Wo in Neukölln Brandwachen anfallen
Eine Brandwache wird meist dann gebraucht, wenn geschweißt, getrennt, gelötet oder mit offener Flamme gearbeitet wird und Versicherer oder Betreiber eine Überwachung während und nach den Arbeiten verlangen. In Neukölln kommen dafür sehr unterschiedliche Gebäude in Frage: denkmalgeschützte Verwaltungs- und Badebauten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, Kirchen, alte Säle und große Hallen für Kongresse und Shows, dazu Produktionsbetriebe im Gewerbegebiet Südring.
Hinzu kommen Veranstaltungen, bei denen Brandschutzauflagen eine anwesende Wache vorsehen, etwa bei Aufbauten mit Pyrotechnik oder bei Sonderbauten in Hallen.
Gebäude und Anlagen mit besonderem Brandrisiko
Einige Beispiele aus dem Bezirk:
- Rathaus Neukölln an der Karl-Marx-Straße 83, erbaut 1905 bis 1909, Turm 68 Meter hoch, eingetragenes Baudenkmal
- Stadtbad Neukölln an der Ganghoferstraße 3–5, eröffnet 1914, ebenfalls denkmalgeschützt
- Magdalenenkirche an der Karl-Marx-Straße, neugotisch, geweiht 1879
- Neuköllner Oper im Ballsaal des früheren Rixdorfer Gesellschaftshauses von 1909
- Huxleys Neue Welt an der Hasenheide, ein Saal aus der Zeit um 1900 mit bis zu 1.600 Besuchern
- Estrel Congress Center an der Sonnenallee mit Hallen für bis zu 5.200 Personen, einer Showbühne in einer umgebauten Fabrikhalle und dem Neukölln Speicher
- Betriebe der Metallverarbeitung und der chemischen Industrie im Gewerbegebiet Südring
Heißarbeiten in Denkmal und Altbau
In alten Gebäuden liegt die Gefahr oft verborgen. Holzbalkendecken, Dachstühle, Hohlräume hinter Verkleidungen und alte Dämmstoffe können Funken aufnehmen und noch Stunden später zu glimmen beginnen. Bei Dacharbeiten an Turm- und Kuppelbauten oder bei Leitungsarbeiten in Kellergeschossen von Bädern ist ein Brand erst spät sichtbar.
Unsere Brandwache prüft vor Beginn mit dem ausführenden Handwerker den Arbeitsbereich, achtet darauf, dass brennbare Materialien entfernt oder abgedeckt sind, und hält Löschmittel griffbereit. Während der Arbeiten beobachtet sie Funkenflug und angrenzende Räume, danach bleibt sie für die im Erlaubnisschein festgelegte Zeit vor Ort und kontrolliert Fugen, Durchbrüche und darunterliegende Geschosse. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen.
Brandwache in Sälen, Hallen und Industrie
In Veranstaltungshäusern sind die Aufgaben andere. Bei Auf- und Abbau von Bühnen und Messeständen werden oft Metallteile getrennt oder geschweißt, während Dekorationen und Teppiche im Raum liegen. Wir halten Flucht- und Rettungswege frei, kontrollieren Notausgänge und bleiben bis zur Freigabe durch den Veranstaltungsleiter. Bei Shows mit Bühneneffekten stimmen wir uns vorab mit der Technik ab.
Wie eng solche Termine getaktet sein können, zeigt das Kongresszentrum an der Sonnenallee mit rund 1.800 Veranstaltungen im Jahr. Zwischen zwei Belegungen bleibt oft nur eine Nacht für Umbau und Reparaturen. Eine Brandwache, die den Ablauf kennt, die Wege zwischen den Hallen beherrscht und weiß, welche Bereiche bereits für Gäste vorbereitet sind, spart in solchen Nächten Abstimmung und Zeit.
Im Südring geht es meist um Instandhaltung in laufenden Anlagen: Reparaturen an Rohrleitungen, Stahlbau, Arbeiten an Dächern von Produktionshallen. Hier kennen unsere Kräfte die Lage von Gaslagern, Lösemitteln und Absperrventilen aus der Einweisung und wissen, wen sie im Ernstfall zuerst verständigen.
Planung, Einweisung und Qualifikation
Berlin gehört zu unserer Kernregion Nord. Brandwachen in Neukölln plant unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; im Bezirk selbst haben wir kein Büro. Die eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor dem ersten Einsatz in Ihr Objekt, die Lage der Löschmittel und Ihre Alarmwege eingewiesen. Unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Weitere Objekte in Neukölln oder in Britz lassen sich in einen gemeinsamen Einsatzplan aufnehmen. Grundlegendes lesen Sie unter Brandwachen, Hinweise für die ganze Stadt unter Brandwache in Berlin.
Was eine Brandwache kostet
Als Orientierung nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Brandwachen sind oft kurze Einsätze, die sich nach dem Arbeitsende des Handwerkers richten, deshalb fällt die Nachwache häufig in die Abendstunden oder in die Nacht, was den Preis innerhalb der Spanne anhebt. Werden Arbeiten am Wochenende ausgeführt, damit ein Betrieb oder ein Saal nicht schließen muss, gilt dasselbe. Regelmäßige Einsätze über einen längeren Zeitraum lassen sich günstiger planen als einzelne kurzfristige Termine.


