Alte Mauern, neue Hallen
In Grimmen treffen zwei Arten von Gebäuden aufeinander, die beide Brandwachen brauchen können. In der Altstadt stehen Bauten aus sieben Jahrhunderten: die St.-Marien-Kirche, die ab 1267 als frühgotischer Backsteinbau entstand, das gotische Rathaus um 1400, das spätgotische Kalandhaus, das Stralsunder Tor, das Mühlentor und das Greifswalder Tor, dazu das Pfarrhaus von 1738 und die Kirchenbude, ein Fachwerkhaus von 1819 in der Schulstraße.
Am Stadtrand liegen dagegen Werk- und Lagerhallen in den Gewerbegebieten Am Stadtwald, An den Kammern und an der Stoltenhäger Straße. Hier wird bei Umbauten, Reparaturen und Montagen geschweißt, getrennt und geflext.
Typische Anlässe in Grimmen
Eine Brandsicherheitswache wird hier vor allem in diesen Fällen verlangt oder empfohlen:
- Dach-, Rinnen- und Turmarbeiten an der St.-Marien-Kirche und an den Stadttoren mit Löt- oder Flämmarbeiten
- Sanierung von Fachwerk und Holzdecken in Altbauten wie der Kirchenbude oder dem Pfarrhaus in der Domstraße
- Schweiß- und Trennarbeiten bei Umbauten in Hallen der Gewerbegebiete
- Installationsarbeiten im Tierpark-Neubau oder in Sporthallen, wenn Heißarbeiten im Bestand nötig sind
- Bühnenpyrotechnik und offene Flammen bei Veranstaltungen, etwa im Kulturhaus oder beim Tore- und Lichterfest
- Zeiten, in denen eine Brandmeldeanlage wegen Umbau oder Defekt außer Betrieb ist
Backstein ist nicht gleich brandsicher
Bei Kirchen und Toren aus Backstein denken viele zuerst an massives Mauerwerk. Die Gefahr steckt aber im Dachstuhl, in Holzbalken, Bohlen, alten Dachschalungen und in Nestern, Laub und Staub, die sich über Jahrzehnte angesammelt haben. Funken oder heiße Metallteile, die in eine Ritze fallen, können dort lange glimmen, bevor jemand Rauch bemerkt.
Die Brandwache achtet deshalb nicht nur auf die Arbeitsstelle selbst, sondern auch auf darunterliegende Geschosse, angrenzende Räume und schwer einsehbare Hohlräume. Nach Ende der Arbeiten tastet sie Bauteile ab, kontrolliert mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, und geht in festen Abständen erneut durch.
Im Betrieb: Erlaubnisschein und Absprachen
In Werkhallen läuft eine Brandwache meist nach dem Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, den Ihr Betrieb oder Ihr Versicherer vorgibt. Vor Beginn gehen wir gemeinsam den Bereich ab: Wo stehen brennbare Stoffe, sind Öffnungen in Wänden und Decken abgedichtet, wo hängen Feuerlöscher und Wandhydranten, wie kommt die Feuerwehr auf das Gelände? Diese Punkte stehen schriftlich in der Einweisung.
Während der Arbeiten bleibt die Kraft in Sichtweite des Schweißers, beobachtet Funkenflug und Wärmeleitung und greift ein, bevor etwas Feuer fängt. Im Brandfall alarmiert sie sofort die Feuerwehr, leitet Löschversuche ein und weist die Einsatzkräfte ein.
Ersatz für eine abgeschaltete Brandmeldeanlage
Nicht jede Brandwache hängt an Schweißarbeiten. Wird in einem Saal wie dem Kulturhaus „Treffpunkt Europas“, in einer Schule oder einer Sporthalle die Brandmeldeanlage umgebaut oder fällt sie aus, verlangen Bauaufsicht, Betreiber oder Versicherer oft eine personelle Ersatzmaßnahme. Dann geht eine Kraft in festgelegten Abständen durch das Gebäude, prüft Technikräume, Treppenräume und Lager, achtet auf Rauch, Brandgeruch und ungewöhnliche Wärme und hält Fluchtwege frei.
Bei Veranstaltungen kommt die Aufgabe hinzu, im Ernstfall die Räumung zu unterstützen. Wir sprechen deshalb vorab mit Haustechnik und Veranstalter ab, wo Sammelstellen liegen und wer die Feuerwehr einweist. Jede Begehung wird mit Uhrzeit im Bericht vermerkt, sodass Sie gegenüber Behörde oder Versicherer belegen können, dass die Ersatzmaßnahme lückenlos lief.
Planung und Qualifikation
Grimmen gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Kräfte werden vom Hauptsitz in Neumünster aus geplant; ein Büro in der Stadt gibt es nicht. Unsere Brandwachen sind vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen, verfügen mindestens über die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor jedem Einsatz in Ihre Betriebs- und Alarmregeln eingewiesen. Die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, den Überblick über alle Leistungen vor Ort unter Sicherheitsdienst Grimmen.
Preis einer Brandwache in Grimmen
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Was eine Brandwache im Einzelfall kostet, hängt stark von der Nachkontrollzeit ab, die Erlaubnisschein oder Versicherer vorschreiben, und davon, ob die Arbeiten tagsüber oder in der Nacht und am Wochenende stattfinden. Bei Kirchen und Altbauten mit großem Dachstuhl kann die Nachkontrolle länger dauern als in einer Stahlhalle. Für geplante Arbeiten erhalten Sie vorab ein Angebot.


