Eine Stadt, die zweimal neu aufgebaut wurde
1724 vernichtete ein Großbrand einen großen Teil des damaligen Hagen, der Wiederaufbau gelang mit preußischer Hilfe. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt durch Luftangriffe nahezu vollständig zerstört, auch das Theater wurde 1945 schwer beschädigt und erst 1949 wiedereröffnet. Was an älterer Substanz die Zeit überdauert hat, ist heute wertvoll und oft schwer zu schützen: Holz in Dachstühlen und Decken, Hohlräume hinter Verkleidungen, alte Leitungswege.
Neben den Baudenkmälern prägen Industriebetriebe das Bild. In Hohenlimburg wird seit 1828 kaltgewalzt, und in Kaltwalzwerken stehen typischerweise Walzgerüste, Glühöfen und Beizen. Bei Wartung, Umbau und Stillständen wird dort geschweißt, gebrannt und geschliffen, oft neben Öl, Fett und Staub.
Gebäude und Anlagen mit hohem Brandrisiko bei Heißarbeiten
Eine Brandwache ist immer dann nötig, wenn Gefährdungsbeurteilung oder Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten es fordern. In Hagen trifft das etwa auf diese Orte zu:
- Johanniskirche, Langhaus von 1748 bis 1750, Westabschluss von 1903
- Lange Riege in Eilpe, eine Fachwerk-Arbeitersiedlung von 1665, früher Wohnort von Klingenschmieden
- Hohenhof in Eppenhausen, 1906 bis 1908 von Henry van de Velde für Karl Ernst Osthaus gebaut
- Theater Hagen an der Elberfelder Straße, 1911 eröffnet, mit Werkstätten- und Bühnenbau von 2003
- Schloss Hohenlimburg aus dem 13. Jahrhundert, in dem heute das Deutsche Kaltwalzmuseum untergebracht ist
- Kaltwalz- und Drahtbetriebe in Hohenlimburg und im Lennetal bei Revisionen
- Dachsanierung am Hauptbahnhof, die 2026 zusammen mit dem Umbau von Bahnsteig 3 läuft
Ablauf: vor, während und nach den Arbeiten
Vor Arbeitsbeginn gehen wir mit dem Verantwortlichen der ausführenden Firma den Bereich ab. Wir sehen nach, wohin Funken springen oder Schlacke fallen kann, welche brennbaren Materialien entfernt oder abgedeckt werden müssen, und ob Öffnungen in Decken und Wänden in Nachbarräume führen. Unsere Kräfte werden vor Ort in Fluchtwege, Löschmittel und die Alarmierung der Feuerwehr eingewiesen.
Während der Arbeit beobachtet die Brandwache den Arbeitsbereich und die angrenzenden Räume und greift bei einem Entstehungsbrand mit dem bereitgestellten Löschmittel ein. Nach Ende der Arbeit beginnt die Nachkontrolle über die Dauer, die der Erlaubnisschein vorschreibt. Erst wenn keine Glut, kein Rauch und keine auffällige Wärme mehr festzustellen sind, wird der Bereich übergeben. Beginn, Ende und Beobachtungen stehen mit Uhrzeit im Protokoll.
Denkmal und Werkhalle verlangen unterschiedliche Aufmerksamkeit
In einem Fachwerkhaus wie der Langen Riege oder im Dachstuhl einer Kirche ist das Risiko oft verborgen: Funken verschwinden in Fugen, unter Dielen oder hinter Lehmausfachungen, und ein Glutnest kann über Stunden unbemerkt schwelen. Hier zählt eine sorgfältige Nachkontrolle, die auch angrenzende Räume und das Geschoss darunter einbezieht. Stellen Sie uns eine Wärmebildkamera bereit, nutzen wir sie dabei.
In einer Walzwerkshalle ist der Raum groß und offen, aber Öl in Gruben, Kabelkanäle und Staubablagerungen auf Trägern bieten Nahrung für ein Feuer. Bei Revisionen arbeiten oft mehrere Trupps gleichzeitig an verschiedenen Stellen. Dann klären wir mit Ihnen, ab wann eine zweite oder dritte Brandwache nötig ist, damit jede Arbeitsstelle im Blick bleibt.
Vorhabenbezogene Brandwachen in Hagen
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. Ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Brandwachen in Hagen stellen wir deshalb vorhabenbezogen. Heißarbeiten in Denkmälern liegen oft außerhalb der Öffnungszeiten, in Werken in Stillstandsfenstern über Feiertage. Wir klären Termine, Nachtanteile und die Dauer der Nachkontrolle, bevor wir zusagen.
Unser Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr über die Leistung erfahren Sie unter Brandwachen, zum Land unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen. Alle Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Hagen.
Was eine Brandwache in Hagen kostet
Der Richtwert beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache entscheidet vor allem, wann gearbeitet wird: Revisionen in Werken laufen häufig nachts, am Wochenende oder über Feiertage, Arbeiten in Kirchen und Theatern außerhalb von Gottesdiensten und Vorstellungen. Dazu kommt die Nachkontrolle, die je nach Erlaubnisschein mehrere Stunden dauern kann.
Im Angebot führen wir Arbeitszeit und Nachkontrolle getrennt auf. Bei mehreren Arbeitsstellen sehen Sie, wie viele Brandwachen gleichzeitig nötig sind und was jede zusätzliche Kraft ausmacht.


