Feuer als Werkzeug: die Industrie auf der Peute
Im Hamburger Werk von Aurubis wird Kupfer aus Erzkonzentraten und Recyclingmaterial gewonnen. Schwebeschmelzofen, Anodenöfen, Abhitzekessel und die Kontaktanlage für Schwefelsäure gehören zu den Anlagen auf dem Gelände. Wer hier instand hält, schweißt an Rohrleitungen, trennt Stahlkonstruktionen und arbeitet an Bauteilen, die heiß bleiben, lange nachdem der Brenner aus ist.
Solche Heißarbeiten setzen eine Freigabe voraus, und die Freigabe verlangt in der Regel eine Brandwache: eine Person, die während der Arbeiten und danach den Bereich beobachtet, Löschmittel bereithält und bei einem Entstehungsbrand sofort eingreift oder Alarm auslöst. Auch kleinere Betriebe auf der Peute, Lebensmittelverarbeiter wie Delfi Cocoa oder Werkstätten im Gewerbegebiet kennen diese Pflicht, sobald Fremdfirmen mit offener Flamme anrücken.
Revisionen mit Hunderten Monteuren
Den größten Bedarf erzeugen die geplanten Stillstände. Im Sommer 2024 setzte Aurubis in Hamburg rund 500 Einzelmaßnahmen um, darunter die Prüfung des Abhitzekessels, Arbeiten am Schwebeschmelzofen und den Einbau von Wärmetauschern. Rund 2.000 Personen waren beteiligt, etwa 1.500 davon von Partnerfirmen. Der Rhythmus solcher Stillstände soll künftig bei drei Jahren liegen.
In diesen Wochen laufen an vielen Stellen gleichzeitig Heißarbeiten, oft in mehreren Schichten. Jede Arbeitsstelle braucht eine eigene Aufsicht, und nach Feierabend muss die Nachkontrolle sauber übergeben werden. Für solche Spitzen planen wir Brandwachen in größerer Zahl ein, die vorab in die Sicherheitsregeln des Werks eingewiesen sind und den Ablauf von Freigabe, Arbeit und Nachkontrolle kennen.
Weitere Einsatzorte im Stadtteil
Brandwachen werden auf der Veddel nicht nur in der Industrie gebraucht. Beispiele für den Bedarf, ohne Aussage über bestehende Aufträge:
- Aurubis Werk Hamburg an der Hovestraße – Instandhaltung, Revisionen und Umbauten an Ofen- und Kesselanlagen
- Denkmalgeschützte Gewerbebauten auf der Peute wie das Elbe-Gewerbe-Zentrum, das frühere Zentrallager und die alte chemische Fabrik
- BallinStadt – Museumsgebäude, in denen bei Umbauten und Ausstellungswechseln Arbeiten mit Hitze anfallen können
- Immanuelkirche von 1905, nach Kriegszerstörung wieder aufgebaut, mit Dachstuhl und Holzausstattung
- Wohnblocks aus der Schumacher-Zeit beidseits der Veddeler Brückenstraße, bei Dach- und Leitungssanierungen
So läuft eine Brandwache ab
Vor Beginn sieht sich unsere Kraft den Arbeitsbereich an: Wo liegen brennbare Stoffe, welche Öffnungen führen in angrenzende Räume, wo stehen Löscher und Wandhydranten, wie wird die Feuerwehr alarmiert. Während der Arbeiten beobachtet sie Funkenflug und Wärmeentwicklung, auch auf der Rückseite von Wänden und Decken. Danach bleibt sie so lange, wie es Ihr Erlaubnisschein vorschreibt, und kontrolliert mehrfach auf Glutnester.
In Altbauten wie den Backsteinhäusern der Veddel oder dem Kirchendach ist das besonders wichtig, weil Glut in Hohlräumen, Dämmungen und Holzbalken stundenlang unbemerkt bleiben kann. Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit protokolliert, das Protokoll erhalten Sie zur Ablage bei Versicherung und Betreiber.
Personal und Planung
Unsere Brandwachen sind in Handhabung von Feuerlöschern und Löschdecken unterwiesen und kennen die Meldewege. Sie haben die Unterrichtung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord, die Einsätze planen wir aus Neumünster. Für Revisionen sprechen wir die Besetzung frühzeitig mit Ihrer Stillstandsleitung ab. Bei wiederkehrenden Arbeiten im selben Werk setzen wir möglichst dieselben Kräfte ein, die Wege, Sammelplätze und Ansprechpartner bereits kennen und sich nicht jedes Mal neu orientieren müssen.
Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Stadtteil im Überblick unter Sicherheitsdienst Hamburg-Veddel.
Kosten für Brandwachen auf der Veddel
Brandwachen werden oft kurzfristig und in Randzeiten gebraucht, nach Schichtende oder über Nacht, wenn die Nachkontrolle in die späten Stunden fällt. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ob Ihr Einsatz eher am unteren oder oberen Ende liegt, entscheiden der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, die Zahl paralleler Arbeitsstellen, die geforderte Nachkontrollzeit und der Vorlauf bis zum ersten Einsatz. Bei Revisionen lohnt es sich, die Gesamtzahl der Wachen frühzeitig festzulegen.


