Brandschutz hat in Bramfeld Geschichte
Schon 1663 wurde in Bramfeld die erste Brandgilde Stormarns gegründet, ein früher Zusammenschluss gegen die Folgen von Feuer. Heute hat der Stadtteil eine eigene Freiwillige Feuerwehr. Damit es gar nicht so weit kommt, verlangen Versicherer und Bauherren bei Heißarbeiten eine Brandwache, die während der Arbeiten und danach aufpasst.
In Bramfeld treffen dafür zwei Arten von Gebäuden aufeinander: historische Bauten im Ortskern mit viel Holz und Staub in Dächern und Decken sowie große Gewerbe- und Verwaltungsbauten, in denen Technik nachgerüstet oder umgebaut wird.
Gebäude mit besonderem Risiko
Erhöhte Aufmerksamkeit brauchen Heißarbeiten in diesen Bauten:
- Am Dorfplatz das alte Schulgebäude von 1888/89 und das frühere Rathaus von 1911/12, heute ein Gasthof
- Die Osterkirche von 1913/14, ein achteckiger Zentralbau mit rund 32 Meter hohem Turm und Orgel
- Das Bauernhaus des Kulturladens Brakula aus dem Jahr 1887, seit 2003 unter Denkmalschutz
- Die Gartenstadt Hohnerkamp mit Leichtbetonbauten und flachen Pultdächern, bei denen Abdichtungsarbeiten anfallen
- Große Verwaltungs- und Betriebsgebäude, etwa an der Wandsbeker Straße oder an der Bramfelder Chaussee
Ablauf einer Brandwache bei Heißarbeiten
Vor Beginn sieht sich unsere Kraft den Arbeitsbereich an: Wo liegen brennbare Stoffe, wo gibt es Fugen, Hohlräume, Kabelkanäle oder Durchbrüche in Nachbarräume? Sie stellt Feuerlöscher bereit, achtet darauf, dass Abdeckungen liegen, und hält Rettungswege frei. Während des Schweißens oder Lötens beobachtet sie Funkenflug und Hitzeentwicklung.
Nach Ende der Arbeiten bleibt die Brandwache vor Ort und kontrolliert in festen Abständen auch die angrenzenden Räume und Geschosse. Die Dauer der Nachkontrolle richtet sich nach Ihrem Erlaubnisschein und den Vorgaben des Versicherers. Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit protokolliert.
Arbeiten an Dach und Dachstuhl
Bei Abdichtungen mit Flamme, beim Löten von Regenrinnen oder beim Schneiden von Metall auf Dächern liegt die Gefahr oft verborgen: Glut kann unter Dämmung oder in alten Holzbalken stundenlang schwelen. In Altbauten am Dorfplatz und in Kirchtürmen sind solche Stellen schwer einsehbar. Unsere Kräfte prüfen deshalb auch Dachböden, Traufen und Gesimse und nutzen auf Wunsch eine Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen.
Wird Glut entdeckt, löscht die Brandwache sofort mit den bereitstehenden Mitteln und alarmiert bei Bedarf die Feuerwehr.
Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen
Auch Konzerte, Theater oder Lesungen in Sälen mit Publikum können eine Brandsicherheitswache erfordern, etwa bei Dekorationen, Bühnentechnik oder offenen Flammen. Ob die Feuerwehr eine Wache stellt oder ein Dienstleister ergänzen darf, hängt vom Einzelfall ab. Wo es zulässig ist, unterstützen wir mit Kräften, die Notausgänge freihalten, Feuerlöscher bereithalten und bei einer Räumung helfen.
Umbauten in Verwaltungs- und Betriebsgebäuden
Nicht nur alte Häuser brauchen Aufmerksamkeit. Wie groß Umbauten im Stadtteil ausfallen können, zeigt das neue Hauptquartier der Otto Group: Eine frühere Lagerhalle wurde zu einem Bürogebäude mit neun Etagen umgebaut. Bei solchen Vorhaben, aber auch beim Nachrüsten von Lüftung, Sprinklerleitungen oder Kältetechnik in laufenden Büros und Betrieben, wird an Stahlträgern, Rohren und Blechen geschweißt, während nebenan gearbeitet wird.
In bewohnten oder genutzten Gebäuden ist die Brandwache deshalb mehr als ein Beobachter. Sie stimmt sich mit der Haustechnik ab, wenn Rauchmelder für die Dauer der Arbeiten abgeschaltet werden, sorgt dafür, dass sie danach wieder aktiv sind, und hält Flure und Treppenhäuser frei. Bei Arbeiten in Kellern und Schächten achtet sie auf Rauch, der sich unbemerkt in andere Geschosse ausbreiten kann. So bleibt der Betrieb im Haus geschützt, auch wenn die Handwerker schon gegangen sind.
Personal und Kosten
Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord; wir planen aus dem Hauptsitz in Neumünster. Unsere Brandwachen sind in Brandschutz und im Umgang mit Feuerlöschern unterwiesen und haben die Unterrichtung nach § 34a GewO. Die Prozesse sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache entscheidet vor allem die Lage der Arbeiten über den Preis: Eine Nachkontrolle, die bis in die Nacht reicht, oder Arbeiten am Wochenende kosten mehr als ein Einsatz am Werktag. Kurze Einsätze fassen wir, wenn möglich, mit anderen Terminen im Stadtteil zusammen. Mehr zum Stadtteil unter Sicherheitsdienst Hamburg-Bramfeld.


