Brandschutz in einer Stadt mit Feuergeschichte
Gardelegen hat das Feuer kennengelernt: 1658, 1667 und 1685 vernichteten Stadtbrände große Teile der Bebauung. Als eine Ursache nennt die Stadtgeschichte das unsachgemäße Trocknen von Hopfen, der für die Garley-Brauerei gebraucht wurde. Was danach wieder aufgebaut oder erhalten wurde, steht heute unter Denkmalschutz und wird nach und nach saniert.
Die Marienkirche ist eine fünfschiffige Hallenkirche der Backsteingotik mit einem vergoldeten Flügelaltar von etwa 1430 und einer Orgel von 1723. An Dach, Mauerwerk und Glocken wurde ab 1991 gearbeitet, im Inneren bis zum Frühjahr 2023. Dazu kommen das Rathaus, das Salzwedeler Tor aus dem 16. Jahrhundert, 1907 rekonstruiert und 2013 umfassend saniert, sowie Reste von Stadtmauer, Stendaler und Magdeburger Tor.
Objekte, bei denen eine Brandwache gefragt sein kann
Die Liste nennt Bauten und Betriebsarten in der Stadt. Es handelt sich nicht um Aufträge:
- Kirchen wie die Marienkirche in der Kernstadt oder die ehemalige Klosterkirche in Kloster Neuendorf mit ihrer Reubke-Orgel.
- Stadttore und Mauerreste aus dem 16. Jahrhundert bei Arbeiten an Dach und Fugen.
- Das Jagdschloss Letzlingen, ab 1559 als Jagdburg erbaut und ab 1843 von Friedrich August Stüler neugotisch umgebaut, heute mit Hotel, Gastronomie und Museum.
- Industriebetriebe im Gewerbe- und Industriegebiet Ost I mit Metall-, Kunststoff-, Glas- und Betonverarbeitung bei Revisionen und Umbauten.
- Säle und Festflächen, auf denen bei Veranstaltungen Pyrotechnik oder Feuershows gezeigt werden, etwa am Aschberg beim Hansefest.
Holz im Dach, Öl in der Halle: zwei Arten von Gefahr
In alten Kirchen und Schlössern steckt Holz an Stellen, die man nicht sieht: in Dachstühlen, Zwischendecken, hinter Verkleidungen. Wird dort geschweißt, getrennt oder mit Flamme abgedichtet, kann sich Glut in Ritzen festsetzen und erst Stunden später ein Feuer entfachen. Eine Brandwache bleibt während der Arbeiten neben der Stelle, hält Löschmittel bereit und kontrolliert danach angrenzende Bauteile, auch auf der Rückseite von Wänden und Decken.
In Industriehallen ist die Gefahr eine andere: Öle, Kunststoffgranulat, Verpackungen und Staub. Bei einem Umbau oder einer Revision kommen Fremdfirmen mit Trennschleifer und Schweißgerät in Bereiche, in denen sonst nicht gearbeitet wird. Hier achtet die Brandwache darauf, dass brennbares Material abgedeckt oder entfernt ist, bevor der erste Funke fliegt.
Was eine Brandwache bei uns umfasst
Je nach Auftrag übernehmen unsere Kräfte:
- Prüfung des Arbeitsbereichs vor Beginn, gemeinsam mit dem ausführenden Betrieb und nach Ihrem Erlaubnisschein für Heißarbeiten.
- Daueranwesenheit während der Heißarbeiten mit bereitgestelltem Löschmittel, auf das sie vor Ort eingewiesen werden.
- Nachkontrolle nach Ende der Arbeiten über den vereinbarten Zeitraum, einschließlich angrenzender Räume und Geschosse.
- Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen, wenn sie vom Veranstalter oder der Behörde verlangt wird und keine Feuerwehrkräfte vorgeschrieben sind.
- Alarmierung der Feuerwehr im Ernstfall, Einweisung der Einsatzkräfte und Bericht mit Uhrzeit.
Vorhabenbezogene Planung in Gardelegen
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, wir haben dort kein eigenes Büro. Eine Brandwache in Gardelegen übernehmen wir, nachdem wir Anfahrt und Personal für den gesamten Zeitraum geprüft haben, einschließlich der Nachkontrolle nach Feierabend. Kurzfristige Einzelstunden sind deshalb schwerer planbar als Arbeiten mit festem Ablaufplan. Vorhaben in Salzwedel lassen sich teils mit denen in Gardelegen bündeln.
Vor Beginn stimmen wir mit Bauleitung, ausführendem Betrieb und Ihrem Brandschutzbeauftragten ab, wo und wann gearbeitet wird. Unsere Kräfte haben eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen und im Landesüberblick Brandwache in Sachsen-Anhalt, alle Leistungen vor Ort unter Sicherheitsdienst Gardelegen.
Kosten einer Brandwache
Als Richtwert gelten bei der Brandwache 23 bis 50 € netto je Stunde. Gerechnet wird die Zeit während der Heißarbeiten und die anschließende Nachkontrolle, die oft in den Abend oder die Nacht reicht und dann den Preis nach oben verschiebt.
Weitere Einflussgrößen sind Wochenend- und Feiertagsarbeit, die Zahl der gleichzeitig bewachten Arbeitsstellen und die Anfahrt. Mit Ablaufplan und Ort erstellen wir Ihnen ein festes Angebot.


