Alte Kirchen und Häuser mit Holz im Dach
Die evangelisch-reformierte Kirche in der Hugenottenstraße entstand zwischen 1834 und 1837 nach Plänen des Architekten Rudolf Burnitz und wurde am 28. Juni 1837 eingeweiht; ihre barocke Kanzel stammt aus dem Vorgängerbau. Noch älter sind die Kirchen in den Stadtteilen: Köppern hat eine Kirche von 1731, Burgholzhausen eine evangelische Kirche von 1718. In Seulberg steht eine neugotische Kirche aus Feldbrandziegeln.
Solche Bauten haben hölzerne Dachstühle, Emporen und Orgeln. Werden Dachrinnen gelötet, Kupferbleche verarbeitet oder Leitungen erneuert, kann ein Funke in einer Fuge oder auf einem Balken unbemerkt weiterglimmen. Eine Brandwache sorgt dafür, dass das während der Arbeit und danach jemand im Blick hat.
Museen und denkmalgeschützte Bauten
Das Philipp-Reis-Haus wurde 1790 erstmals erwähnt und steht seit 1952 unter Denkmalschutz. Im früheren Wohnhaus des Physiklehrers, der als Erfinder des Telefons gilt, zeigt die Stadt heute sein Leben und die Geschichte der Fernsprechtechnik, im Obergeschoss die Wirtschafts- und Stadtgeschichte. Seit 2004 wurde das Haus erweitert. Ein Heimatmuseum gibt es außerdem in Seulberg.
Auch das Empfangsgebäude des Bahnhofs ist ein Denkmal: ein klassizistischer Bau mit zweigeschossigem Mittelteil, Walmdach und zwei Seitenflügeln, entstanden mit dem Bahnbau ab 1895. In Gebäuden mit Ausstellungsstücken, Archivgut oder historischen Oberflächen ist ein Brand doppelt teuer, weil das Verlorene nicht zu ersetzen ist.
Bei Arbeiten an solchen Häusern stimmen sich Bauherr, Denkmalpflege und Handwerker meist eng ab. Die Brandwache fügt sich in diesen Ablauf ein: Sie erscheint vor Beginn der Heißarbeiten, lässt sich den Arbeitsbereich zeigen, prüft, ob brennbare Teile abgedeckt oder entfernt sind, und bleibt während der gesamten Arbeit in Sichtweite. Wird eine Stelle unter Putz oder hinter einer Verkleidung erhitzt, kontrolliert sie auch die Rückseite, soweit sie zugänglich ist. Nach Arbeitsende geht sie den Bereich in festen Abständen erneut ab.
Gewerbe und Hallen
Heißarbeiten fallen nicht nur in Denkmälern an. In den sechs Gewerbegebieten der Stadt stehen Hallen, in denen Regale, Fördertechnik oder Dachdurchführungen nachgerüstet werden. Der Metallbauer Arnold fertigt in Friedrichsdorf unter anderem Skulpturen für Künstler. Wo geschweißt, getrennt oder geschliffen wird, liegen oft Verpackungen, Paletten oder Dämmstoffe nur wenige Meter entfernt.
Auch Versammlungsorte wie das Forum Friedrichsdorf in Köppern oder Sporthallen können betroffen sein, wenn in Ferien oder Schließzeiten Lüftung, Bühnentechnik oder Dach saniert werden. Gleiches gilt für Schulgebäude wie den Neubau der Philipp-Reis-Schule an der Färberstraße mit Mensa, Sportanlagen und Theaterbühnen. Dort ist die Zeit für Umbauten knapp, weil sie in die Ferien passen müssen, und mehrere Gewerke arbeiten gleichzeitig im Haus. Eine Brandwache behält dann den Überblick, wo gerade geschweißt oder getrennt wird.
- Brandposten am Arbeitsplatz während Schweiß-, Schneid-, Löt- und Trennarbeiten
- Absuchen angrenzender Räume, Hohlräume und Dachbereiche
- Nachkontrolle nach Arbeitsende so lange, wie der Erlaubnisschein es vorschreibt
- Freihalten von Fluchtwegen und Zugängen für die Feuerwehr
- Dokumentation mit Uhrzeit und Unterschrift
Ablauf eines Einsatzes in Friedrichsdorf
Außerhalb unserer Kernregion arbeiten wir vorhabenbezogen; unsere Niederlassungen liegen in Neumünster, Berlin und Bremen, in Hessen haben wir kein Büro. Für eine Brandwache klären wir deshalb vorab, wie viele Tage gearbeitet wird, wann die Heißarbeiten beginnen und wie lange die Nachkontrolle dauern soll. Erst wenn feststeht, dass wir den Einsatz mit eigenem Personal tragen können, erhalten Sie eine Zusage.
Vor Ort weist uns Ihre Bauleitung oder Ihr Sicherheitsbeauftragter ein. Unsere Kräfte werden vor dem ersten Einsatz in die Löschmittel am Objekt eingewiesen und halten sich an die Vorgaben des Erlaubnisscheins. Sie haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Kosten einer Brandwache
Eine Brandwache kostet je nach Einsatz 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zeiten: Wird tagsüber geschweißt, folgt die Nachkontrolle oft in den Abend; bei Arbeiten in Kirchen oder Museen, die tagsüber Besucher haben, liegen Heißarbeiten manchmal in der Nacht oder am Wochenende, was den Preis erhöht.
Kurze Einsätze von wenigen Stunden sind möglich, ebenso Wachen über mehrere Wochen. Einen Überblick über das Land gibt Brandwache in Hessen, Informationen für den südlichen Nachbarn finden Sie unter Sicherheitsdienst Bad Homburg.


