeigen, wo Brandwachen im Ortsteil typischerweise anfallen. Es ist keine Aufstellung von Auftraggebern:
- Taborkirche und Bauten im denkmalgeschützten Dorfkern an der Hauptstraße – Dach- und Turmarbeiten
- Schloss Hohenschönhausen – Sanierung historischer Bausubstanz
- Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen in der Genslerstraße – Arbeiten an denkmalgeschützten Haftgebäuden bei laufendem Besucherbetrieb
- Wellblechpalast, Dynamo-Sporthalle und Eisschnelllaufhalle im Sportforum – Hallendächer, Technik, Veranstaltungen
- Gewerbehallen an Marzahner Straße und Plauener Straße – Schweiß- und Trennarbeiten
- Abrissflächen im geplanten Quartier zwischen Gärtnerstraße und Genslerstraße
Nach Heißarbeiten: Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn lassen wir uns den Arbeitsbereich, die angrenzenden Räume, die Löschmittel und die Meldewege zeigen. Unsere Kräfte werden vor Ort eingewiesen, wo Feuerlöscher stehen, wie der Brandmelder ausgelöst wird und wer im Notfall erreichbar sein muss. Während der Arbeiten beobachten wir Funkenflug, halten brennbares Material fern und achten darauf, dass Abdeckungen liegen bleiben.
Nach Abschluss beginnt die eigentliche Nachkontrolle. Wir gehen den Bereich in festen Abständen ab, prüfen auch Räume darunter, darüber und dahinter, achten auf Geruch, Rauch und warme Stellen und bleiben so lange, wie es Ihr Erlaubnisschein vorgibt. Jeder Kontrollgang steht mit Uhrzeit im Protokoll. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen.
Brandsicherheitsdienst in Sporthallen und Gedenkstätte
Im Sportforum fassen der Wellblechpalast bis zu 5.000 und die Dynamo-Sporthalle je nach Nutzung 2.000 bis 4.000 Personen. Bei Veranstaltungen mit vielen Zuschauern kann die Genehmigung oder der Betreiber eine Brandsicherheitswache verlangen. Unsere Kräfte halten dann Rettungswege und Notausgänge frei, kontrollieren, dass Brandschutztüren nicht verkeilt sind, und stehen mit der Veranstaltungsleitung in Verbindung.
Die Gedenkstätte zählte 2015 rund 444.000 Besucher. Werden dort Arbeiten bei geöffnetem Haus ausgeführt, müssen Besucherführung und Brandschutz zusammenpassen. Wir stimmen Arbeitszeiten, Sperrbereiche und Fluchtwege mit der Hausverwaltung ab, damit Führungen weiterlaufen können.
Bei Abrissarbeiten an großen Gewerbehallen sind Trennschneiden und Brenner häufig im Einsatz. Hier stellen wir eine Wache für die Arbeitsphase und die Stunden danach, besonders wenn Dämmstoffe oder alte Dachbahnen verbaut sind.
Planung und Personal
Brandwachen für den Ortsteil disponieren wir aus der Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; ein Büro in Alt-Hohenschönhausen gibt es nicht. Kurzfristige Anfragen, etwa wenn Arbeiten länger dauern als geplant, nehmen wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 entgegen.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Für Baustellen mit mehreren Gewerken stellen wir auf Wunsch zusätzlich die Bewachung über Nacht. Einen Überblick über ganz Berlin bietet die Seite Brandwache Berlin, für weitere Leistungen im Ortsteil die Seite Sicherheitsdienst Alt-Hohenschönhausen.
Kosten einer Brandwache
Der Richtwert für eine Brandwache liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Nachkontrolle nach Dacharbeiten am Nachmittag ist günstiger als eine Wache, die über Nacht oder am Wochenende stehen muss; Nacht- und Feiertagsanteile heben den Preis. Bei Veranstaltungen hängt der Umfang von Besucherzahl und Zahl der Ausgänge ab.
Oft ist die Dauer vorab nicht genau bekannt, weil sich Arbeiten verschieben. Wir rechnen daher nach tatsächlich geleisteten Stunden ab und vereinbaren mit Ihnen eine Mindestdauer je Einsatz.


