Viel Holz, viel Geschichte
Weißensee hat eine große Zahl geschützter Gebäude. Der Turm der Dorfkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert, die Kirche wurde nach dem Krieg 1948/49 wieder aufgebaut und 2005/06 restauriert. Die St.-Joseph-Kirche an der Behaimstraße entstand 1898/99. Im Kulturhaus Peter Edel stehen Großer und Kleiner Saal aus den Jahren 1902 und 1908 teilweise unter Denkmalschutz, ebenso das Strandbad am Weißen See von 1912.
In solchen Häusern stecken Dachstühle, Holzdecken und Hohlräume, in denen sich Glut unbemerkt halten kann. Wer dort schweißt, lötet, trennt oder mit offener Flamme abdichtet, braucht in der Regel eine Brandwache, die während der Arbeit beobachtet und danach kontrolliert.
Gebäude mit typischem Bedarf
Die Aufzählung nennt Gebäudearten und Orte im Ortsteil, bei denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen – sie ist keine Liste von Auftraggebern:
- Dorfkirche Weißensee an der Berliner Allee und St.-Joseph-Kirche an der Behaimstraße
- Kulturhaus Peter Edel mit den denkmalgeschützten Sälen
- Campus der Kunsthochschule an der Bühringstraße – Bauten von 1956 mit Werkstätten, unter Denkmalschutz
- Motorwerk Berlin und die früheren Ziehl-Abegg-Hallen an der Industriebahn
- Taut-Siedlung an der Buschallee mit ihren Wohnzeilen aus den 1920er-Jahren
- Neue Trauerhalle und Eingangsbauten des Jüdischen Friedhofs im Stil der Neorenaissance
Werkstätten und Hallen
Nicht nur in Kirchen wird es heiß. In den alten Fabrikhallen an der Industriebahn, an der Neumagener und an der Liebermannstraße arbeiten heute Gewerbebetriebe und Dienstleister. Werden dort Hallendächer saniert, Stahlträger getrennt oder Leitungen verlötet, liegen oft Öl, Verpackung und Lagerware in der Nähe. Ähnlich ist es an der Kunsthochschule mit ihrer Druckwerkstatt und Studiengängen wie Bildhauerei und Produktdesign.
Unsere Kräfte sehen sich vor Beginn den Arbeitsbereich an, entfernen oder decken brennbares Material ab, soweit es abgesprochen ist, und halten Feuerlöscher griffbereit. Sie werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen.
Ob eine Brandwache gefordert ist und wie lange sie nach den Arbeiten bleibt, ergibt sich aus dem Erlaubnisschein des Auftraggebers, aus den Vorgaben des Versicherers und bei Versammlungsstätten aus den Auflagen der Behörde. Wir halten uns an diese Vorgaben und schlagen keine kürzeren Zeiten vor. Bei Denkmalen kommt hinzu, dass Löschwasser selbst Schäden anrichten kann. Deshalb klären wir vorher mit Bauleitung und Eigentümer, welche Löschmittel in welchen Räumen verwendet werden sollen.
Wache bei abgeschalteter Meldeanlage
Wenn bei Umbauten oder Wartung eine Brandmeldeanlage abgeschaltet wird, fehlt in Sälen, Schulen oder Kliniken die automatische Erkennung. Für diese Zeit stellen wir eine Wache, die die betroffenen Bereiche begeht und im Ernstfall die Feuerwehr alarmiert und die Räumung unterstützt.
Gerade in Gebäuden mit Publikum, etwa bei Lesungen im Kulturhaus oder in der Brotfabrik, oder in der Park-Klinik mit ihren Patienten muss die Wache die Fluchtwege kennen. Wir lassen uns die Wege vorher zeigen und halten sie während des Dienstes frei.
Ablauf, Nachkontrolle und Planung
Eine Brandwache beginnt mit der Abstimmung des Erlaubnisscheins für Heißarbeiten. Während der Arbeit beobachtet unsere Kraft die Umgebung, auch Nachbarräume und darunterliegende Geschosse. Nach dem Ende bleibt sie für die vereinbarte Zeit und kontrolliert Fugen, Hohlräume und Dämmung. Die Ergebnisse stehen mit Uhrzeit im Bericht. Wärmebildkameras setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen.
Geplant wird in der Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf, ein Büro in Weißensee haben wir nicht. Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Wie wir Brandwachen in der ganzen Stadt stellen, lesen Sie unter Brandwache Berlin. Mehr zum Ortsteil: Sicherheitsdienst Berlin-Weißensee.
Kosten der Brandwache
Der Richtwert für eine Brandwache liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine kurze Wache tagsüber während einer Lötarbeit mit einer Stunde Nachkontrolle bleibt im unteren Bereich. Läuft die Wache nachts oder über ein Wochenende, etwa weil die Meldeanlage mehrere Tage aus ist, steigt der Wert durch den Nachtanteil und Zuschläge.
Für die Kalkulation brauchen wir die Dauer der Heißarbeiten, die geforderte Nachkontrollzeit und die Zahl der zu beobachtenden Bereiche. Sie erhalten dann einen Vorschlag je Einsatztag.


